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Klasse Wäsche Bettwäsche und Frottierwaren: Trends in der Hotellerie

Die Tourismusbranche in Deutschland boomt und damit auch das Geschäft mit der Hotelwäsche. Welche Trends die Textilpflege nächstes Jahr beschäftigen, erklärt eine Housekeeping-Expertin im Interview mit Klasse Wäsche.

Neun von zehn Reisenden nehmen die Wäsche in Hotels bewusst wahr. Für mehr als drei Viertel der Befragten ist die Wäsche sogar ein entscheidendes Kriterium bei der Hotelauswahl. Und für zwei Drittel der Umfrageteilnehmer kennzeichnet gepflegte Wäsche die Qualität des Hauses. Das zeigte eine Studie von Klasse Wäsche im Jahr 2015.

Doch wohin geht der aktuelle Trend in Sachen Bettwäsche und Frottierwaren in Hotels? Und worauf kommt es bei der Pflege an? Housekeeping-Expertin Andrea Pfleger gibt im Interview mit Klasse Wäsche Antworten auf Fragen wie diese. Pfleger hat sich als Autorin von Fachbüchern einen Namen gemacht. Ihr aktuelles Fachbuch "Bitte reinigen - aber richtig: Mit gelungenem Housekeeping-Management zum Unternehmenserfolg" ist 2017 erschienen.

Nachfrage nach Individualität und Leinen

Individuelle Auswahl und Gestaltung zeugen von Qualitätsbewusstsein eines Hotels. Bei der Auswahl der Bettwäsche ist es wichtig, auf die Pflegehinweise im Etikett und auf die Reinigungs- und Pflegeanleitung zu achten, erklärt Pfleger. Ist hier z.B. "nicht Bleichen" vermerkt, müssen im Hinblick auf Hygiene bestimmte, desinfizierende Waschverfahren und spezielle Fleckenentfernungsprozesse beachtet werden. Testwaschungen in der hauseigenen Wäscherei seien beim Kauf von Neuware zielführend.

Pfleger stellt bei der Wäschequalität im Bereich von alpine-style-Ausstattungen eine wiederkehrende Nachfrage nach Leinen bzw. Leinenmischgeweben fest. Laut der Praktikerin ist vor allem die Einbindung in den Wäschekreislauf eine Herausforderung, denn bei Leinen bzw. Leinenmischgeweben seien andere Waschprogramme und geänderte Waschprogrammparameter erforderlich. "Das Zusammenspiel von Wäschereimaschinenlieferant, Waschchemieanbieter und Wäschelieferant ist unabdingbar", sagt Pfleger. Biowäsche liegt laut der Housekeeping-Expertin weniger im Trend. Beim Wäscheerwerb würden aber ÖkoTex-Kennzeichnung und Nachhaltigkeitsthemen in der Produktion der Wäsche thematisiert.

Frottierware flauschig und großzügig

Bademäntel mit dem Logo des Hotels sind laut Pfleger heutzutage fast schon Standard. Im Trend liegen Bademäntel, die aus einem Fasermix hergestellt sind: außen Velour aus Polyester mit flauschiger Oberfläche und innen Schlingenpol aus Baumwolle. Pfleger erkennt bei den Farben einen Trend zu Schlamm- und Naturtönen. Sie empfiehlt, vor dem Kauf die Farbechtheit zu überprüfen. Auch im Bereich Handtücher macht sie einen Trend aus: Die Tücher werden gerade im Saunabereich größer. Formate mit einer Größe von 200 x 80 cm bieten sich zur Abdeckung der gesamten Liegebreite an.

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