Ein einziges T-Shirt belastet die Umwelt mit bis zu 1 kg Chemikalien, darunter auch gefährliche Stoffe. "Viel zu viele und völlig überflüssig", meint Umweltaktivistin Kirstin Brodde. Die Dokumentation "Gefahr aus dem Kleiderschrank" am 16. September im ZDF begleitet sie bei ihren Recherchen und zeigt, wieviel und welche Chemie bei der Herstellung eines Bekleidungsstücks verwendet wird.
"Gefahr aus dem Kleiderschrank"
Bis ein konventionell hergestelltes Bekleidungsstück hier zu kaufen ist, hat es in der Regel schon einiges hinter sich: Es fängt an mit der Baumwollpflanze, die mit Kunstdünger und vielen Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt wird, geht weiter bei den Farben und Chemikalien, die verwendet werden, damit Hemd, Bluse oder Shirt attraktiv und modisch aktuell aussehen. Öle, Tenside, Natronlaugen, Bleichmittel, Pigmente, Wasch- und Imprägniermittel - vieles kommt zum Einsatz in den Textilfabriken in China, Indien oder Bangladesch, wie der Film von Manfred Kessler zeigt.
Chemie gelangt über Waschprozess in Nahrungskette
Mit der Kleidung, die wir zu einem großen Teil aus Asien importieren, gelangen diese chemischen Stoffe zu uns, dann mittels Waschmaschine in unsere Flüsse und letztendlich in unsere Nahrungskette.
Die "planet e."-Dokumentation "Gefahr aus dem Kleiderschrank" will diese Zusammenhänge aufzeigen und begleitet die Greenpeace-Aktivistin Kirsten Brodde bei ihren Recherchen. Sie beschäftigt sich schon viele Jahre mit dieser "dreckigen" Mode.
Kirsten Broddes Credo: Auch wir Verbraucher können mit Kleidung verantwortungsvoller umgehen, weniger Kleidung kaufen oder direkt zu ökologisch hergestellter Kleidung wechseln.
"planet e.: Gefahr aus dem Kleiderschrank", ZDF, Sonntag, 16. September 2012, 13:25 bis 13:55 Uhr .