Wetterschutzbekleidung Lässt niemandem im Regen stehen

Die Herstellung und Entwicklung von Textilien gehört seit 1897 zum Geschäft von rofa. Am Standort Schüttorf in Niedersachsen produziert das Familienunternehmen in einer vollstufigen Produktion qualitativ hochwertige PSA und Workwear, darunter auch Wetterschutzbekleidung.

Wetterschutzbekleidung muss wind- und wasserdicht sein, aber auch Tragekomfort bieten. Foto: rofa

Lässt niemandem im Regen stehen

Winddicht, wasserdicht und atmungsaktiv soll moderne Wetterschutzbekleidung sein. Seit rund 15 Jahren bietet rofa Wetterschutzbekleidung an, seit mehreren Jahren auch mit Gore-Tex-Membranen. Alle rofa-Wetterschutzprodukte erfüllen nach Unternehmensangaben in den beiden Prüfparametern Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität die höchste Klasse 3 der Norm EN 343 (Schutz gegen Regen).

Die Atmungsaktivität wird nach EN 343 über den Wasserdampfdurchgangswiderstand (Ret-Wert: Resistance-evaporation-transmission) bestimmt. Die Atmungsaktivität ist umso besser, je niedriger der Ret-Wert ist. Die Norm EN 343 verlangt für die höchste Klasse einen Ret-Wert von maximal 20 m² PaW. Jedoch wird dieser Wert laut Hohensteiner Tragekomforteinstufung für Bekleidung nur als befriedigend beurteilt:

Ret (m2 PaW) - Beurteilung nach Hohenstein:

-0 bis 6: Sehr gut.

-7 bis 12: Gut.

-13 bis 20: Befriedigend.

Strapazierfähiges Zwei-Lagen-Laminat

rofa setzt bei seiner Wetterschutzkollektion „Silkroad“ (siehe Kasten „Produkte“) ein mit Gore eigens entwickeltes, besonders strapazierfähiges Zwei-Lagen-Laminat ein. Die Atmungsaktivität des Laminats liegt dem Unternehmen zufolge bei einem Ret von 6,5 m² PaW und wird somit nach der Hohensteiner Komfortkategorisierung nahezu mit „sehr gut“ beurteilt. Das Laminat soll auch nach 25 industriellen Wäschen mit 60 °C gemäß EN 15797 bei einem Druck von 100 kPa (entspricht 1 bar) noch wasserdicht sein. Die EN 343 fordert hingegen nur 13 kPa für die höchste Klasse 3.

Hochwertige Wetterschutzbekleidung verlangt ein anspruchsvolles Design. Nässeschutzsperren, Wassersablaufrinnen und -löcher, wasserdichte Knöpfe und Abdeckungen von Taschenöffnungen sind wichtige Komponenten, die maßgeblich die Funktionalität der Bekleidung beeinflussen.

Auch die Verarbeitung muss stimmen. Eine wasserdichte Bekleidung wird nicht allein von einer wasserdichten Membran bestimmt, sondern auch von der Verschweißung der Nähte. Jede Naht muss unter Einhaltung der definierten Paramater wie Druck, Temperatur und Zeit fachmännisch mit einem auf die Membran abgestimmten Nahtband verschweißt werden. Qualitätsunterschiede in der Verarbeitung und somit mögliche Undichtigkeiten werden häufig erst nach der Wäsche durch Ablösen der Nahtbänder sichtbar.

Eingehend getestet

Damit die Bekleidung auch wirklich allen Anforderungen standhält, testet rofa sie eingehend. Vor Freigabe eines neuen Designs wird die Bekleidung mit Gore-Tex-Laminat einem Regenturmtest in Anlehnung an die EN 14360 unterzogen, wobei eine einstündige Beregnung auf einer bewegten Puppe erfolgt.

Zuvor wird die Bekleidung bis zu 20 Mal gewaschen, um die wasserabweisende Ausrüstung vollständig zu entfernen. Somit sollen auch etwaige konstruktive Mängel im Design erkannt werden können. Im Ergebnis dürfen keine Undichtigkeiten und keine Saugeffekte an Ärmel, Saum oder Kragen, die 5 cm überschreiten, auftreten. Die unter dem zu testenden Parka getragene Bekleidung darf keinerlei feuchte Stellen aufweisen. Vor Einführung eines neuen Produktes führt rofa nach eigenen Angaben umfangreiche Wasch- und Tragetests durch, um die Praxistauglichkeit zu prüfen. Die Ergebnisse der Tragetests in Auswertung mit den Kunden fließen in das neue Design ein. Bei rofa werden in laufender Produktion sowohl Laminat als auch verschweißte Nähte auf Wasserdichtigkeit geprüft.

rofa empfiehlt: Wetterschutzbekleidung sollte professionell und nach den Angaben im Pflegeetikett gewaschen werden. Waschtemperaturen sind produktabhängig bis 60 °C zulässig. Auch eine Aufbereitung durch Textilserviceunternehmen ist laut Hersteller nach Tests in deren eigenen Prozessen möglich.

www.rofa.de