Materialforschung der Hohensteiner Institute Flammhemmende Textilien

Die Tests fanden unter realitätsnahen Bedingungen statt.Foto: Hohensteiner Institute - © Hohensteiner Institute

Flammhemmende Textilien

Die Herstellung und Pflege flammhemmender Textilien fordert ein hohes Maß an Sorgfalt und technischem Können. Als Problem erweist sich dabei oft die Anfälligkeit und begrenzte Haltbarkeit der textilen Schutzfunktion. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens suchten Wissenschaftler der Hohensteiner Institute in Bönnigheim nach Möglichkeiten, die Schutzwirkung flammhemmender Textilien über möglichst viele Trage- und Pflegezyklen hinweg zu erhalten.

Im Hinblick auf eine optimale ökologische und ökonomische Gestaltung der Produkte wurden sowohl die Gestaltung und Konstruktion des textilen Materials als auch die Prozesse innerhalb der gewerblichen Wäscherei einbezogen. Beispielhaft wurden flammhemmend ausgerüstete Baumwollmaterialien, Textilien aus Aramiden und Materialen aus flammhemmenden Polyesterfasern untersucht.

Die flammhemmende Wirkung blieb bei einer Reihe von Produkten über 50 Aufbereitungszyklen hinweg erhalten. Als entscheidend für die Beständigkeit der Schutzwirkung erwies sich nicht nur die Art des verwendeten Grundmaterials, sondern deren individuelle Qualität – ein Aspekt der den Herstellern hochwertiger flammhemmender Textilien ein zusätzliches Vermarktungsargument eröffnet.

Um eine optimale Haltbarkeit der flammhemmenden Wirkung zu erreichen, müssen auch die Aufbereitungsprozesse den individuellen Besonderheiten des Materials gerecht werden und fordern entsprechend die Sachkenntnis der gewerblichen Wäschereien. In diesem Fachbereich ergaben die Untersuchungen der Hohensteiner Institute, dass die nachträgliche Hydrophobierung von Textilien unter praxisüblichen Bedingungen ebenso wie unter gezielt fehlerhaften Bedingungen keinen negativen Einfluss auf den Erhalt der
sicherheitsrelevanten Flammschutzfunktion hat. Die Art des verwendeten Hydrophobierungsmittels spielte dabei keine Rolle.

Lediglich der Grad der Hydrophobierung wird durch die Prozessparameter bestimmt. Da sie ihren Auftraggebern gegenüber für den Erhalt der flammhemmenden Wirkung garantieren müssen, sind auch diese Erkenntnisse für die textilen Dienstleister von großer Bedeutung.

Infos: www.hohenstein.de oder
Tel. 07143/271-723