phoenix zeigt am Donnerstag, 23. August 2012, um 15:45 Uhr einen Film über Kamelhaar. Kamelhaarmäntel sind ein Statussymbol und eine Anschaffung fürs Leben. Das Haar der Kamele gilt als edel, wärmend, strapazierfähig und wasserabweisend.
Kamelhaar - Luxus aus der Wüste Gobi
Der Film von Thomas Greh beginnt mit der Herkunft von Kamelwolle: Das Edelhaar stammt vom zweihöckrigen Trampeltier. Diese Kamelart gehört mittlerweile fast zu den bedrohten Arten, die größten Herden leben heute in der Mongolei.
Die Nomaden der Wüste Gobi liefern das hochwertigste Kamelhaar. Einmal im Jahr, von Mitte April bis Mitte Mai, werden die Kamele geschoren. Die Schur ergibt pro Tier nur etwa fünf Kilogramm Rohwolle. Die wilderen Kamele werden im Liegen geschoren. Mit Lassos fangen die Männer die Tiere ein, fesseln sie an den Beinen und werfen sie auf den Wüstenboden. Mit ihren Scheren brauchen sie etwa eine halbe Stunde, um zuerst die Langhaare vom Hals und von den Beinen abzuschneiden und später die feineren Kurzhaare vom restlichen Körper.
Handarbeit und modernste Maschinen
In Italien, nördlich von Mailand, wird aus der Rohwolle der wohl feinste Kamelhaarstoff der Welt produziert. Eine wichtige Voraussetzung für die Kamelhaarverarbeitung ist hartes Wasser, das in dieser Region reichlich vorhanden ist. Die Frauen in der Näherei der Firma "Max Mara" in Reggio Emilia arbeiten an der neuesten Herbst- und Winterkollektion. Bei der Produktion der Kamelhaarmäntel treffen Handarbeit und modernste Maschinen aufeinander.
"Kamelhaar - Luxus aus der Wüste Gobi", phoenix, Donnerstag, 23. August 2012, 15:45 Uhr.