Finanzierung Kaufen, mieten oder leasen? Was sich für Wäschereien wirklich lohnt

Die Investition in moderne Wäschereitechnik stellt viele Betriebe vor wirtschaftliche ­Herausforderungen. Die ­Frage, ob gekauft, gemietet oder geleast werden soll, stellt sich dabei nicht nur einmal, sondern ­regelmäßig. Was die drei Finanzierungsformen unterscheidet und weshalb Leasing immer häufiger auch bei ­gebrauchten Maschinen eingesetzt wird, erklärt Marcus Wissgott, Außendienst für textile Dienstleister bei der IFL ­Industrie-Leasing GmbH.

Fließband mit gefalteter weißer Wäsche in industrieller Wäscherei, Mitarbeiter in blauen Kitteln im Hintergrund.
Immer mehr Betriebe leasen Maschinen – auch gebrauchte. Welche Vorteile das haben kann. - © Milos – stock.adobe.com (generiert mit KI)
Der Investitionsdruck steigt – und mit ihm der Bedarf an flexiblen Lösungen. Das gilt auch in der professionellen Textilpflege. Herr Wissgott, Sie bezeichnen Leasing als kluge Alternative zwischen Kauf und Miete …

Marcus Wissgott: Das stimmt. Waschstraßen, Faltmaschinen, Trockner oder Mangeln: Wer im Wettbewerb mithalten will, braucht zuverlässige Technik.

Doch moderne Maschinen kosten viel – oft mehrere hunderttausend Euro pro Stück. Gleichzeitig steigen Energiekosten, Löhne und Instandhaltungskosten.

Statt Kapital zu binden, entscheiden sich daher immer mehr Betriebe für Leasingmodelle, die Investitionssicherheit bieten, ohne die Liquidität zu belasten.

An dieser Stelle kommt Leasing ins Spiel: Man nutzt Technik, ohne Kapital zu ­binden. Doch wie genau funktioniert das für Textilreinigungen und Wäschereien?

Das Grundprinzip von Leasing ist einfach: Die Wäschereimaschine wird über einen festgelegten Zeitraum gegen eine monatliche Rate genutzt, bleibt aber im Eigentum der Leasinggesellschaft.

Für den Betrieb bedeutet das: Er kann die Maschine nutzen, ohne Eigenkapital einsetzen zu müssen – und oft hat man die Möglichkeit, nach Ablauf der Laufzeit ein Upgrade zu erhalten. Leasing eignet sich ideal für die folgenden vier Fälle:

  1. Modernisierungen bei laufendem Betrieb
  2. Strategische Maschinenrotation (z. B. alle drei bis fünf Jahre)
  3. Finanzierung neuer und gebrauchter Wäschereitechnik oder
  4. Finanzierung von Mietwäsche-Services: Auch textile Versorgungssysteme wie Mietwäsche lassen sich effizient leasen. So bleibt der laufende Aufwand planbar und die Qualität konstant hoch.
Marcus Wissgott von der IFL Industrie-Leasing GmbH.
Marcus Wissgott von der IFL Industrie-Leasing GmbH. - © IFL Industrie-Leasing GmbH
Welche Vorteile bringt das konkret?

Leasing ist liquiditätsschonend, das heißt, es sind keine großen Einmalzahlungen notwendig. Außerdem ist es steuerlich attraktiv, da sich Leasing-
raten in der Regel als Betriebsausgabe absetzen lassen. Betriebe bleiben technisch flexibel: Sie können Maschinen regelmäßig durch neuere Modelle ersetzen. Zudem lassen sich die Kosten durch feste monatliche Raten kalkulieren, oft inklusive Wartung oder Versicherung.Und nicht zuletzt schont Leasing die Kreditlinien. Leasing erscheint in der Regel nicht in der Bilanz.

Um die Bilanz zu schonen, setzen viele ­Unternehmen auf Gebrauchtmaschinen. Aber sind diese auch leasingfähig?

Ja, auch hochwertige Gebrauchtmaschinen werden zunehmend über Leasing finanziert – das ist ein interessanter Trend in der Branche: Das senkt die Einstiegskosten erheblich und ermöglicht es, selbst für kleinere Projekte oder zusätzliche Kapazitäten einen professionellen Maschinenpark zu nutzen – ohne sich an veraltete Technik zu binden oder Kapitalverlust beim Wiederverkauf zu riskieren.

Spezialisierte Leasinggesellschaften, die sich mit Wäschereitechnik auskennen, bieten dafür maßgeschneiderte Verträge, auch mit kurzen Laufzeiten und Rücknahmeoptionen. Das macht Leasing auch bei gebrauchten Anlagen zu einer echten Alternative zum Kauf.

Apropos Kauf: Lohnt sich der Kauf von­ ­Maschinen denn überhaupt noch?

Natürlich bleibt der Kauf für manche Betriebe attraktiv – beispielsweise bei sehr langlebiger Technik oder besonders günstigen Konditionen. Doch der klassische Barkauf hat klare Schattenseiten: Er bindet Kapital, verschlechtert häufig die Liquidität und zwingt zur langfristigen Nutzung – selbst wenn die Maschine nach ein paar Jahren technisch überholt ist.

Zudem ist man bei Ausfällen oder Technologiewechseln auf sich allein- gestellt. Gerade in einem dynamischen Markt wie der Textilpflege kann das zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen ­führen.

Also ist das Mieten attraktiver?

Das Mieten von Maschinen ist meiner Meinung nach nur für kurze Zeiträume attraktiv. Es bietet zwar maximale Flexibilität, ist aber langfristig die teuerste Variante. Sie eignet sich vor allem für kurzfristige Zusatzbedarfe – beispielsweise bei Großaufträgen oder während Umbauphasen.

Der Nachteil für Betriebe beim Mieten ist: Es fehlt der Gestaltungsspielraum, da Mietverträge wenig Spielraum für individuelle Anpassungen lassen.

Inwiefern lässt Leasen an dieser Stelle mehr Spielraum?

Beim Leasing können Maschinen in der Regel je nach Kundenwunsch ausgewählt und an betriebliche Anforderungen angepasst werden. Im Vergleich dazu kann das Angebot beim Mieten auf vorhandene Mietobjekte, die teilweise gebraucht oder standardisiert sind, beschränkt sein. Leasingverträge haben feste Laufzeiten und Raten über zwei bis sechs Jahre. Oft besteht die Option zum Kauf oder zur Übernahme. Mieten lässt sich dagegen auch kurzfristig. Nach Vertragsende gibt man die Maschinen zurück. Wer aber langfristig investieren und modernisieren, dabei aber liquide bleiben will, profitiert vom Leasing.

Zusammengefasst: Kaufen ist sinnvoll, aber kapitalintensiv. Wer mietet ist flexibel, muss aber mitunter tief in die Tasche greifen. Es bleibt also Leasing als alter­natives Finanzierungsmodell. Warum?

Leasing ist weit mehr als eine alternative Zahlungsform: Es ist ein intelligentes Werkzeug zur Optimierung von Betriebskosten. Leasingraten lassen sich steuerlich absetzen und Investitionen bleiben liquide.

Ein weiterer Vorteil ist, dass technische Risiken minimiert werden und Unternehmen flexibel auf Marktveränderungen reagieren können. Das heißt, sie können ihren Betrieb ohne Kapital­bindung modernisieren.

Gerade in der Wäschereibranche, in der Maschinenleistung, Energieeffizienz und Wartungsfreundlichkeit über den Erfolg entscheiden, ist Leasing die optimale Lösung für nachhaltiges Wachstum. Wer mit einem kompetenten und erfahrenen Leasingpartner zusammenarbeitet, profitiert von maßgeschneiderten Lösungen – und einem Maschinenpark, der immer auf dem neuesten Stand bleibt.

Die drei wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  1. Was unterscheidet Kauf, Miete und Leasing? Kauf bindet Geld, Miete ist flexibel aber teuer, Leasing kombiniert Planungssicherheit mit erhaltener Liquidität und ermöglicht regelmäßige Technik-Updates.
  2. Welche Vorteile hat Leasing konkret? Leasingraten lassen sich als Betriebsausgabe absetzen, die Bilanz wird geschont, feste monatliche Raten ermöglichen Kalkulationssicherheit, und Kreditlinien bleiben erhalten.
  3. Warum lohnt sich Leasing auch bei Gebrauchtmaschinen? Gebrauchte Technik über Leasing senkt die Kosten deutlich und ermöglicht professionelle Ausstattung auch für kleinere Projekte – mit flexiblen Laufzeiten und Rückgabemöglichkeiten.

www.ifl-leasing.de