Der Textilpflegebetrieb „Waschbär“ hat vor kurzem in moderne Wasch- und Mangeltechnik investiert. RWTextilservice hat den kleinen Betrieb besucht, der hier im Nordosten Hannovers eine fühlbare Lücke geschlossen hat, wie die Kunden sagen.
Die richtige Nische gewählt
„Waschbär“-Chefin ist Swetlana Peters, eine charmante junge Dame, die 1996 aus Russland, genauer aus der Stadt Solikamsk, westlich des Urals, nach Hannover übersiedelte. Als ausgebildete Kauffrau startete die Russlanddeutsche ihre berufliche Laufbahn in Niedersachsens Hauptstadt als Mitarbeiterin in einer Stichweh-Filiale. Dort nutzte sie die Möglichkeit, sich mit dem facettenreichen Fachgebiet Textilpflege vertraut zu machen.
Im Jahr 2006 beschloss Swetlana Peters, den gleichermaßen interessanten wie risikoreichen Umstieg in die Selbstständigkeit zu wagen. In der Hannoverschen Straße, die ostwärts aus dem Kernbereich Hannovers zum Stadtteil Misburg führt, eröffnete sie in einem langgestreckten Anbau einen kleinen Wäschereibetrieb. Über Schaufenster und Eingang prangt in großen roten Buchstaben der neue Firmenname: „Waschbär“. Flankiert wird das riesige Namensschild durch einen freundlichen „Waschbären“, der den Kunden 100 Prozent Sauberkeit verspricht. Sympathisch bunt und einladend wirkt das Ganze. Im Schaufenster präsentiert der kleine Textilpflegebetrieb sein Dienstleistungsangebot: Wäscherei, Heißmangel, Reinigung, Gardinenservice und Änderungsschneiderei sowie Hemdendienst. Der aufgestellte Peters-“Waschbär“ fungiert als Annahmestelle für Reinigungsware.
Von Anfang an sei ihr Dienstleistungs-Angebot sehr gut angenommen worden, berichtet die Jung-Unternehmerin.
Ihre Kunden äußerten immer wieder, dass in dieser Gegend ein derartiger Betrieb, eben eine Nachbarschaftswäscherei, bislang gefehlt habe. Mit ihrem umfangreichen Textilpflegeangebot sei die kleine Wäscherei hier geradezu ideal platziert. Neben den typischen Privathaushalten, die bei Swetlana Peters den Hauptanteil der Klientel ausmachen, kommen zunehmend Kunden aus der nahegelegenen medizinischen Hochschule. Auch bei den Angestellten der in dieser Gegend Hannovers stark vertretenen Verwaltungen habe sich das so nahe angesiedelte textile Dienstleistungsprogramm herumgesprochen.
Auf der Suche nach der passenden Wäschereitechnik bediente sich Swetlana Peters des einfachen Griffs zum Telefonbuch. Bei den „Gelben Seiten“ entschied sie sich unter „W“ für die Firma Wäschereitechnik & Beratung KG Neumann & Medel. Zunächst galt es, die Energiefrage am Standort zu klären. Strom aus der Steckdose war zwar vorhanden, allerdings nicht in der erforderlichen Leistungsklasse. Ein Starkstromanschluss an Ort und Stelle hätte den Investitionsspielraum der Unternehmerin stark eingeschränkt. Da aber auch ein Gasanschluss verlegt war, empfahl Jens Medel von der Wäschereitechnik & Beratung KG, die gesamte anzuschaffende Technik auf Gasbeheizung auszulegen. Swetlana Peters wählte die Techniklösungen des spanischen Produzenten Girbau S.A., Vic bei Barcelona. Als Waschschleudermaschine dient eine HS-4012, die mit Warmwasser aus dem Gasboiler betrieben wird. Die Modellbezeichnung setzt sich aus Informationen über die Maschinenbaureihe, in diesem Fall die 40er-Reihe, sowie über die Beladekapazität, die hier 12 kg Trockenwäsche beträgt, zusammen. Die Abkürzung „HS“ schließlich besagt, dass es sich um eine hochschleudernde Maschine handelt, die mit dem G-Drive über ein besonders maschinen- und wäscheschonendes Schleuderverfahren verfügt. Neu angeschafft wurde unlängst eine Girbau-Zylindermangel PS3219. Der Zahlenschlüssel verrät den Zylinderdurchmesser von 32 cm und die Arbeitsbreite der Mangel, die etwas mehr als 190 cm beträgt. Ein Vorteil der Zylindermangel ist ihr geringer Platzbedarf und die Möglichkeit der Wandaufstellung. Denn Eingabe und Auslauf befinden sich an der Vorderfront der Maschine. Die neue „Waschbär“-Mangel ist direkt gasbeheizt. Somit können Energieverluste durch einen Wärmetauscher nicht entstehen. Zudem ist die Aufheizzeit laut Anbieter enorm kurz. Das patentierte „Autospeed“-System reguliert automatisch die Bügelgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Art und Restfeuchte der zu bearbeitenden Wäsche. Die konstante Temperatur gewährleistet eine gleichmäßige Trocknung jeder Textilart. Zusätzlich verfügt die Mangel über eine programmierbare Mikroprozessorsteuerung, die eine exakte Anpassung der Bearbeitungsprogramme an die jeweils gegebenen Einsatzbedingungen ermöglicht. Die Wärmeabstrahlung wird mittels thermischer Isolierung minimiert, was sich – besonders im Sommer – sehr förderlich auf das Raumklima auswirkt.
Swetlana Peters schätzt vor allem die Bügelqualität, die sie mit ihrer neuen Mangel erzielt. Erzeugt wird diese Qualität durch ein System von Andruckrollen und Pressen, die einen gleichmäßigen Druck auf den Bügelzylinder ausüben. So ergibt sich ein verzugfreies Mangelresultat. Nicht nur die „Waschbär“-Chefin freut sich über das Ergebnis ihrer Mangelwäsche, auch die Kunden sind äußerst zufrieden und geben ihre Erfahrungen weiter. So ist eine Stammkundschaft entstanden, die dem Start-up-Unternehmen einen stabilen wirtschaftlichen Erfolg beschert.kpl