RWin Award -

„RWin“: Unsere ersten Gewinner Emotionale Preisverleihung: So war es 2009

Der Branchenaward „RWin“ geht in diesem Jahr in die zehnte Runde. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, zurückzublicken auf die erste Preisverleihung im Jahr 2009. Vier Betriebe durften sich damals über einen „RWin“, den allerersten „RWin“ der Geschichte, freuen. Alle vier sind heute noch erfolgreich am Markt.

Es war der 23. Mai 2009. Im Bayerischen Haus der Wirtschaft in München wurde zum ersten Mal der Branchenpreis „RWin“ verliehen. Den Rahmen um die Preisverleihung bildete damals der RWT-Praxistag und Spannung war garantiert, denn die Namen der Gewinner waren bis kurz vor der Übergabe der Awards geheim.

Schon damals erreichten viele interessante Bewerbungsunterlagen die R+WTextilservice-Redaktion in den Wochen vor der Verleihung. Und auch damals schon entschied eine Jury, bestehend aus bekannten und anerkannten Vertretern der Branche, über die Sieger.

Vanessa Ebert, damalige Chefredakteurin von R+WTextilservice, erklärte bei der Preisverleihung in München, wie die Idee für den Branchenpreis „RWin“ entstand. „Wir von der R+WTextilservice-Redaktion sind viel unterwegs bei Ihnen in den Betrieben, draußen in der Branche, in den Textilreinigungen oder Wäschereien. Von daher wissen wir genau, wie aktiv Sie sind. Und genau das war unser Grundgedanke, Ihre Leistungen wollen wir hiermit honorieren und würdigen“, sagte Vanessa Ebert. Und 2009 gab es gleich vier Gewinner.

Für den Gewinner in der Kategorie „Textilreinigung des Jahres 2009“ hatte Jurymitglied Friedrich Eberhard, Präsident des DTV und 1. Vorsitzender der EFIT, die Laudatio vorbereitet. Unter dem Beifall des Publikums überreichte der Verleger der Fachzeitschrift R+WTextilservice, Alexander Holzmann, dann den Award an Klaus Theissen von der Textilpflege Edelweiß. Diese Textilreinigung ist mittlerweile nicht mehr nur für termingestresste Geschäftsreisende ein Geheimtipp. Denn an der Tankstelle des luxemburgischen Grenzübergangs Wemperhardt kann man seit Sommer 2008 Textilien rund um die Uhr reinigen lassen. Der unternehmerische Mut zum ungewöhnlichen Standort und die gelungene Verbindung von Tankstelle und Textilreinigung haben die Jury überzeugt. „Er ist tief in der Branche verwurzelt. Er besitzt viel gelebte Erfahrung und verschließt sich auch mutigen Schritten und innovativen Gedanken nicht. Er hat alles gemacht, außer Gewöhnliches“, lobte Friedrich Eberhard den Betreiber der Textilpflege Edelweiß.

Umsatz mittlerweile verdreineinhalbfacht

Und heute? Klaus Theissen denkt „gerne und oft“ an die Preisverleihung zurück, wie er auf Nachfrage der Redaktion erzählt. Der Award und die Urkunde zeigen im Ladengeschäft immer noch, dass es sich um einen ausgezeichneten Betrieb handelt. Und auch auf aktuellen Prospekten der Textilpflege Edelweiß prangt der „RWin“. Als Marketinginstrument kam der Award auch 2009 schon zum Einsatz, u.a. in Zeitungsanzeigen. Das Unternehmen ist nach wie vor erfolgreich: Die Stückzahlen haben sich laut Theissen verdreineinhalbfacht, der Umsatz steige permanent. Theissen selbst zieht sich langsam zurück. Eine Nachfolgerin hat er bereits. Sie arbeitete bereits 15 Jahre im Betrieb, hat ihre Ausbildung dort gemacht und führt nun das Erfolgsgeschäft an der Tankstelle weiter.

Für den ersten „Sonderpreis für die Textilreinigung des Jahres 2009“ war Jürg Depierraz, Geschäftsführer des VTS, als Laudator gekommen. Der Preis ging an die Textilpflege Bern, B. Haldimann AG. Das Servicekonzept, bei dem vor allem das gut organisierte Reklamationsmanagement und die modernen Kommunikationsideen überzeugt hatten, wurde besonders gelobt. Die Textilreinigung Bern informiert ihre Kunden über SMS und E-Mail, wenn die Bekleidung abholbereit ist. Martina Kories-Wili nahm damals den Preis entgegen und erklärte: „Es freut mich außerordentlich. Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Jury, dass ausgerechnet wir diesen Sonderpreis bekommen haben. Es ist harte Arbeit im täglichen Kampf mit den Reklamationen. Und deshalb ist klar, dass die Hauptarbeit, die diesen Preis erst ermöglicht hat, alle unsere Mitarbeiter erledigt haben.“

Immer noch mit innovativen Ideen punkten

Inhaber Beat Haldimann punktet auch heute noch mit innovativen Ideen. Im vergangenen Jahr wurde er für sein vorbildliches Energiesparkonzept mit dem WRP-Star ausgezeichnet.

Außerdem arbeitet Haldimann seit Jahren an einem Onlinekonzept. Der „­Textilkurier“ will unter www.textilkurier.ch einen innovativen Wäscheabholdienst bieten. Der Unterschied zu Wettbewerbern am Markt: „Wir arbeiten ausschließlich mit langjährig erfahrenen, qualitätsgeprüften Textilreinigungsbetrieben zusammen“, so Haldimann. Damit will er den anderen Anbietern etwas entgegensetzen, das explizit vom Fachmann stammt. Die Kunden erfahren auch bei der ­Bestellung, welcher Reinigungsbetrieb zuständig ist – mit Namen, An­sprechpartner und Telefonnummer, so dass keine „fremde Marke“ im Vordergrund steht, sondern jeder einzelne ­Betrieb.

Für die Auszeichnung der „Wäscherei des Jahres 2009“ übernahm ebenfalls Friedrich Eberhard das Amt des Laudators. Der damalige Gewinner: BIM Textil Mietservice aus Gerstungen. „Die Entscheidung fiel auf ein Unternehmen, das sich durch ausgeprägte Kundenorientierung, Konsequenz in der Umsetzung und besondere Gesamtheit in den Maßnahmen auszeichnet“, sagte Eberhard. Aber auch das Engagement beim Umwelt- und Ressourcenschutz sowie die gelungene Nachfolgeregelung bei BIM wurden gelobt. Martin Wagner, Geschäftsführer bei BIM, freute sich über die Auszeichnung und berichtete auf Nachfrage der Redaktion über viele tolle Rückmeldungen, die er im Nachgang erhalten habe. „Nicht nur von Kunden, auch aus dem Kollegenkreis und aus der Branche kam Anerkennung. Diese Wertschätzung war besonders schön“, so Wagner. Es sei etwas Besonderes gewesen, den Preis bei der allerersten Verleihung zu bekommen. Seit 2009 sei viel passiert. Die BIM Textil-Service GmbH, wie das Unternehmen neu firmiert, ist ständig gewachsen, aktuell auf rund 170 Mitarbeiter. Wichtig war für Wagner u.a. die positive Außenwirkung der Auszeichnung auf potenzielle Bewerber. Auch heute noch sei der „RWin“ nützlich für das „employer branding“, um das Unternehmen mit seiner besonderen Leistung als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben. Bei BIM achte man außerdem sehr auf mitarbeiterfreundliche Arbeitsplätze und die ständige Qualifikation der Mitarbeiter; ein weiterer Fokus liege nach wie vor auf der Ressourcenschonung, was BIM mit kontinuierlich umgesetzten Maßnahmen beweist.

Sonderpreis für einen Wäschereirocker

Auch nach der dritten Übergabe der Awards und Urkunden war bei der allerersten „RWin“-Verleihung die Anspannung noch nicht ganz aus den Gesichtern des Publikums gewichen. Als vierter und letzter Laudator der Preisverleihung trat Klaus Jahn, damaliger Geschäftsführer von intex, auf die Bühne. Als er mit seiner Rede begann und die ersten Fotos auf der Leinwand erschienen, wusste jeder, um wen es ging. Hans-Jürgen Topf von der Rock’n’Roll Laundry wurde für seine mobile Wäscherei ausgezeichnet, mit der er Pop- und Rockstars auf Tournee begleitet und sie und ihre Crew mit frischer Wäsche versorgt. Für Madonna, Pink, die Rolling Stones und AC/DC hat er bereits gewaschen. Im Jahr 2008 erschien sein „Rockiges Waschbuch – groupies, stars and dirty socks“ über seine Erlebnisse mit den Stars, das gleichzeitig auch die Grundlagen des Waschens vermittelt. „Eine tolle Marketingstrategie“, urteilte die „RWin“-Jury. „Überzeugt hat die Jury, dass damit die Dienstleistung Textilpflege erstmals spannend und medienwirksam präsentiert wird“, so Laudator Klaus Jahn. Hans-Jürgen Topf, der für die Preisverleihung seine Tour mit AC/DC unterbrach, sagte: „Ich bin sehr angenehm überrascht, dass ich diesen Preis in Empfang nehmen darf. Er wird auch gleich im Fernsehen präsentiert. Ich habe einen Liveauftritt in SWR 1, in der Landesschau.“

Und auch heute noch ist Topf in den Medien präsent. Sein Geschäft läuft gut, die Umsätze stimmen, sowohl mit seiner Wäscherei Topf in Ludwigshafen als auch mit der Rock’n’Roll Laundry. Nach und nach möchte Topf aber Verantwortung abgeben, um „auch den Jüngeren eine Chance zu geben“. Sein Sohn hat sich entschlossen, die Nachfolge anzutreten. Den „RWin“ hat Hans-Jürgen Topf immer noch in sehr guter Erinnerung: „Es war einfach eine schöne Anerkennung und hat mir auch persönlich für mein Standing in der Branche geholfen.“ Der Award steht nach wie vor auf dem Tresen in der Wäscherei.

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