Mit einer innovativen Wasseraufbereitungsanlage am Standort Mörlenbach stärkt Elis seine Klimastrategie und setzt ein Zeichen für nachhaltige Textildienstleistung. Wie die Hydroanlage funktioniert.
Die im Juni 2025 in Betrieb genommene Hydroanlage ermöglicht die Wiederverwendung von bis zu 80 Prozent des gebrauchten Waschwassers. Elis bezeichnet die Anlage als technologischen wie ökologischen Meilenstein im industriellen Wäschereibetrieb.
So funktioniert die neue Anlage: Sie basiert auf einem dreistufigen Verfahren. Nach der biologischen Vorbehandlung durch Mikroorganismen folgt eine Membranfiltration, die feinste Partikel zurückhält. In einem weiteren Schritt wird das Wasser per Umkehrosmose gereinigt und mit Mineralien für die Wiederverwendung im Waschprozess angereichert.
Wasserbezogenen Fußabdruck reduzieren
„Unsere Hydroanlage ist ein gutes Beispiel dafür, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Vernunft zusammengehen,“ sagt Thomas Bender-Hoffmann, Niederlassungsleiter von Elis Mörlenbach.
Die Anlage unterstützt das Ziel der Elis-Gruppe, den wasserbezogenen Fußabdruck bis 2025 um 50 Prozent pro Kilogramm gewaschener Wäsche zu reduzieren (im Vergleich zu 2010, validiert durch die Science Based Targets Initiative). Gleichzeitig reagiert sie auf eine zunehmende Wasserknappheit in der Region, die durch umfangreiche Straßen- und Tunnelbauarbeiten der Gemeinde weiter verschärft wird.
Lokalpolitiker zeigen sich beeindruckt von Hydroanlage
Die Niederlassung Mörlenbach verarbeitet wöchentlich bis zu 150 Tonnen Flachwäsche für Kunden aus der Hotellerie und Gastronomie. Sie ist Teil des Elis-Netzwerks in Deutschland und Österreich mit derzeit 46 Standorten.
Im Rahmen einer Sommerreise verschaffte sich auch Landrat Christian Engelhardt gemeinsam mit Bürgermeister Erik Kadesch und Dr. Matthias Zürker von der Wirtschaftsförderung vor Ort ein Bild von der neuen Anlage. Die Delegation zeigte sich beeindruckt von der Verbindung aus regionalem Verantwortungsbewusstsein und innovativer Anlagentechnik.
