Tunnelwascher von Jensen Hygiene beginnt bei Ankunft der Wäsche

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) "betrifft Hygiene Bedingungen und Praktiken, die dabei helfen, die Gesundheit zu erhalten und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern". Zusammenfassend ist Hygiene ein Konzept, das Reinlichkeit, Gesundheit und Medizin betrifft – und das eine wichtige Rolle in der Wäschereibranche spielt. Und für dieses Konzept sorgt auch die entsprechende Maschinentechnik.

Der JENSEN-Tunnelwascher "UniQ" mit patentiertem Waschverfahren.
Der JENSEN-Tunnelwascher "UniQ" mit patentiertem Waschverfahren. - © JENSEN

Während des Waschprozesses wird die Verunreinigung der Wäsche mit Mikroorganismen durch Temperatur und Waschmittel reduziert. Schmutz und Mikroben aus dem Gewebe werden getrennt und in der Waschlauge in der Schwebe gehalten. Im Spülvorgang werden sie dann "weggespült".

Neben der physikalischen Entfernung können die Mikroorganismen durch thermische Inaktivierung abgetötet werden. Je höher die Temperatur ist, desto besser wird dieser Vorgang unterstützt. Die chemische Inaktivierung von Mikroben durch Tenside und Bleichstoffe auf Basis von Aktivsauerstoff, die in Waschmitteln eingesetzt werden, unterstützt die hygienische Wirksamkeit.

Besonders in Kliniken und Pflegeheimen muss die Wäsche absolut sauber und keimfrei sein. Ein amtliches Zertifikat ist hierfür ein hinlänglicher Beweis.

Tunnelwascher von JENSEN

Waschstraßen aus dem Hause JENSEN beispielsweise sind generell für die unterschiedlichsten Verfahren und Prozesse ausgelegt, vom klassischen Hochtemperaturverfahren über Niedertemperaturverfahren bis hin zu Nassreinigungsverfahren.

Dank modernster Technologie und präziser Sensorik lassen sich Waschparameter dabei genau auf die jeweilige Wäscheart einstellen. So kann stark verschmutzte Wäsche mit hoher Waschmechanik und einem einzigartigen Schwenkwinkel von 285° mit hoher Trommelgeschwindigkeit bearbeitet werden. Sehr empfindliche Ware ist dahingegen bei einem reduzierten Schwenkwinkel, geringerer Trommelgeschwindigkeit und automatisch eingestellten höheren Badständen sowie präzise einstellbaren Temperaturen sehr gut aufgehoben.

Zertifiziert nach der EU-Medizinprodukterichtlinie

So erfüllt der "UniQ MediLine Tunnelwascher" höchste klinische und hygienische Anforderungen ohne Rückgewinnungstank und ist nach dem deutschen Medizinproduktegesetz (MPG) und der europäischen Medizinprodukterichtlinie (MDD) zertifiziert.

Als Folge der derzeitigen Verbreitung gefährlicher Keime, Bakterien und Viren werden sich die hygienischen Anforderungen und gesetzlichen Auflagen in den meisten Lebensbereichen weiter verschärfen, insbesondere im Bereich der Krankenhausversorgung. Die Tunnelwascher-Linie ist eine systematische Weiterentwicklung des patentierten SL-Prinzips, bei dem weder der Tunnelwascher noch die Entwässerungspresse einen Rückgewinnungstank besitzen.

Durch den Wegfall von Rückgewinnungstanks und die Verwendung von nur ein oder zwei zentralen Rohrleitungen wird die Ansammlung von Schmutz und Bakterien vermieden. Alle Rohrleitungen sind zudem aus rostfreiem Stahl hergestellt und verhindern dadurch Korrosion und Kontamination. Der Wartungsaufwand ist wesentlich geringer, da die regelmäßige und häufig schwierige Reinigung der Tanks entfällt. All dies führt zu einem erheblich schnelleren Waschvorgang.

JENSEN: "UniQ MediLine"

Die "UniQ MediLine" besitzt besondere technologische Merkmale, die sie speziell für die Behandlung von Krankenhaustextilien im Sinne des Medizinproduktegesetzes nach Herstellerangaben einzigartig machen. Nach diesem Gesetz gelten für wiederverwendbare
chirurgische Materialien, die in einem Tunnelwascher bearbeitet werden, die gleichen Vorschriften, wie für die Aufbereitung chirurgischer Instrumente. Das MPG fällt unter die für ganz Europa gültige Medizinprodukterichtlinie.

Das patentierte SL-Waschprinzip

Da die Tunnelwascher nach dem patentierten SL-Prinzip arbeiten, verfügen auch sie über das bekannte Badwechselverfahren mit stehendem Bad in der Vorwasch- und Klarwaschzone. Dies ist die Voraussetzung für eine hohe Flexibilität bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten.

Dank der gezielten kammergenauen Rückgewinnung der Waschflotten in der Vorwasch- und der Klarwaschzone ist ihre Wasserrückgewinnungsrate höher als bei anderen Tunnelwaschern mit Speicherbehältern. Die direkte Wasserrückgewinnung reduziert Wärmeverluste reduziert, die normalerweise bei der Nutzung von Puffertanks entstehen.

Sämtliche Wasserströme und -mengen werden durch induktive Wasserzähler genauestens erfasst und gesteuert. Die wirkungsvolle Waschmechanik wird durch verschiedene Parameter sichergestellt, die für jedes Waschprogramm frei wählbar sind – beispielsweise Badstand, Trommeldrehgeschwindigkeit und Schwenkwinkel – in Kombination mit der exzentrisch ausgeführten waschbrettartig geformten Archimedischen Wendel und hohen Mitnehmerrippen.

JENSEN-"Medi Line" desinfiziert thermisch

Die "MediLine" sorgt für eine thermische Desinfektion der gesamten Maschine mit der Möglichkeit, das System vor längeren Stillstandzeiten vollständig zu entleeren. Mit besonderen Programmroutinen werden die Vorwasch- und Klarwaschzonen sowie die Spülzone und die Nachbehandlungskammer per Knopfdruck nach dem Beladen des letzten Postens thermisch desinfiziert, so dass die gesamte Maschine anschließend vollständig entleert werden kann. Außerdem wird nicht nur die jeweils benötigte Wassermenge für die Vorwäsche aus zurückgewonnener Spülflotte mit induktiver Messtechnik präzise dosiert, sondern durch ein spezielles Transpondersystem auch die programmierte Temperatur überwacht.

Keime natürlich, ökologisch und effizient beseitigen

Das neue patentierte UVClean-System für JENSEN Takt-Waschanlagen verhindert automatisch und ohne Einsatz von Chemikalien das Wachstum von Bakterien in Doppeltrommelbereichen. Dies sei die natürlichste, ökologischste und effizienteste Weise, Keime und Bakterien zu entfernen. Außerdem können Bakterien – im Gegensatz zu chemischen Methoden – gegen UV-Strahlung nicht resistent werden.

UVClean: Die UV-Lampen werden auf der äußeren Trommel montiert.
"UVClean": Die UV-Lampen befinden sich auf der äußeren Trommel. - © JENSEN

Ultraviolette C-Strahlen sind ein natürlicher Ansatz bei aktuellen Methoden zur Behandlung von lokalen Biofilmen. Diese Methode findet auch in der pharmazeutischen Industrie Anwendung, wenn eine Behandlung gegen multiresistente Mikroorganismen erfolgen soll, etwa wenn Antibiotika versagen. Mikroorganismen wie Keime, Bakterien, Viren oder andere Erreger werden abgetötet bzw. ihr Wachstum wird verhindert. Verglichen mit anderen Desinfektionsmethoden habe das den Vorteil, dass keine Chemikalien zum Einsatz kommen und dass es keine Probleme hinsichtlich deren Umweltverträglichkeit und Entsorgung gebe.

"UVClean": JENSEN-Tunnelwascher nachrüsten

"UVClean" können Unternehmer leicht nachrüsten. Dazu bringt ein Techniker zwei UV-C-Lampen in einem Gehäuse auf der äußeren Trommel an. Sie bestrahlen die inneren Oberflächen zwischen der inneren und der äußeren Trommel. Durch Reflexion erreicht das UV-Licht die inneren Oberflächen und befreit so vor Mikroorganismen.

Die "UniQ MediLine" ist, so ein Firmensprecher aus dem Hause JENSEN, der erste und einzige Tunnelwascher, der nach Klasse 2a des Medizinproduktegesetzes zertifiziert ist. Die Zertifizierung erfolgte durch eines der führenden Prüflabore für Hygiene, das für Hygienezertifizierungen von Tunnelwaschern zugelassen ist. Somit können sich Wäschereien auf makellose, hygienische Wäsche verlassen, was heute wichtiger denn je ist. Gleichzeitig können sie Energie, Wasser, Zeit und Geld sparen.