Altenpflege+ProPflege 2008 Wachstumstrend spürbar

Rund 750 Aussteller präsentierten auf der Altenpflege+ProPflege in Hannover ihre Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für den wachsenden Pflegesektor. In Halle 3 informierten Zulieferer und Textildienstleister die Fachbesucher rund um die Wäschepflege.

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    1Heinz-Josef Schmitz (links) und Andreas Müler (beide Geschäftsbereich Miele-Professional). Fotos: ve
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    Verkaufsgespräche bei Nybo Jensen.
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    Das Team von Heinrich Seegers Textilien.
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    Willi Dietrich präsentierte Lösungen von Multimatic.
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    2Am Stand von Heprotex wurden Lösungen von Girbau und Fimas vorgestellt.Foto: Girbau
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    3Besucherinteresse zog das neue Positionslaken von Löning auf sich.
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    4Der gemeinsame Stand von Seibt + Kapp, Effma und GiS Gera.ident-Systeme.
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    5Bernd Scherrer, Georg Goder und Wolfgang Paluch von Gebr. Heinemann.
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    Am Stand von Kreussler konnten sich die Fachbesucher über Produkte und Schulungsmöglichkeiten informieren.
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    Stefan Kipp, Karen Jähnig und Harry Matthießen (v.l.n.r.) am Stand von Beirholms Væverier A/S.

Wachstumstrend spürbar

„Der Wachstumstrend in der Pflegebranche war auf dieser Messe deutlich spürbar“, resümierte Holger Göpel vom Veranstalter Vincentz Network. „Der Bedarf an Lösungen für die ambulante und stationäre Pflege und Therapie wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer größer.“ Diese Aussage unterstützten auch die Aussteller, denn 87 Prozent waren laut Veranstalter mit der Messe zufrieden. In Halle 3 präsentierten die Dienstleister und Zulieferer der professionellen Textilpflegebranche den Fachbesuchern speziell auf den Pflegemarkt abgestimmte Lösungen.

Miele, Gütersloh, stellte Maschinen in unterschiedlichen Größenordnungen vor. Maschinen ab 10 kg Füllgewicht halten nach Unternehmensangaben mit Programmen zur thermischen und chemothermischen Desinfektion die vom Robert Koch-Institut geforderten Parameter gemäß der Richtlinien zur Wäschedesinfektion ein. Außerdem wurden Waschmaschinen für 24 und 32 kg Füllgewicht präsentiert, die eine Trennung in unreine und reine Seite ermöglichen. Für das Finish wurde eine Muldenmangel gezeigt, die über einen speziellen Abnahmetisch verfügt, auf dem das Mangelgut bereits abkühlt, wodurch die Glätte fixiert wird. Im Mittelpunkt der Präsentation des Anbieters stand diesmal das Nassreinigungssystem „WetCare“, mit dem Textilien im Wasserbad gereinigt werden, die früher als „nicht waschbar“ galten. Zum System gehören Waschmaschinen, Trockner, Dosiertechnik und Finishausstattung. Die Standbesucher legten besonders viel Wert auf spezielle Pflegesysteme oder Programme, die für Alten- und Pflegeheime wichtig sind: z.B. die Wasch- und Trockenprogramme für Oberbetten und Kopfkissen und Mopps bzw. Wischtücher. Dazu bringt Miele im April eine neue Maschine auf den Markt.

Multimatic, Melle, stellte drei Schwerpunkte aus: Die Trennwand- Waschschleudermaschinen der ASEP-Serie mit passendem Trockner, das Sortierband Metalprogetti für hängende Bekleidung sowie den MultiShirty Universal-Finisher und die Bügelstation BBS. Die Innovation war die kompakte Sortieranlage für hängende Bekleidung, die aber auch über eine Netztasche Legeteile aufnehmen kann. Das Interesse auf der Messe war laut Unternehmen groß, viele Heime investieren selbst in Finishtechnik, um die Qualität gegenüber ihren Patienten zu verbessern.

Das Vertriebsunternehmen Heprotex präsentierte Wäschereitechnik von Girbau, genauer das für Altenpflegeheime relevante Programm von der Durchlade- bis zur Trocknertechnik sowie Finishertechnik von Macpi/Fimas. Der spanische Hersteller Girbau zeigte auf der Messe einen auf einrichtungseigene Wäschereien fokussierten Produktequerschnitt. Den Schwerpunkt bildeten Waschschleudermaschinen in Beladegrößen von 8 kg bis 22 kg Trockenwäsche. Die „Inteli“-Steuerung ermöglicht es laut Hersteller, mit frei wählbaren Waschprogrammen praktisch das gesamte Spektrum an Wäsche zu bearbeiten, wie es für Senioren- und Pflegeeinrichtungen charakteristisch ist. Um auch Wäschereien, die gemäß Unfallverhütungsvorschriften (VBG 7y) arbeiten müssen, bedienen zu können, führt Girbau in seinem Programm Waschschleudermaschinen der Baureihe PCH. Den Messebesuchern wurde eine Anlage in Trennwandausführung mit der Beladekapazität 35 kg Trockenwäsche gezeigt. Die neue Trockner-Baureihe stand in Hannover in den Beladegrößen 9 kg und 23 kg zur Besichtigung. Für das Flachwäsche-Finish wurde eine Zylindermangel mit der Arbeitsbreite 1.940 mm präsentiert. „Wir bemühen uns, bei innovativen Konstruktionen und Produktpflege-Maßnahmen die Anforderungen der potenziellen Kunden weitestgehend zu realisieren“, erklärte Juan de Cruz Pujades, Direktor der Vertriebszentrale Girbau Deutschland. Nach Ansicht von Heprotex-Geschäftsführer Kurt Mathiowetz, dessen Vertriebsunternehmen die Girbau-Produkte in Deutschland vertritt, ist der in jüngerer Vergangenheit noch heftige Trend zum Outsourcing offenbar abgeflaut. „Der Bestand an hauseigenen Wäschereiabteilungen und gewerblichen Wäschereien, die die Dienstleistung textiler Sauberkeit erbringen, scheint sich zu konsolidieren“, kommentiert er dazu.

Die Technik von Fimas, Mitglied der international tätigen Macpi Group, mit dem Basismodell der umfangreichen Bügeltisch-Serie erweckte auf der Messe besonderes Besucherinteresse. Anziehungspunkt war der universell einsetzbare Formteile-Finisher, den das Unternehmen für Jacken, Mäntel, Kittel, Sportjacken und Regenmäntel empfiehlt. Der integrierte Dampferzeuger ermöglicht einen autarken Einsatz dieser Maschine. Besonders gut bei den Fachbesuchern kam die vordere Anpressleiste an. In Ruheposition schwenkt die elektrisch beheizte Anpressleiste in waagerechter Position möglichst weit nach unten, so dass der Manipulierbereich in Schulterhöhe völlig frei liegt. Fimas-Geschäftsführer Walter Cividini zeigte sich besonders erfreut über das starke Interesse an Ersatzinvestitionen.

Christeyns stellte zwei Produktneuheiten vor. „Selox merino“ ist ein Woll- und Feinwaschmittel für die Nassreinigung, das der Hersteller besonders für empfindliche Textilien und Oberbekleidung aus dem Bereich der Altenheimwäsche empfiehlt. Für die hygiene- und temperatursensible Bewohnerwäsche aus Alten- und Pflegeeinrichtungen rät das Unternehmen zu „Selox micran/Peracid forte“. Das Desinfektionswaschverfahren bei 40 °C erfüllt laut Anbieter alle Anforderungen für eine hygienesichere und schonende Reinigung hochwertiger und waschsensibler Textilien wie z.B. Feinwäsche und Wolle. Das Verfahren ist nach Angaben des Anbieters beim Robert Koch-Institut (RKI) zur Listung gemäß § 18 IfSG für den Wirkungsbereich A und B angemeldet.

Ein Schwerpunkt von Löning war Berufsbekleidung mit Systemdesign. „Damit geben wir den Wäschereien eine Möglichkeit, kurzfristig auf Kundenwünsche nach individueller Bekleidung einzugehen – ohne große Mindestmengen und ohne dabei das Lager aufzublähen“, erklärte Geschäftsführer Guido Töpfer. Eine Innovation war ebenfalls auf dem Stand zu sehen: „Ein echter Hingucker war unser neues Positionierungslaken“, sagte Töpfer rückblickend. Mit dem Laken können Patienten rückenschonend im Bett repositioniert werden. „Das reduziert die Hautirritationen beim Patienten, die Rückenschäden bei der Pflegekraft und spart Geld und Zeit gegenüber anderen Lösungen. Und für die Textilversorger ist es ein echtes Zusatzgeschäft, bei dem sie in der Vermietung dieses Lakens interessante Margen verdienen können“, erklärte Töpfer. „Es bleibt dabei, der Kunde legt viel Wert auf finanzielle Aspekte. Aber immerhin verstehen inzwischen immer mehr Einrichtungen, dass es dabei um mehr geht als den Einkaufspreis. Die Wirtschaftlichkeit wird inzwischen detaillierter betrachtet, also die Kosten pro Nutzung“, erklärte der Geschäftsführer.

Seibt + Kapp, Erdmannhausen, stellte zusammen mit den Firmen Effma und GiS Gera.ident-Systeme GmbH, Produkte für die komplette Ausstattung von Wäschereien in Altenpflegeheimen vor. Erstmals auf dieser Fachmesse zeigte Seibt + Kapp die neu entwickelte Waschschleudermaschinen-Baureihe Cleanfex mit Trennwand-Einbautechnologie. Die Baureihe besteht aus Maschinen mit einer Füllmenge von 20 kg, 30 kg und 45 kg. Die Maschinen sind serienmäßig bereits mit allen für den gewerblichen Dauereinsatz erforderlichen Ausstattungen, wie z.B. automatische Planfahreinrichtung, Verkleidung in Volledelstahlausführung, elektronischer Steuerung und Frequenzumrichterantrieb, versehen. Besondere Aufmerksamkeit vieler Fachbesucher zog laut Unternehmen das in Funktion gezeigte automatische und zugleich für die Raumtrennung zugelassene Beladesystem Pneuma-Load in Verbindung mit den Waschschleudermaschinen der Variofex-Baureihe auf sich. „Mit diesem System können einzelne oder eine Kombination mehrerer, auch unterschiedlich großer Waschschleudermaschinen der Modellreihe Variofex nach den Vorschriften für die Bearbeitung von Wäsche aus dem Gesundheitswesen beladen und warenspezifisch betrieben werden“, erklärte Rüdiger Schultz, Vertriebsleiter bei Seibt + Kapp.

Effma, Weyhe, stellte erstmals auf der Messe die Trennwand-Waschschleudermaschine Eco-Compact vor. „Die Komplettlösung umfasst ein Hygiene-Trennwand-Modul aus Edelstahl, in welches eine bewährte, handelsübliche Frontal-Waschschleudermaschine bis zu einem Fassungsvermögen von 22 kg integriert werden kann,“ erklärte Geschäftsführer Michael Bunnenberg. Beladung und Programmvorwahl erfolgen von der unreinen Seite. Nach dem Startimpuls wird die Wascheinheit um 90° gedreht und befindet sich dann im Desinfektionsbereich. Hier werden die Beladeöffnung bzw. der Frontbereich desinfiziert. Zur Entladung wird die Waschschleudermaschine dann um weitere 90° gedreht, so dass sich die Trommelöffnung auf der reinen Seite befindet und die Wäsche vorschriftsmäßig entladen werden kann.

Außer über die klassische Angebotspalette und Produktneuheiten informierten die Gebrüder Heinemann aus Neuss über die neu gestaltete Homepage. Gezeigt wurde zudem das klassische Sortiment an Bettwäsche, Lagerungshilfen, Betteinlagen, Inkontinenzunterlagen, Frottee, Berufsbekleidung, Tischwäsche. Eine Innovation waren MRSA-resistente Matratzenvollbezüge. Das Unternehmen stellte auf der Messe einen eindeutigen Trend zu mehr Individualität, also Dessins und Farben, die nicht seit Jahrzehnten in jedem Altenheim anzutreffen sind, fest. Außerdem würde wieder mehr auf Qualität geachtet und das in den letzten Jahren ausnahmslos praktizierte Streben nach billigen Lösungen sei vorbei, mit Ausnahme der Quasi-Einmal-Artikel.

Kreussler, Wiesbaden, hat das ganzheitliche Konzept „Hygiene Plus“, das speziell auf die Anforderungen von Alten- und Pflegeheimen zugeschnitten ist, vorgestellt. Eine neue, speziell auf die Anforderungen des OPL-Marktes zugeschnittene Dosiertechnik mit Qualitätsmembranpumpen wurde ebenfalls präsentiert. Die Kleindosieranlage ist laut Unternehmen nahezu wartungsfrei und wird vom Anbieter für Alten- und Pflegeheime empfohlen. Wichtige Themen bei den Gesprächen am Stand waren Anwendungssicherheit und Mitarbeiterschulungen im Bereich der Pflege der Bewohnerwäsche. Die einwandfreie Reinigung und Pflege dieser Wäsche, der sichere Umgang mit Chemikalien, Einhaltung gesetzlicher Hygienevorschriften, aber auch Bedienung und Wartung der Maschinen und Dosiertechnik erfordern Know-how. Mit einem umfangreichen Serviceangebot möchte das Unternehmen für jeden Bedarf die passende Schulung und Weiterbildung bieten.

Nybo Jensen aus dem dänischen Viborg hat an einem neuen Stand verschiedene Innovationen vorgestellt. Darunter eine Physiotherapiehose und farbige T-Shirts mit Kontrastnähten sowie eine neue Kasackserie. Für die Branche ist nach Angaben des Unternehmens Denim noch relativ neu, obwohl es schon länger Teil der Kollektion ist. Die Kunden legen nach den Erfahrungen des Anbieters Wert auf Farbe sowie angenehme Trageeigenschaften und bequeme Schnitte verbunden mit guten Pflegeeigenschaften.

Heinrich Seegers Textilien, Stadthagen, stellte Objekttextilien für Krankenhaus und Pflege vor. Darunter Bettwäsche, Lagerungshilfen, Betteinlagen, Inkontinenzunterlagen, Frottee, Berufsbekleidung und Tischwäsche. Als Neuheit wurden MRSA-resistente Matratzenvollbezüge sowie eine schwer entflammbare, geruchs- und bakterienhemmende Inkontinenzunterlage präsentiert – Individuallösungen, abweichend vom Standard. Qualität steht nach den Erfahrungen des Unternehmens wieder mehr im Vordergrund und die „Geiz ist geil“-Mentalität sei rückläufig.

Stahl Wäschereimaschinen hat als Schwerpunkt auf die Vorteile von ökologischer und damit auch kostenbewusster Wäschepflege aufmerksam gemacht. Das Thema Ökonomie und Ökologie zieht sich nach Unternehmensangaben durch alle Baureihen von Stahl. Dazu gehören Waschmaschinen in vier Größen, Hygienewaschmaschinen mit 14 kg, 22 kg und 60 kg Fassungsvermögen ebenso wie die Trocknerpalette und die Finishmaschinen mit Muldenmangeln, Eingabe- und Faltmaschine. Anhand der ausgestellten Mangeln wurde dargestellt, wie es gelungen ist, mit dem PTS-System (Power-Transmission-System) einen Beitrag zur Vermeidung von Energie- und Geldvergeudung zu leisten. Kern dieses Systems ist der Effekt, dass die Muldenmangeln nur die Menge Energie verbrauchen, die sie für die jeweilige Arbeit tatsächlich benötigen. Die aktuellste Innovation des Unternehmens stellt ein Flüssigwaschmittel dar, das laut Anbieter zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist und das mit besonderen ökologischen und dermatologischen Eigenschaften aufwartet. Außerdem wurde die im letzten Jahr entwickelte Baureihe der Trennwand-Waschmaschinen „Divimat D“ präsentiert. Die Waschtrommel ist beidseitig gelagert, ansonsten basieren die Maschinen in ihrer Konstruktion auf der bewährten Serie Atoll und den bestehenden Divimat-S-Typen. Kosten und Umwelt sind nach der Einschätzung des Unternehmens die wesentlichen Themen des Marktes. Die Maschinen sollen demnach nicht nur wenig kosten, sondern auch möglichst geringe Betriebs- und Energiekosten verursachen.

Thermotex Nagel, Schutterwald, präsentierte Lösungen für die Wäschekennzeichnung. Gezeigt wurden Möglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Heimgröße, Wäschearten und Anbindung an hauseigene oder externe Wäschereien. Eine kleinere Pflegeeinrichtung sei bereits mit dem Etikettenservice und einer handbedienten Patchmaschine wie beispielsweise der ThermoTex Economy gut beraten. Andere Häuser, die gegebenenfalls sogar über eine eigene Wäscherei verfügen, benötigen ein leistungsfähiges Identifikationssystem mit Barcodes oder Transpondern. Patchmaschinen und Drucksysteme aus dem aktuellen Sortiment konnten am Messestand besichtigt oder von Besuchern selbst getestet werden. Ein Schwerpunkt lag auf den Thermotransferdrucksystemen. Die Druckqualität und Vielseitigkeit macht den Thermotransferdruck insbesondere für den Barcodedruck nach Ansicht des Unternehmens zur Technologie der Zukunft. Mit dem Textilprinter PT-Professional 1 präsentierte das Unternehmen eine neue Lösung zur Kennzeichnung von Flachwäsche. Der robuste Printer wurde speziell für große Kennzeichnungsmengen entwickelt und soll sich daher besonders für die einfarbige Eigentumskennzeichnung eignen.

Zollner, Vilsbiburg, stellte auf der Messe ein umfangreiches Sortiment von Profitextilien für unterschiedlichste Ansprüche vor, darunter Bettwaren, Wäsche und Berufsbekleidung. Der textile Ausstatter feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum und informierte die Fachbesucher über die Jubiläumsaktionen.

Drapilux war auf der Messe mit einem breiten Sortiment an Dekorationstextilien für den Objektbereich vertreten. Objektberater informierten die Fachbesucher über das Produktangebot. In der Ausstattung von Objekten im Gesundheitssektor und der Entwicklung von Textilien für Gesundheitseinrichtungen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits jahrelange Erfahrung. Großes Besucherinteresse verzeichnete der Anbieter nach eigenen Angaben für die Zusatzfunktionen der Textilien der Produktserien „air“ und „bioaktiv“. „drapilux air“ baut laut Hersteller auf katalytischem Wege Schad- und Geruchsstoffe ab und sorgt so für eine frische Raumluft. Um zwei weitere Dessins wurde das „air“-Sortiment in diesem Jahr erweitert. Das Produkt „bioaktiv“ wirkt laut Anbieter antibakteriell und unterstützt so die Raumhygiene. Auch die neuen Farben der „wellness colours“ Kollektion standen im Mittelpunkt der Standpräsentation.

Datamars hat neueste RFID-Textilkennzeichnungslösungen für den Alten- und Pflegeheimbereich vorgestellt. Zu sehen waren komplette Systeme bestehend aus Transpondern, Lesern und Antennen. Besonders die gezeigten Lesestationen wie die neue BIN-Antenne fanden laut Anbieter großen Anklang. „Mit dieser Antenne kann man den Inhalt ganzer Wäschesäcke vollautomatisch und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand binnen weniger Sekunden einlesen,“ erklärte Franz Schöpf, Communications Manager bei Datamars. Die fortschreitende Miniaturisierung des „Laundrychips“ ermöglicht den Einsatz in weiteren Textilien wie z.B. der körpernahen Bekleidung. Laut Unternehmen eignet sich der neue kleine Transponder ideal für die Kennzeichnung von Bewohnerbekleidung. Ein wichtiger Punkt aus Kundensicht ist nach den Erfahrungen des Unternehmens die Möglichkeit, den Inhalt eines gesamten Containers bzw. Wäschesacks lesen zu können. Dies ermögliche z.B. die gezeigte BIN-Antenne, mit der Wäschesäcke mit bis zu 100 Stücken in rund 22 Sekunden gelesen und erfasst werden können.

Beirholms Væverier A/S hat sein aktuelles Sortiment bestehend aus Bettwäsche, Frottee und Tischwäsche sowie Küchen- und Kleinartikel gezeigt. Neben den Gesprächen mit den Wäschereikunden war Ziel des Unternehmens, auch den Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen die Möglichkeiten moderner und leasinggerechter Wäsche zu präsentieren. Als Innovation wurden farbige Kissen und Bettschals aus 100 Prozent Polyester vorgestellt. Mit diesen Produkten lässt sich eine heimische Atmosphäre schaffen. Die Konzeptbettwäschen Verdi und Cello, die aus dem Mischgewebe BeirTex gefertigt werden, wurden in einer besonderen Konfektion mit angenähtem Überschlag als Alternative zur Tagesdecke gezeigt. Dies biete dem Kunden vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, ohne verschiedene Artikel einsetzen zu müssen. Gewünscht werden nach den Erfahrungen des Anbieters hochwertige Lösungen mit Betonung des Hotelcharakter, sowie dezente Designs in Verbindung mit frischen Farbakzenten. Dabei spiele eine wäschereigerechte Qualität, die eine schnelle, problemlose und kostengünstige Bearbeitung sicherstellt, eine immer stärkere Rolle. Oft ausgesprochene Kundenwünsche waren ein Controllingsystem zur Transparenz der Kosten der Stationswäsche und auch der persönlichen Seniorenwäsche.

Als traditionelles Wäschereiunternehmen präsentierte Bardusch textile Lösungen von der Stationswäsche über Berufs- und Schutzbekleidung für Pflege- und Heilberufe bis hin zum persönlichen Senioren-Wäscheservice. Als Neuheit wurde ein von der Theo System GmbH in Zusammenarbeit mit dem Textildienstleister entwickelte Hygienesystem vorgestellt. Mit seiner Anwendung sollen sich die Hygienestandards verbessern, dabei Zeit und Kosten sparen lassen und auch das Raumklima im Pflegebereich soll sich erheblich steigern. Das System basiert auf dem Einsatz eines speziell für diesen Anwendungsbereich entwickelten Vakuumgerätes. Kombiniert wird dies mit der Nutzung des vorhandenen Logistiksystems von Bardusch. Die Vakuumtechnik filtert laut Anbieter beim Absaugen der Abfallsäcke die belastete Luft und befreit diese nicht nur vom Geruch, sondern auch von 99 Prozent aller Krankheitserreger. Der dabei verwendete Filter schützt Mitarbeiter und Bewohner, ohne dass der Einsatz von weiteren Desinfektionsmittel notwendig wird. Nach dem Vakuumieren des Inkontinenzabfalls wird der Sack auslauf- und geruchssicher verschweißt. Das Volumen des Inkontinenzabfalls verringert sich nach Angaben des Anbieters bei dieser Art der Hygienebehandlung um rund die Hälfte.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts von HTS/Boco stand die Vorstellung einer neuen Imagekleidung, die speziell für die Diakonie Bayern entwickelt wurde. Zudem präsentierte das Unternehmen sein Komplettangebot für die Bereiche Pflege und Rehabilitation: Neben Berufsbekleidung, Stations- und Bewohnerwäsche werden Senioren-, Pflege- und Rehaeinrichtungen mit professionellen Waschraumhygiene- und Schmutzfanglösungen versorgt.

Dr. Schnell Chemie stellte die neue Hautschutzserie „Dr.Schnell Professional Skin Care“ vor. Mit der Serie verfolgt Dr.Schnell die Strategie des „One-Stop-Shops“ weiter. Der Kunde soll aus der Hand eines einzigen Anbieters alles bekommen, was er für einen reibungslosen Arbeitsablauf benötigt, vom Waschmittel über Reinigungsprodukte bis zur Hautpflege.

Bierbaum-Proenen präsentierte auf der Messe die für den Pflegesektor interessanten Berufsbekleidungskollektionen. Nach eigenen Angaben legt man im Haus besonderen Wert auf Qualität, Design und Passform sowie ganzheitliche Lösungen. Die Berufsbekleidung ist laut Anbieter kochfest und industriewäschegeeignet.

Seitz, Kriftel, zeigte Produkte für die Wäscherei, für die chemische Reinigung sowie für die Reinigung von harten Oberflächen. Das Produktportfolio des Herstellers umfasst den gesamten Reinigungsbereich im Alten- und Pflegeheim. Die geringen Einsatzmengen der Produkte sollen einen ressourcenschonenden und energiesparenden Einsatz ermöglichen. Das Thema umweltschonende Reinigung und Textilpflege nimmt nach Ansicht des Unternehmens einen immer größeren Stellenwert bei den Kunden ein. Diesen Aspekt hat das Unternehmen aufgegriffen und bietet seinen Kunden durch seine Produktkombinationen eine umweltfreundlichere Pflege der Textilien an.

Auf dem Messestand von Hetzel, Ellerbek/Hamburg, wurden ausgewählte Modelle des Produktsortiments gezeigt. Das Unternehmen offeriert Waschmaschinen, Hygienewaschmaschinen, Trockner, Heißmangeln mit Mulde oder Zylinder, Schleudern, Finishgeräte, Zubehör, Verbrauchsmittel und Ersatzteile. Besonders interessant für den Pflegesektor: Die Hygienewaschmaschinen für den Einbau in eine Trennwand für reine/unreine Seite. Erhältlich sind verschiedene Modelle mit einer Füllmenge von 16 kg bis 180 kg. Die Hewatec-Zylindermangeln zeichnen sich laut Anbieter durch einen sparsamen Energieverbrauch aus. Bei Verwendung einer hochtourigen Waschmaschine oder einer Wäscheschleuder könne durch den großen Umschlingungswinkel von über 300° gegebenenfalls auf einen Trockner verzichtet werden. Die Wäsche werde durch die Mangel getrocknet, wodurch eine große Zeitersparnis zu erzielen sei.

Dieckhoff hat eine Artikelvielfalt von über 100.000 Varianten im Angebot. Auf der Messe wurden ausgewählte Produkte der Produktbereiche Bekleidung, Bettwäsche, Bettwerk, Bade- und Geschirrtücher, Tischwäsche, Frottierwaren und Dekorationen vorgestellt. Neben den bewährten Standardprodukten orientiert sich das Unternehmen nach eigenen Angaben an aktuellen Trends, neuen Erkenntnissen und individuellen Wünschen. Eigens für den Krankenhaus- und Heimbereich entwickelte Mischgewebe aus Markenpolyester und Baumwolle sind ebenso wie traditionelle Baumwollgewebe erhältlich. Die Ware wird laut Anbieter zum Großteil in Deutschland gewebt, ausgerüstet und konfektioniert. Dadurch werde ein gleichbleibender Qualitätstandard garantiert. Neben Qualität und Sicherheit ist der Komfort ein wichtiger Faktor. Daher berücksichtigt Dieckhoff nach eigenen Angaben sowohl bekleidungsphysiologische wie auch modische Aspekte. Die individuelle Modellgestaltung wird durch ein eigenes Musteratelier ermöglicht.

36.000 Fachbesucher und 747 Aussteller aus 17 Ländern führte die 19. Altenpflege+ProPflege vom 12. bis 14. Februar in Hannover zusammen. Die nächste Altenpflege+ProPflege findet vom 24. bis 26. März 2009 in Nürnberg statt.ve