Die weltweit agierende Jensen-Group beschäftigt in der Schweiz rund 100 Mitarbeitende. Am Standort Burgdorf werden Maschinen für Großwäschereien hergestellt und ein Vertriebs- und Servicezentrum betrieben. Nun prüft das Unternehmen die Zusammenlegung der beiden Produktionsstätten Schweiz und Dänemark.
Mögliche Zusammenlegung der Produktionsstandorte
Laut Unternehmensmitteilung verlangt die weltweite Marktsituation neben einer attraktiven Preisgestaltung auch innovative Lösungen in übergreifenden Bereichen wie Maschinensicherheit, Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Um diesen Aufgaben gewachsen zu sein und im Markt des Großwäschereibedarfs weiter konkurrenzfähig bleiben zu können, sei das Unternehmen gezwungen, Maßnahmen zur Kräftekonzentration und zur Effizienzsteigerung zu ergreifen.
Eine Zusammenlegung der Produktionsstandorte Schweiz und Dänemark scheint dabei der Schritt mit den besten Erfolgsaussichten zu sein, denn die beiden Technologiezentren arbeiten nach denselben Produktionsmethoden und mit denselben Produktionsmaschinen. Allerdings sei das Werk in Burgdorf die wesentlich kleinere Produktionseinheit.
Zusammenlegung frühestens Ende 2012
Die Jensen AG Burgdorf würde auch nach einer Produktions-zusammenlegung als eigenständige Gesellschaft weiter bestehen bleiben und sich dabei als Vertriebs- und Servicezentrum ausrichten sowie die operative Gruppenleitung weiterführen. Geplant wäre die Fortführung mit insgesamt knapp 30 Mitarbeitenden. Eine Zusammenlegung käme nach Unternehmensangaben frühestens auf Ende 2012 in Frage.
Jesper Munch Jensen, CEO der Jensen-Group, informierte die Mitarbeiter persönlich über die möglichen Schritte. Gleichzeitig forderte er die Belegschaft auf, Vorschläge zur Erhaltung des Produktionsstandorts Burgdorf einzureichen. Damit eröffnete er das Konsultationsverfahren, welches jedem einzelnen Mitarbeitenden die Möglichkeit bietet, bis zum 9. November 2011 Vorschläge schriftlich einzureichen. Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens und nach Prüfung der Anträge wird Jensen voraussichtlich Mitte November über die Produktionszusammenlegung endgültig entscheiden.