Spatenstich in Augsburg: Greif Mietwäsche investiert 40 Millionen Euro in den Bau einer Großwäscherei mit einer geplanten Kapazität von bis zu 200 Tonnen pro Tag.

Am 11. März 2026 fiel in Augsburg der offizielle Startschuss für eines der derzeit größten Bauprojekte. Auf einer Gesamtfläche von 19.000 Quadratmetern entsteht eine neue Wäscherei, die laut eigenen Angaben von Greif Mietwäsche eine der modernsten und nachhaltigsten Anlagen für Hotelwäsche weltweit werden soll. Rund 40 Millionen Euro fließen in das Vorhaben. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Beim Spatenstich waren neben der Geschäftsleitung auch Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, die zweite Bürgermeisterin Martina Wild sowie Dr. Wolfgang Hübschle vom Referat für Wirtschaft und Infrastruktur zugegen.
200 Tonnen pro Tag: Neue Kapazitäten für den süddeutschen Markt
In der Endausbaustufe soll der neue Standort rund 200 Tonnen Wäsche pro Tag verarbeiten können. Greif bezeichnet diese Kapazität als deutschlandweit einzigartig. Das Unternehmen will damit gezielt neue Kunden aus Hotellerie und Gastronomie im süddeutschen Raum gewinnen und seine Marktposition in diesem Segment weiter stärken.
Die geschäftsführenden Brüder Markus und Martin Greif sehen die Investition trotz des schwierigen geopolitischen Umfelds als notwendig, um handlungsfähig zu bleiben. „Wir können nicht warten, bis es keine weltpolitischen Krisen mehr gibt, die solche Investitionen ausbremsen. Einfach nur abzuwarten, bedeutet Stillstand.“ Man wolle die Marktführerschaft im Bereich Hotellerie und Gastronomie weiter ausbauen, so die beiden Geschäftsführer.
Flexibles Energiekonzept und Niederdruck
Technologisch setzt der Neubau laut Greif auf mehrere Ansätze, um Ressourcen zu schonen. Der gesamte Betrieb werde auf Niederdruck ausgelegt, was sowohl die Textilien schonen als auch den Energiebedarf senken soll. Das Energiekonzept sei so konzipiert, dass es auf verschiedene zukünftige Energieträger umgestellt werden könne – das Unternehmen will sich damit bewusst nicht an eine bestimmte Energiequelle binden. Eine großflächige Photovoltaikanlage soll einen Teil der benötigten Prozessenergie direkt vor Ort erzeugen. Ergänzend dazu plant GREIF ein Logistikkonzept, das laut eigenen Angaben auf maximale Produktivität abzielt.
Fertigstellung Ende 2027 – neue Arbeitsplätze geplant
Die Inbetriebnahme der neuen Wäscherei ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Neben moderneren Arbeitsbedingungen für die bestehende Belegschaft sollen auch zusätzliche Arbeitsplätze in der Region entstehen. Die Geschäftsführer betonen ihre Verbundenheit mit dem Standort: „Wir sind in Augsburg geboren und groß geworden und fühlen eine besondere Verbundenheit zur Stadt. Daher ist uns die Stärkung des Standorts Augsburg und der Region besonders wichtig", so Markus und Martin Greif.


