RWin Award -

„RWin – Sonderpreis des Jahres 2018“: R&E Goebel GmbH Konsequent „grün“ bis ins kleinste Detail

Die R&E Goebel GmbH in Wien wurde Mitte November 2018 mit dem „RWin“ als Sonderpreis für ein „grünes“ Textilpflegekonzept unter dem Motto „Goebel thinks green“ ausgezeichnet. Juniorgeschäftsführer Stefan Posch überzeugte die Jury mit umweltschonenden Verfahren, modernen Technologien und nachhaltigem Marketing.

AUSGEZEICHNET. In großen Lettern steht es an der Eingangstür und auf den Lieferwagen. Die Wäscherei und Textilreinigung R&E Goebel in Wien ist sichtlich stolz auf den Branchenaward „RWin“, den das Unternehmen am 16. November 2018 bereits zum zweiten Mal erhielt. Zur feierlichen Preisverleihung im Textilpflegebetrieb kamen nicht nur Mitarbeiter, Familie, Freunde und Kollegen, sondern auch Geschäftspartner, Lieferanten, Presse- und Innungsvertreter sowie Lokalpolitiker. Unter anderem gratulierte der Bezirksvorsteher des elften Wiener Gemeindebezirks Simmering, Paul Johann Stadler, dem Juniorgeschäftsführer Stefan Posch: „Wir können stolz sein, solch einen ausgezeichneten Betrieb in unserem Bezirk zu haben – und das mit einem jungen Unternehmer, der viel umsetzt. Mach weiter so!“

Als Gratulanten kamen auch die Landesinnungsmeisterin Mode und Bekleidungstechnik der Landesinnung Wien, Patrizia Markus, sowie die Geschäftsführerin des Fachverbands Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie, Eva Maria Strasser. Strasser lobte, wie vorbildlich R&E Goebel Tradition mit Innovation verbinde. Bei der Jahrestagung des Fachverbands im Herbst 2018 in Bludenz wurde Stefan Posch deshalb ebenfalls geehrt. Er erhielt dort die Auszeichnung als „Unternehmen des Jahres“. Für R&E Goebel war es also bereits die zweite Auszeichnung in diesem Jahr.

Den „RWin 2018“ bekam der Textilpflegebetrieb als Sonderpreis für das Konzept „Goebel thinks green“. Es überzeugte die internationale Jury mit umweltschonenden Verfahren, modernen Technologien und nachhaltigem Marketing. Schon seit einigen Jahren investiert das österreichische Unternehmen erfolgreich in Nachhaltigkeit und Umweltschutz und schreibt sich eine „saubere Zukunft“ auf die Fahnen. Stefan Posch bewarb sich mit seinem „grünen“ Konzept für den „RWin 2018“ – und gewann. „Den Preis möchte ich zum ganz großen Teil meinen Mitarbeitern widmen – ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagte er bei der Preisverleihung. Er sei sehr stolz und dankte auch seiner Familie für die Unterstützung. Gemeinsam feierte die Familie Posch mit ihren 33 Mitarbeitern und zahlreichen Gästen bei Speis und Trank die Auszeichnung. Was dabei nicht fehlen durfte: Gin Tonic – garniert mit einer grünen Gurke.

Die Unternehmensfarbe von R&E Goebel ist ein frisches Limettengrün mit hohem Wiedererkennungsfaktor. Mit diesem „Grün“ als Corporate Identity (CI) spielt Stefan Posch, es ist allen Details zu finden; beispielsweise bei den Giveaways als Weihnachtsgeschenke für Kunden – vom „Goebel-grün“ gebrandeten Feuerzeug über Duftspender bis zum Kugelschreiber. Sogar das Erfrischungswasser in der Kundenlounge passt farblich – mit grünen Limetten und Minze aromatisiert.

Einladender Eingangsbereich

Der Eingangsbereich des Textilpflegebetriebs ist einladend gestaltet: Warmes, indirektes Licht, edle Designtapeten, eine große, moderne Theke, leise Musik im Hintergrund, es riecht angenehm – Wohlfühlatmosphäre in der Textilreinigung. Auf einem Bildschirm wird eine weitere „grüne“ Botschaft kommuniziert: Er zeigt live die Zahlen der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Betriebs. Die Kundenware hängt in Reih und Glied fertig zur Abholung, zumeist in Mehrwegkleidersäcken als ökologische Alternative zu Plastikverpackungen. Die Kleidersäcke in der Goebel-CI sind mit dem Spruch „Keep calm and be clean and green“ versehen. Sauber und grün – das ist das Kundenversprechen, das R&E Goebel gibt.

Was können wir tun, um die Umwelt zu schützen und weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten? Stefan Posch will mit seinem Unternehmenskonzept Antworten auf diese Frage finden. Der Umwelt und den anspruchsvollen Kunden zuliebe ist das Unternehmen, das 1901 gegründet wurde, technologisch „up to date“. Wasserrückgewinnungs- sowie Wärmeauffanganlagen wurden großflächig ausgebaut, um Ressourcen zu schonen. Das Kühlwasser der Textilreinigungsmaschinen wird in Tanks aufgefangen, enthärtet und in einen isolierten Weichwassertank gepumpt. Anschließend wird das aufbereitete Wasser durch die Wärmerückgewinnungsanlage, die durch die Abwärme der Trockner und Mangel gespeist wird, über ein Register in den Weichwassertank geleitet. Dadurch werden 1.000 l Wasser auf eine Temperatur von 30 °C erhitzt, das dann für das erste Waschbad der Waschmaschinen verwendet werden. Insgesamt können so rund 30 Prozent der Wasser- und Gaskosten eingespart werden.

Die neue Photovoltaikanlage, die im Oktober 2017 installiert wurde, hilft ebenfalls beim Energiesparen. Mehr als 81 Prozent der auf diese Weise erzeugten Energie nutzt R&E Goebel für den Eigenbedarf und hat damit den CO2-Ausstoß deutlich verringert. Außerdem mache er sich unabhängig von den Preisen der Stromanbieter, erläutert Posch. Eine weitere „grüne“ Maßnahme: Die Beleuchtung im Betrieb werde nach und nach auf LED umgerüstet. Und bald soll der Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt werden. Die nötige Schnellladestation ist schon vorhanden. Den Start in die E-Mobility hat Posch mit einem Renault Twizy gewagt; der kleine Flitzer sei für Stadtfahrten praktisch und mit auffälliger Beklebung vor allem eine Werbemaßnahme. Insgesamt hat R&E Goebel zehn Lieferfahrzeuge. Auch diese sind entsprechend der Corporate Identity beklebt in auffälligem Grün.

Private und gewerbliche Kundschaft

Bearbeitet wird in der Wiener Reinigung und Wäscherei vor allem Bekleidung von privaten und gewerblichen Kunden. Auch eine eigene Vorhangabteilung hat der Betrieb. Seit Sommer 2018 bietet Posch außerdem für einige Hotelkunden Mietwäsche an. Auch Theaterware und Spezialaufträge wie ein Designer-Teddybär oder textile Lampenschirme landen bei R&E Goebel. Die Einzelstückfärberei ist laut Posch nach wie vor sehr gefragt – hier hat der Betrieb ein Alleinstellungsmerkmal und bekommt Aufträge aus der ganzen Welt.

Die Reinigung erfolgt mit BÖWE-Maschinen, eine mit Per, eine mit KWL. Gewaschen wird kundenbezogen auf zehn Waschschleudermaschinen verschiedener Größe. Seit 2015 hat sich der Maschinenpark bei R&E Goebel verdoppelt. Als Technikpartner arbeitet das Unternehmen u.a. mit Jessernigg zusammen. Seit 2017 tut eine LACO-Typhoon mit 3,30 m Breite und Dreiviertelmulde ihren Dienst. Zwei Hemdenpuppen bearbeiten 400 bis 600 Hemden pro Tag. Ein neuer Kompressor mit temperaturgesteuerter Lüftung und eine optimierte, schnellere Wasserenthärtung sollen für reibungslose Prozesse sorgen. Neu ist auch eine Dosieranlage von Kreussler, die vollautomatisch arbeitet und mit einem PC verbunden ist. So wird die Dosierung dokumentiert und Posch kann nachvollziehen, wann welcher Kunde mit wie viel Waschmittel gewaschen wurde. Fehler bei der Dosierung kann er bei Reklamationen so ausschließen. Und dank des genau abgestimmten Chemieeinsatzes ist der Verbrauch gering.

Es wird eng im Betrieb, deshalb musste Posch bereits auf einen großen Container als Lagerraum ausweichen. In naher Zukunft ist eine räumliche Umstrukturierung geplant, um noch effizienter produzieren zu können. Und es soll bald eine zweite Mangel angeschafft werden. Gesundes Wachstum ist weiterhin das Ziel von Stefan Posch. Dabei hilft u.a. eine Kooperation: R&E Goebel ist Partner von Jonny Fresh. Die Onlinetextilreinigung bietet seinen Lieferservice u.a. in Wien (R+WTextilservice berichtete in Ausgabe 4/2018). Für die Jonny-Fresh-Aufträge hat R&E Goebel eine separate Abteilung eingerichtet, u.a. mit eigener Bügelstation. Posch sieht in dem Konzept viel Zukunftspotenzial. Aktuell nutzen v.a. Businesskunden in Wien den Dienst.

Die R&E Goebel GmbH hat auch in Sachen Marketing frische Ideen. Das Team setzt auf soziale Medien und ist u.a. mit 2.600 Abonnenten auf Facebook sowie 4.300 Follower auf Instagram stark vertreten. Social Media ist für Posch wichtig, u.a. um Beispiele für die Stückfärbungen zu zeigen, aber auch um über die Textilpflegedienstleistungen aufzuklären. Das tut Posch z.B. auch mit modernen Videos auf einem eigenen YouTube-Kanal.

Doch auch durch Werbung auf Plakaten, Bussen und U-Bahnen in Wien wird der Markenname R&E Goebel gefestigt – alles unter dem Motto „Goebel thinks green“. Die auffällig beklebten Firmenwagen sowie eine vor kurzem neu gestaltete Website runden das moderne Auftreten nach außen ab.

Bei Marketing und Öffentlichkeitsarbeit hilft auch der „RWin“. Plakate an der Straße vor dem Betrieb, Beschriftungen auf den Firmenautos, Social-Media-Posts und natürlich der Award und die Urkunde im Ladengeschäft – Posch bespielt alle Kanäle mit seiner Auszeichnung. So wissen die (potenziellen) Kunden sofort, dass es sich um einen ausgezeichneten Betrieb handelt. Und auch in Zukunft wollen Stefan Posch und sein Team Hervorragendes leisten. „Irgendwann machen wir das ,RWin‘-Triple voll“, ist der Juniorgeschäftsführer überzeugt.

www.putzereigoebel.at

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