wfk-Forschungsinstitut Hygienische Textilien schonend aufbereiten

Die Aufbereitung von hygienisch reiner Berufsbekleidung belastet durch die üblichen Desinfektionsverfahren oft die eingesetzten Materialien. Darunter leidet die Wirtschaftlichkeit der Aufbereitung von hygienisch reinen Textilien. Das wfk-Forschungsinstitut hat nun untersucht, ob sich Berufsbekleidung durch eine Verlagerung der Desinfektionsstufe in den Finishprozess schonender reinigen lässt.

Lässt sich Berufsbekleidung durch eine Verlagerung der Desinfektionsstufe in den Finishprozess haltbarer zu machen und damit auch die Wirtschaftlichkeit zu verbessern? Diese Fragen stellte sich das wfk-Forschungsinstitut für Reinigungstechnologie.

Das sagen die Forscher des wfk

Nach Meinung der Forscher bieten Finishprozesse durch ihre hohen Temperaturen und den gezielten Dampfeintrag gute Voraussetzungen für eine ausreichende Keimreduktion. Daher formulierten sie im Rahmen des AiF-Forschungsvorhabens 14673 N das Ziel, ein desinfektionssicheres und schonendes Finishverfahren zu entwickeln.

Untersuchungen unter Labor- und Praxisbedingungen hätten gezeigt, dass Textilien für den Lebensmittelbereich durch die Desinfektion in Finishprozessen eine ausreichende Keimreduktion erreichen. Je nach Synthesefaseranteil, Flächengewicht und Konfektionierung seien durch Waschbehandlungen mit Alleinwaschmitteln ohne desinfizierende Zusätze und einen anschließenden optimierten Finishprozess Keimreduktionen von über 7 log10-Stufen erreicht worden.

Während des Reinigungsprozesses setzen die Experten eine Satteldampfbehandlungsdauer ab vier Minuten, einen Sprühdampfdruck von 4 bar und eine Heißluftbehandlungsdauer von vier Minuten bei einer Temperatur von 160 °C ein. Mit schonendem Finishen erzielten die Wissenschaftler eine Keimreduktion von über 5 log10-Stufen. Dabei kamen eine Satteldampfbehandlungsdauer ab zwei Minuten, ein Sprühdampfdruck von 1,5 bar und eine Heißluftbehandlung von zwei Minuten bei 130 °C zum Einsatz.