Vor Ort: Neuer Finisher bei Cheema in Frankfurt Dampfende Puppe weckt Neugier

Gepflegtes Umfeld, gepflegte Textilreinigung, gepflegte Oberhemden. Und wer ist für Letztere verantwortlich? In Frankfurt-Sachsenhausen ist es z.B. Abdul Basit Cheema, der seine neue Finishtechnik gekonnt zur Schau stellt – die dampfende Puppe steht in seinem Schaufenster.

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    LinksDie Reinigung von Abdul Basit Cheema überzeugt durch eine gepflegte Außenfront.
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    RechtsPublikumswirksam hat Cheema seinen neuen Hemdenfinisher im Schaufenster installiert.
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    Die Freude am Bügeln ist Abdul Basit Cheema ins Gesicht geschrieben.

Dampfende Puppe weckt Neugier

Südlich des Mains und damit praktisch genau gegenüber der Frankfurter Innenstadt liegt der Stadtteil Sachsenhausen, westlich flankiert von Niederrad mit der bekannten Bürostadt. Offenbach liegt gleich „um die Ecke“ in östlicher Richtung. Viel Neues ist hier entstanden, ganze Viertel werden erneuert, wobei man sich gar nicht erst mit Renovieren und Restaurieren aufhält, sondern gleich abreißt und neu baut.

Am großzügig und weit gestalteten Walter-von-Cronberg-Platz, nah am Main, betreibt der Pakistani Abdul Basit Cheema seit 1999 ein Textilpflege-Unternehmen, das zum Röver-Franchise-System gehört. „Unsere Hauptkundschaft kommt natürlich aus Sachsenhausen“, erklärt Cheema, „das hier ist ein wirklich gutes Wohngebiet, in dem die Leute noch die Vorteile der professionellen Textilpflege zu schätzen wissen.“ Aber auch aus dem weiteren Umfeld – bis aus Offenbach oder auch aus den Stadtteilen Frankfurts jenseits des Mains – kommen Kunden, die im Cheema-Betrieb produzierte Qualität nicht missen möchten.

„Da kommen dann Kunden mit Koffer oder Korb oder Tüte und bringen mir 20, 30 oder noch mehr Hemden auf einmal“, berichtet Cheema weiter. Der Hemdenservice sei an seinem Standort sehr gut angenommen worden und mittlerweile so etabliert, dass pro Tag 160 und mehr Hemden zu bearbeiten sind. Ausgesprochen gern bedient sich das gut situierte Publikum der Discount Card, die integrierter Bestandteil des Röver-Systems ist und die stärkere Inanspruchnahme der Textilpflege mit ordentlichen Rabatten belohnt.

Wer sich der Textilreinigung Cheema nähert, wird bereits von außen mit moderner Finishtechnik konfrontiert: Im Schaufenster ist der Hemdenfinisher platziert. Nicht wenige Passanten bleiben davor stehen, um Dampfwolken rund ums Hemd zu erleben oder sich über plötzlich aufgeblähte Hemden zu amüsieren. Diese Platzwahl für den Finisher ist sehr geschickt, denn Bewegung im Schaufenster schafft Neugier und Interesse und in nicht wenigen Fällen die Motivation, auch selbst einmal die sich so lebhaft präsentierende Dienstleistung Hemdenservice auszuprobieren.

Um die Hemdenschiene in seinem Betrieb möglichst nachhaltig attraktiv zu gestalten, verlässt sich Cheema nicht nur auf eine wirkungsvolle Demonstration der Technik, sondern sorgt für eine optimale maschinelle Ausstattung dieses Bereichs. Seit Anfang Februar ist in seinem Betrieb ein neuer „Trevistar“ des Produzenten Trevil, Pozzo d’Adda bei Mailand, installiert. Die Produkte dieses Herstellers werden in Deutschland exklusiv von der Pallas Finish-Systeme GmbH, Goldbach bei Aschaffenburg, vertrieben.

Der heute aktive „Trevistar“ hat einen Vorgänger gleichen Namens. Cheema besaß bereits eine Maschine dieses Typs aus der ersten Bauserie, die sich, so der qualitätsbewusste Reiniger, außerordentlich gut bei ihm bewährt hat. „In manchen Details ist die Maschine heute noch besser geworden“, erklärt Cheema mit Genugtuung.

Der italienische Hersteller bemüht sich offenbar mit guten Erfolgen um Produktpflege und nimmt Anregungen und Vorschläge aus der Praxis bereitwillig auf, um aus einem sehr guten Produkt ein Exzellentes zu machen. Ein guter Teil der Innovationen betrifft die Vereinfachung und Verbesserung der Bedienung der Maschine. So verfügt das aktuelle Modell über eine per Programmsteuerung abrufbare Umstellung vom Langarm- auf den Kurzarmmodus. Dazu wird am oberen Ende des Ärmelspanners automatisch die passende Fixiereinrichtung für das jeweilige Ärmelende ausgefahren, entweder eine pneumatisch betätigte Klammer für Manschetten oder einen Spreizmechanismus mit halbkreisförmigen Spreizelementen bei kurzärmeligen Hemden.

Dank kräftiger Absaugung im vorderen Bereich des Puppenkörpers gestaltet sich das Auflegen und Positionieren des Hemdes einfach und genau. Denn sauber und korrekt aufgezogene Hemden sind die beste Voraussetzung für ein Qualitätsfinish, wobei die Technik die Bemühungen des Personals in hohem Maße unterstützt. Nicht zuletzt die Mode der frei flatternden Hemden hat es mit sich gebracht, dass auch der Schoßbereich der Hemden in erstklassiger Qualität gebügelt werden muss.

Der Finisher verfügt über eine durch Fotozellen gesteuerte Rundum-Fixiertechnik, die Verrutschen und Faltenbildung verhindert. Die Fixierelemente sind so gestaltet, dass Dampf und Luft sie ungehindert durchdringen und damit ihre Wirksamkeit auch dort entfalten können. Für eine gute Trocknung und Glättung der Hemdenfrontleisten, die wegen ihrer Stoffdoppelungen und Einlagematerialien Probleme bereiten können, sorgt eine elektrisch beheizte Anpressleiste, deren Druck so ausgelegt ist, dass er einerseits einen guten Glätteffekt bewirkt, andererseits auch empfindliches Knopfmaterial nicht beschädigt.

Cheema erteilt seinem neuen Finisher Traumnoten. „Ich habe hervorragende Finishresultate und praktisch keine Nacharbeit“, berichtet er. Dabei liege der Dampfverbrauch seines neuen Hemdenspezialisten bei maximal 25 kg pro Stunde.

Dass Abdul Basit Cheema mit seiner Entscheidung für den neuen Trevistar den beteiligten Firmen Trevil und Pallas treu geblieben ist, erweist sich in der Praxis als goldrichtig. Auch das Personal arbeitet gern mit der Maschine und oft steht der Chef selbst davor, weil ihn das programmgesteuerte Zusammenspiel der einzelnen Maschinenelemente fasziniert. Und natürlich freut er sich auch über tadellos gebügelte Hemden. kpl