handwerk magazin Gehaltsreport 2011

Wer qualifizierte Fachkräfte finden und halten will, muss gute Löhne zahlen. Wie der Gehaltsreport in der aktuellen Ausgabe von handwerk magazin zeigt, gelingt dies im Handwerk bislang aber nur wenigen Betrieben. Schuld daran sind nicht nur die Chefs, sondern vor allem die geringen Margen. Doch auch die Unternehmer selber verdienen nicht so üppig wie die Firmeninhaber in anderen Branchen.

Gehaltsreport 2011

Die höchsten Chefgehälter werden im Druckerei-, Nahrungs- und Elektrohandwerk gezahlt. Sie liegen im Schnitt bei GmbHs im sechsstelligen Bereich. Bauunternehmer indes setzen sich ein Unternehmergehalt von rund 70.000 Euro.


Bei den erfahrenen Fachkräften verdienen vor allem im Handwerk angestellte Maschinenbauingenieure mit knapp 4.200 Euro am meisten. Zum Vergleich: Bauleiter bekommen gut 3.100 Euro, Augenoptikermeister knapp 2.900 Euro brutto im Schnitt je Monat.


Junge Handwerker erhalten deutlich weniger: Fachkräfte im Bäcker- und Friseurhandwerk verdienen nur 1.500 bis 1.600 Euro jeden Monat. Besonders am Bau gilt nach wie vor: Wer das preiswerteste Angebot vorlegt, erhält den Zuschlag. Kein Wunder, dass dann für die Mitarbeiter gerade mal der Mindestlohn von 10,90 Euro übrig bleibt. Doch auch wer seinen Betrieb auf das lukrativere Geschäft mit Privatkunden umstellt, kann im Vergleich mit der Industrie bei den Löhnen kaum mithalten.


Wie Umfragen belegen, ist das Gehalt auch für die meisten Mitarbeiter im Handwerk nicht der wichtigste Faktor. Das gilt zumindest so lange, wie die qualifizierte handwerkliche Fachkraft die eigene Familie gut versorgen kann. Dann punkten Handwerksbetriebe mit anderen Werten wie Eigenverantwortung, Anerkennung, Weiterbildung und einem guten Betriebsklima.

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