Stahl-Wäschereitechnik Ein einzigartig langer Bügelweg

Die Master 2010 ist laut Stahl die größte Muldenmangel, die derzeit auf dem Markt zu finden ist. - © Stahl

Ein einzigartig langer Bügelweg

Der Prototyp wurde im letzten Jahr auf der Texcare vorgestellt, nun ist die nach Herstellerangaben größte je gebaute Muldenmangel auf dem Markt die Master 2010 der Firma Stahl. Die Typenbezeichnung 2010 weist nicht etwa auf das kommende Jahr hin, sondern beziffert den Durchmesser der Walze. 2.010 mm.

Der Wäschereimaschinenhersteller produziert nicht nur das Zwei-Meter-Modell, sondern auch die Master 1610, die einen Walzendurchmesser von 1.610 mm aufweist.

Die Arbeitsbreiten beider Master-Typen betragen 3.000, 3.300 und 3.500 mm. Beide Maschinen verfügen über eine Mulde aus hochwertigem Stahl, der spannungsfrei bei 650 °C geglüht werden könne. „Die Zielsetzung bei der Konstruktion dieser Maschine war hoch“, sagt der zuständige Konstrukteur Thomas Stahl.

Trotz der hohen Leistungsausbeute habe man darauf geachtet, dass die Finish-Qualität nicht leidet. Ein wesentlicher Grund, warum der Spagat zwischen Leistung und Qualität gelungen sei, sei die Überhöhung der Mulde auf der Eingabeseite. Dadurch wird die Wäsche schon früh von der Walze erfasst und unter Anpressdruck gesetzt, der damit über 180 Grad auf die Wäsche einwirkt. Die Master 2010 erzielt somit unter Anpressdruck nach Unternehmensangaben einen Bügelweg von 3,14 Metern. Die Mulde und die Metallabdeckungen sind voll isoliert und zusammen mit dem asymmetrisch angeordneten Heizsystem sorgen sie laut Stahl für eine hohe Verdampfungsleistung ohne große Energieverluste.

Die Master wird durch eine Technik angetrieben, die trotz der hohen Leistung mit vergleichsweise wenig Energieeinsatz auskomme. Hinzu komme die integrierte Elektronik, die für einen leistungsgerechten Verbrauch und somit für Kostenersparnis sorge. Die Master kann sowohl mit Gas beheizt werden wie auch mit Dampf, Strom oder Thermo-Öl-Umlauf.

Zu den Master-Modellen bietet Stahl auch die entsprechende Eingabe- und Falttechnik wie z.B. die Faltmaschine Domestic. An den Arbeitsstationen der Eingabemaschinen können der Mangel nach Herstellerangaben bis zu 2.000 Teile pro Stunde zugeführt werden. Saugvorrichtungen würden dabei die Wäschestücke fixieren und somit die einwandfreie Übergabe an die Mangel unterstützen. Auch bei diesem Arbeitsschritt legt Stahl nach eigenen Angaben Wert auf die schonende Behandlung der Wäsche, denn die Faltung erfolgt nicht mit einem mechanischen Faltschwert, sondern mit einem Luftstrahl. Die Domestic könne in bis zu drei Bahnen arbeiten und ist mit einem Modul zur automatischen Stapelung erhältlich.

Infos: www.stahl-waeschereimaschinen.de