26,2 Millionen Euro Investitionen in Modernisierung, steigende Umsätze bei Berufskleidung und Matten, wachsende Belegschaft – während die Branche mit Insolvenzen und Kostendruck kämpft, zieht der DBL-Verbund für 2025 eine positive Bilanz.

Bei der Auftaktveranstaltung 2026 in Leipzig stellten die DBL-Geschäftsführer Gerhard Alliger (Vertrieb und Marketing) und Andreas Iser (IT und Organisation) die aktuellen Geschäftszahlen vor. Demnach erzielte der DBL-Verbund im Bereich Berufskleidung ein Umsatzplus von 3,1 Prozent auf 259,1 Millionen Euro (Vorjahr: 251,4 Mio. Euro). Der Mattenumsatz legte um rund 3,4 Prozent auf 24,2 Millionen Euro zu, während der Bereich Flachwäsche mit 40,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau blieb.
Das Wachstum gelang laut DBL trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds mit steigenden Unternehmensinsolvenzen in Deutschland. „Wir befinden uns in einem starken Wettbewerbsumfeld – entsprechend reagieren wir mit gezielten Investitionen in unsere Werke, einem erweiterten Angebotsportfolio sowie klar strukturierten Vertriebsprozessen und qualifizierten Mitarbeitern", sagt Geschäftsführer Alliger.
Investitionen auf Rekordniveau
Besonders auffällig ist der Anstieg bei den Investitionen der DBL-Partnerbetriebe: Mit rund 26,2 Millionen Euro floss laut dem Verbund mehr als doppelt so viel Kapital in Modernisierung und Produktionsstätten wie im Vorjahr (11 Mio. Euro). Die Mittel sollen dazu dienen, die Leistungsfähigkeit der einzelnen Betriebe zu stärken und Liefer- sowie Serviceprozesse effizienter zu gestalten.
Parallel dazu hat der Verbund sein Sortiment erweitert. Zum Jahresauftakt führte DBL mehrere neue Mietkollektionen ein, die sich insbesondere an Kunden aus Handwerk und Industrie richten. Eine bundesweite Kampagne begleitete die Markteinführung. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit dem Berufsbekleidungshersteller Strauss auch 2026 fortgesetzt. Alliger bezeichnete die Partnerschaft als „Ausdruck unseres gemeinsamen Anspruchs an höchste Standards in der Berufsbekleidung".
Mehr Beschäftigte durch Employer Branding
Auch personell verzeichnet der Verbund Zuwachs. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2025 bundesweit auf 3.293 – ein Plus von 17 Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr (3.276). Laut Geschäftsführer Iser ist dies auf die 2024 gestartete Employer-Branding-Initiative zurückzuführen, mit der sich die regionalen DBL-Partner als attraktive Arbeitgeber positionieren wollen. Ergänzend setzt der Verbund nach eigenen Angaben verstärkt auf Weiterbildung auf allen Ebenen und in sämtlichen Unternehmensbereichen. Die regionale Nähe zu den Kunden bleibe dabei eine der zentralen Stärken des Verbunds, so Iser.
