Christeyns Energieneutrales Waschen

Prozessintegration: Die Systeme von Christeyns helfen Wäschereien, Kosten zu reduzieren, die Qualität zu verbessern und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Abbildung: Christeyns

Energieneutrales Waschen

Sanftes und nachhaltiges Waschen ist eine der zentralen Säulen der Philosophie von Christeyns. Das Unternehmen bringt intelligente und ausgewogene Systeme auf den Markt, um die Kosten der Kunden zu reduzieren, die Qualität zu verbessern und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Das Ziel dabei ist vollständig energieneutrales Waschen.

Mit den derzeit existierenden Wärmetauschertechnologien kann Christeyns nach eigenen Angaben heißes Wasser bis etwa 60 °C energieneutral erzeugen. Für den restlichen Wärmebedarf zur Erzeugung von heißem Wasser bis 94 °C werden bislang hocheffiziente Heißwassergeneratoren eingesetzt. Mit der Neuentwicklung von Christeyns namens HEAT-X Solar kann nach Unternehmensangaben nun auch dieser Wärmebedarf energieneutral gedeckt werden. Das Konzept basiert auf einer hocheffizienten Vakuumröhrenkollektortechnologie, welche die Energie der Sonne auf das Prozesswasser überträgt. Diese Technologie ist für die Prozessbedingungen in einer Wäscherei die derzeit kosteneffizienteste Solartechnologie, verspricht Christeyns. Sie biete eine hohe Flexibilität über einen weiten Temperaturbereich und besitze einen Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent.

Das erhitzte Wasser wird zusammen mit den anderen erwärmten Prozesswässern in einem Heißwassertank gespeichert. Die unterschiedlich warmen Prozesswässer lagern in verschiedenen Schichten im Speichertank und können je nach Bedarf abgerufen und miteinander gemischt werden, um die gewünschte Prozesstemperatur zu erreichen (siehe Schaubild Prozessintegration).

In Hollands „grüner Wäscherei“ Lavans BV in Helmond wurde erstmals das HEAT-X-Solar-System installiert. Lavans ist ein Familienbetrieb und bearbeitet täglich rund 20 t Wäsche. Die Wäscherei arbeitet dampflos und der Energieverbrauch konnte um mehr als 70 Prozent auf 0,7 kWh pro Kilogramm Wäsche reduziert werden. Ein wichtiger Baustein des Konzepts ist die Solartechnologie. Ein großes HEAT-X-Solarfeld mit einer effektiven Absorptionsoberfläche von 300 m2 wurde auf dem Dach der Wäscherei installiert. Die Durchschnittsleistung beträgt 100 bis 130 kWh und deckt derzeit etwa 40 Prozent des Heißwasserbedarfs der Wäscherei, so Christeyns. Ein ausführlicher Bericht zu Lavans ist in der Januarausgabe von RWTextilservice erschienen.