Leistungsgrenzen überwinden
In der Textilreinigung können sich Leistungsgrenzen unterschiedlich bemerkbar machen. Wenn zum Beispiel nach einem Schadensereignis wie einer Überschwemmung oder einem Feuer eine große Anzahl wertvoller Textilien so intensiv verunreinigt sind, dass sie nicht mehr gebrauchsgerecht aufbereitet werden können, ist solch eine Grenze erreicht. Aber auch die maschinentechnische Ausstattung eines Betriebes kann Grenzen setzen.
Wie der Systemanbieter Kreussler erklärt, können Leistungsgrenzen im ersten Fall überwunden werden, indem mit Hilfe eines Spezialprodukts die Reinigungswirkung so weit erhöht wird, dass auch extrem belastete Textilien wiederhergestellt werden können. Im zweiten Fall gehe es darum, die Leistung von systembedingt weniger aktiver Reinigungstechnik mit einem Reinigungsverstärker so weit zu verbessern, dass am Ende eine geeignete Qualität erreicht wird. Als Problemlöser bietet Kreussler nun zwei neue Produkte an.
„Clip Presorb“ ist, wie der Anbieter erklärt, ein Reinigungsaktivator, der aus einer Tensidkombination aufgebaut ist, die auf Partikelentfernung und Solubilisierung polarer Verunreinigungen in Per oder KWL optimiert ist. Darüber hinaus sind Absorber enthalten, die Gerüche verursachende Substanzen absorbieren sollen, unabhängig davon, ob es sich um Feuerrauch, Fäulnis, Urin, Kot, Erbrochenes, Fischbestandteile oder Küchen- und Tabakgeruch handelt.
„Das Besondere an ,Clip Presorb‘ ist, dass es das Leistungsvermögen der Chemischreinigung auf ein Niveau ausdehnt, das sonst nur mit Waschverfahren möglich wäre“, verspricht Kreussler. Auf diese Weise sollen auch empfindliche, nicht waschbare Textilien wie Anzüge, Kostüme, Uniformen, Berufsbekleidung, robuste Dekostoffe oder Decken in Per oder KWL wieder aufbereitet werden können.
Aber nicht nur zur Sanierung von Brandschäden und Katastrophenfolgen ist der Reinigungsaktivator interessant, sondern auch für die Reinigung von Bewohnerbekleidung aus Pflegeeinrichtungen und allgemein zur Leistungssteigerung in der klassischen Textilreinigung. Durch die verbesserte Reinigungsleistung soll der Detachuranteil merklich gesenkt werden. Immer dann, wenn Textilien mit höherer Schmutzfracht zu behandeln sind, zeige das Produkt Vorteile.
Um das Leistungsvermögen von „Clip Presorb“ auszunutzen, wird es nach den Empfehlungen des Anbieters im Zwei-Bad-Verfahren mit kontinuierlicher Destillation eingesetzt. Dabei wird es mit 1,5 bis 3,0 ml je Liter Lösungsmittel zum ersten Bad dosiert, das drei bis vier Minuten bei niedrigem Flottenstand läuft und danach zur Destillation gegeben wird. Zum zweiten Bad mit hohem Flottenstand wird dann ein klassischer Reinigungsverstärker wie „Clip Green Conc“ oder „Clip Comfort“ zugegeben und sechs bis acht Minuten lang im Filterkreislauf behandelt. Das Ergebnis ist hygienisch saubere Ware, die völlig frei von Fremdgeruch sein soll.
Ganz anders liegt der Fokus bei „CLiPura“. Dieser Reinigungsverstärker ist auf die Verhältnisse des KWL-Sprühverfahrens optimiert. Sprühverfahren mit Lösungsmitteln wurden ursprünglich für die Textilaufbereitung und den Textilversandhandel entwickelt. In diesem Bereich ging es darum, neuwertige Waren zum Beispiel aus Rücksendungen wieder verkaufsfähig aufzubereiten. Mit der Entwicklung der „JetClean“-Sprühtechnik von iLSA werden seit einiger Zeit solche Systeme auch zur Textilreinigung angeboten. Der Reinigungsverstärker „CLiPura“ besteht laut Anbieter aus einer Tensidformulierung, die in Wasser löslich und in KWL rückstandslos ausspülbar ist. Durch „CLiPura“ wird nach Angaben des Unternehmens vor allem die Reinigungswirkung gegenüber polaren Verunreinigungen (Körperausscheidungen, Speisereste) und gegenüber Partikeln deutlich verbessert. Gleichzeitig werde die Vergrauung vermindert.
Auf diese Weise wird, wie Kreussler verspricht, ein Reinigungsergebnis erzielt, das bei weniger verschmutzter Ware optisch völlig akzeptabel sei. Vor allem Textilreinigungen in Citylagen, in denen zumeist gering verschmutzte Businessbekleidung aufgefrischt werden soll, empfiehlt der Anbieter das iLSA-Ipura-Verfahren zusammen mit „CLiPura“ als kostengünstige und energiesparende Alternative.
Infos: www.kreussler.de