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Sachgemäße Pflege von Hygienebekleidung Kein Risiko eingehen

In Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten bzw. produzieren, stoßen Kontrolleure immer wieder auf ­Hygienemängel. Ein wesentlicher Punkt des Anstoßes: die Personalhygiene und damit auch die eingesetzte Hygienebekleidung. Warum es sinnvoll ist, auf einen externen Spezialisten zu setzen.

Ja, es gibt sie. Schwarze Schafe unter Herstellern und Verarbeitern von Lebensmitteln werden werbewirksam an den Pranger gestellt – wegen Salmonellen in der Wurst, Mäusedreck in der Brotproduktion oder Keimen in der H-Milch. Die Ursachen? Selten Absicht und Konzept, meist Nachlässigkeit oder fehlendes Know-how im Umgang mit den wichtigsten Regeln zur Hygiene im Betrieb. Daher untersuchen rund 2.500 Lebensmittelkontrolleure bundesweit die Unternehmen – von Abfallentsorgung über Schädlingsbekämpfung bis hin zur Zubereitung von Lebensmitteln.

In den vergangenen Jahren stellten die Kontrolleure bei jedem vierten aller untersuchten Betriebe Verstöße fest. Die größte Zahl der Beanstandungen betraf mit 52 Prozent wie auch schon in den Vorjahren die allgemeine Betriebshygiene, gefolgt von Mängeln im ­Hygienemanagement mit 25 Prozent. Und dazu gehört auch die Arbeitsbekleidung.

„Gerade die persönliche Hygiene der Mitarbeiter des Unternehmens ist sehr wichtig“, betont Anja Tittes, Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure (BVLK). So müssen Personen in Bereichen, in denen mit Lebensmitteln umgegangen wird, ein hohes Maß an persönlicher Sauberkeit ­einhalten. Dazu gehört auch das Tragen von geeigneter sowie sauberer Arbeitsbekleidung, gegebenenfalls auch Schutzbekleidung. „Dies ist wichtig, um eine nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln durch den Menschen zu verhindern“, sagt Tittes. Das Tragen von Hygienebekleidung gehöre zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen. „Die Schutzfunktion der Berufsbekleidung muss dem ­jeweiligen lebensmittelhygienischen Risiko und der Art der Tätigkeit entsprechen“, sagt die BVLK-­Vorsitende.

Zur Vorsorge Hygiene­bekleidung tragen

Doch gerade in diesem Bereich finden die Kontrolleure immer wieder Mängel. Laut der BVLK-Vorsitzenden werden z.B. die vorgeschriebene Hygienebekleidung und der Haarschutz nicht getragen. Oder die Lebensmittelkontrolleure finden Betriebe, in denen Berufsbekleidung zwar eingesetzt wird, diese aber nicht den Anforderungen in den hygienisch sensiblen Bereichen entspricht. Normgerecht ist laut Tittes z.B. Oberbekleidung, die bei mindestens 60 °C waschbar ist. Nicht zugelassen, aber häufig gesichtet: Kittel, die stark verschmutzt oder zerrissen sind.

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