EFIT Neues fashionCare-System für Textilreinigungen

Die EFIT hat ihr Qualitätsmanagementsystem fashionCare komplett neu aufgestellt. Das neue System beschränkt sich nicht mehr nur auf Qualitätsaspekte, sondern integriert zusätzlich Anforderungen aus den Bereichen Hygiene sowie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Für jeden der drei zentralen Aspekte steht nun ein eigenes Siegel: gold, blau und grün.

Die EFIT hat ihr fashionCare-System komplett neu aufgestellt.
Die EFIT hat ihr fashionCare-System neu aufgestellt. - © EFIT

Die Zertifizierung nach dem fashionCare-Qualitätsmanagementsystem der EFIT (Europäische Forschungsvereinigung innovative Tex­tilpflege e. V.) hat seit vielen Jahren einen festen Stellenwert in der Textilpflegebranche.

Jetzt wurde fashionCare umfassend überarbeitet und zukunftsorientiert ausgebaut.

Leistung sichtbar machen

Das neue fashionCare-System beschränkt sich nicht mehr auf Qualitäts­aspekte, sondern integriert zusätzlich Anforderungen aus den Bereichen Hygiene sowie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Dadurch wird sichtbar, welchen Beitrag die Textilpflegebranche in diesen Zukunftsfeldern bereits leistet.

Kundinnen und Kunden sollen transparent erfahren, dass ein entsprechend zertifizierter Betrieb nicht nur höchste Ansprüche an Qualität – etwa bei Fleck­entfernung und Finish – sowie an Hygie­ne erfüllt, sondern darüber hinaus aktiv Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung umsetzt.

Neues EFIT-fashionCare-System:
Diese drei Siegel gibt es

Für jeden dieser zentralen Aspekte des fashionCare-Systems steht nun ein eigenes Siegel.

  1. Das goldene Siegel für geprüfte Qualität ist weiterhin Pflicht.
  2. Das blaue Hygiene-Siegel und
  3. das grüne Circular Textiles-Siegel für den geprüften Nachhaltigkeitsstandard sind die Kür.

Das Qualitätssiegel ist an sich nichts Neues, wurde aber weiterentwickelt. Die Bewertungskriterien hat die EFIT erweitert und präzisiert.

Neu sind beispielsweise eine detaillierte Bewertung der Qualität und Effizienz beim Finish von Hemden sowie die Prüfung des Weißgrades (Vergrauungstest) anhand spezieller Testgewebe.

Die Zertifizierung berücksichtigt außerdem in erweitertem Umfang nun auch strukturelle und organisatorische Aspekte. Ein Fragenkatalog zum Personal, zur Arbeitssicherheit sowie zusätzliche Kriterien zum Erscheinungsbild und zum Ambiente des Ladenlokals runden das Qualitätsverständnis ab.

Hygienesiegel bereits etabliert, Bewertung nun vertieft

Das Hygienesiegel hat sich ins­be­sondere durch die Corona-Pandemie bereits etabliert, das Bewertungsverfahren wurde jedoch ebenfalls vertieft. Für Betriebe, die das Hygiene-Siegel führen möchten, sind u. a. das konsequente Führen von Dosierprotokollen sowie separate Hygiene-Checklisten verpflichtend.

Darüber hinaus müssen mindestens einmal jährlich sogenannte Abklatschproben nach dem EFIT-Schema durchgeführt und in einem externen Labor ausge­wertet werden. Auf diese Weise wird ein objektiv überprüfbarer Hygienestandard sichergestellt.

Siegel macht Nachhaltigkeits-Engagement sichtbar

Themen wie Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft eröffnen Textilpflege­betrieben vielfältige Möglichkeiten, ihr Engagement sichtbar zu machen. Der Nachweis, dass die Betriebe die regulatorischen Vorgaben der jeweiligen Behörde oder Organisation erfüllen, ist obligatorisch.

Relevant für die Erlangung des Nachhaltigkeitssiegels sind
  • aber auch eine lückenlose Verbrauchsdaten­dokumentation sowie
  • das Vorhalten eines Reparaturservices zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Textilien; dies ist z. B. durch Kooperationspartner wie Änderungsschneidereien möglich.
  • Auch fließen in die Bewertung beispielsweise Energiesparmaßnahmen,
  • der Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen,
  • die Verwendung ökologisch abbaubarer Kleiderhüllen oder
  • Mehrwegsysteme für Kleiderbügel mit ein.

FashionCare nun digital

FashionCare wurde nicht nur inhaltlich, sondern auch konzeptionell überarbeitet: Die bisherige gedruckte und handschriftlich ausgefüllte Dokumentation gehört der Vergangenheit an.

Sie wurde durch eine digitale Excel-Lösung ergänzt, die aus mehreren miteinander verknüpften Bereichen besteht. Sie ermöglicht eine detailliertere Erfassung aller relevanten Daten und liefert dem Textilpflegebetrieb am Ende eine professionelle Auswertung in Form eines PDF-Dokuments.

Das automatisierte Auswertungssheet verbessert die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Betrieben. Zusätzlich enthält das neue System erstmals auch konkrete Anregungen, Bemerkungen und Zielsetzungen, die Betrieben eine klare Orien­tierung für Optimierungsmaßnahmen geben.