Im hart umkämpften Wäschereimarkt versuchen manche Unternehmen, mit Preisdumping Kunden zu akquirieren. Immer mehr Wäschereien suchen aber nach anderen Konzepten und setzen dabei beispielsweise auf den Einsatz von RFID-Technik, um ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten. Diese Lösung bietet SoCom.
Mit der entsprechenden Softwareunterstützung lassen sich die mittels RFID erfassten Daten betriebswirtschaftlich sinnvoll weiterverarbeiten und auswerten. Das Ziel: Kostenkontrolle und Transparenz. Die SoCom Informationssysteme GmbH hat für diesen Ansatz die Softwarelösung TIKOS weiterentwickelt. Die Wäschereisoftware soll es u.a. ermöglichen, anhand exakter Datenerfassung und -auswertung kundenbezogene Verbrauchszahlen zu ermitteln. Diese lassen sich sowohl nach Abteilung als auch nach Artikeln ausweisen, sodass eine genaue Wäschebedarfsplanung pro Kostenstelle möglich ist.
Das Einsparpotenzial ist enorm. Denn oft wird beispielsweise in Krankenhäusern oder Altenheimen bei der Abrechnung im Rahmen eines Budgets der Bedarf von Hauswirtschaftern gefühlsmäßig kalkuliert. Die Folge: Unnötige Kosten entstehen, da der bestellte Bedarf vom tatsächlich benötigten oftmals abweicht. Darüber hinaus können Wäschereien anhand von betriebsübergreifenden Vergleichen Benchmarks erstellen, um diese wiederum als Verbrauchsempfehlung ihren Kunden weiterzugeben.
Wäscheteile eindeutig identifizieren
Bereits bei der Lieferung von neuen Wäscheteilen, welche der Hersteller mit einem Chip ausgestattet hat, wird der Chipcode mit den individuellen Merkmalen des Textils verknüpft und in der Software gespeichert. Ab sofort ist jedes Wäscheteil eindeutig identifizierbar und sämtliche Daten sind lückenlos abrufbar. Gleichzeitig erfolgt die Kontrolle zwischen Bestellung und tatsächlich gelieferter Ware.
Ebenso lassen sich gerade im Bereich der Flachwäsche lange Verweilzeiten und Wäscheschwund durch eine laufende Datenerfassung und eine stringente Kontrolle des Wäschepools vermeiden. Dies reduziert den Wäschebedarf des Kunden und den Poolwäschebestand der Wäscherei. Denn durch die automatische Erfassung aller einzelnen, mit einem Chip ausgestatteten Wäscheteile geben die registrierten Rücklaufzyklen Aufschluss über die Lagerzeit beim Kunden. Wäscheschwund wird quantifizierbar.
Der Einsatz von RFID im Lager und der Expedition macht die Kommissionierung und Auftragsabwicklung schneller und senkt die Fehlerquote. Zudem ist eine Sendung einfach nachzuverfolgen.
Warenbestand überwachen mit SoCom
Laut SoCom ist mittels der Branchensoftware TIKOS eine fortlaufende Bestandsüberwachung im Warenlager gewährleistet. Bei Unterschreitung der Mindestmenge erfolgt automatisch ein Bestellvorschlag. Anhand der Software kann das gesamte Dispositions- und Bestandsmanagement bedarfsgerecht für jede einzelne Lieferstelle für den Kunden gesteuert werden. Zudem ist die Historie der einzelnen Artikel hinsichtlich Waschzyklen, Lebensdauer und Herkunft transparent.
Fazit: Die im Unternehmen erfassten Daten bilden die Grundlage für ein zusätzliches Dienstleistungsangebot – das textile Controlling. Die daraus gewonnenen Daten liefern wichtige Informationen hinsichtlich Transparenz und Kosten.