
3 Bei Quadus ist man überzeugt: Voraussetzung zur Verbesserung der Produktionsplanung und -steuerung in einer Industriewäscherei ist die ganzheitliche Einführung von RFID-Transpondern in Flachwäschestücken. Jedoch kann es auf Grund der Vielfältigkeit der Wäsche dazu kommen, dass kleine Wäschestücke oder auch fremde Wäsche nicht mit Transpondern ausgestattet sind. Transponder können defekt sein oder sich vom Wäschestück ablösen. In diesen Fällen können die Wäschestücke nicht mit der Identifikationseinheit erkannt werden und verursachen fehlerhafte Daten über den Inhalt in den Containern.
Quadus hat sich dieser Problematik angenommen und für die Software proTextum eine Lösung entwickelt. Mit proTextum soll eine Wäscherei in der Lage sein, die durch das RFID-Gate nichtgelesenen Wäschestücke aus dem Wareneingang während der Wäschebearbeitung bei der Vereinzelung z.B. an der Mangel oder Frotteelegemaschine zu erkennen und automatisch den durch die Wareneingangserfassung erzeugten Waschauftrag zuzuordnen. Das Herausfinden von Wäsche ohne RFID-Chip bzw. defekten RFID-Chips erkennt proTextum anhand definierter Stapelgrößen (z.B. beim Fünferstapel werden nur vier Wäschestücke erkannt). Der Stapel wird überprüft und das Wäschestück separiert weiterbearbeitet und später wieder in den Bearbeitungsprozess integriert. Somit können 100 Prozent aller Wäschestücke erkannt bzw. im Laufe des Waschprozesses herausgefiltert werden, verspricht Quadus. proTextum sei so konzipiert, dass es mit jeder Leseinheit kommuniziert, die proTextum RFID-Daten liefern kann.
Ausblick: Als Weiterführung und Optimierung des Wareneingangs- und Wäschebearbeitungsprozesses entwickelt Quadus nach eigenen Angaben aktuell in Zusammenarbeit mit Spezialisten für die Prozessautomatisierung ein Softwaremodul, das u.a. mittels einer Plausibilitätsprüfung nichtlesbare Wäschestücke im Container erkennt. Die ermittelten RFID-Daten werden an eine Stellplatzoptimierungs- und Verwaltungssoftware übergeben und dem Container wird ein Stellplatz im Wareneingangsbereich zugewiesen, so Quadus. Das Modul proTextum gleiche dafür den Containerinhalt mit den Vertrags- und Tourendaten, Kundenbedarfen und Lagerbeständen der Wäscherei ab. Der Stellplatz werde dann auf einer für die Mitarbeiter gut sichtbaren Anzeigetafel visualisiert. Ein Prozessleitstand verarbeitet weitere Informationen wie z.B. Maschinenleistungsdaten und Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen, die entweder die Maschinen selber liefern können oder durch einen Operator manuell erfasst werden. Die Software verarbeite diese Daten und liefere Vorschläge zur Reihenfolge der Abarbeitungen der Waschaufträge. Im gesamten Prozess werden laut Quadus die Ergebnisse der Lesevorgänge (Zeitstempel, Containernummern, Identnummern der Wäschestücke) von proTextum weiterverarbeitet und es erfolgt die Aktualisierung der Lagerbestände und Kundenkonten. Durch diese Softwarelösungen sollen Wäschereien in der Lage sein, bereits mit der Wareneingangserfassung Transparenz in die Logistik der Waschprozesse zu bekommen und gleichzeitig Ressourcen optimal einzusetzen. Lieferfristen können gehalten oder auf Lieferengpässe kann schneller reagiert werden, Touren können optimal geplant werden und letztendlich wird die Kundenzufriedenheit erhöht, verspricht Quadus. Das Unternehmen wird zusammen mit seinen Partnern auf der Texcare 2016 in Frankfurt am Main in Halle 9, Stand B20 seine Software proTextum präsentieren.
Infos: www.quadus.de