Sammlung Waschbretter aus aller Welt

Wolfgang Voss sammelt ein bestimmtes Textilpflegeutensil: Waschbretter. Wie er dazu gekommen ist? Über die Musik.

Links: Um 1920, Fichte und Stahlglas, 2,7 kg, Deutschland. Rechts: 1927, Nadelholz und Zinkblech, 2,5 kg, Österreich. - © Voss
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250 Waschbretter aus mehr als 30 Ländern und drei Jahrhunderten hat Wolfgang Voss gesammelt. Den Haushaltsgegenstand nutzt der Musiker allerdings nicht für seine Wäsche, er entdeckte ihn vor 40 Jahren als Instrument. Die als "Skiffle" bezeichnete Musikrichtung war schon bei Straßenmusikern aus dem tiefen Süden der USA beliebt: In den 1920er-Jahren trommelten und strichen Männer, die Blues und Boogie spielten, über die gewellten und geriffelten Bleche und Hölzer.

Die Wellen im Brett erhöhten ursprünglich die Waschkraft der bis dahin schlichten Holzbretter. Durch das neue Design, das im 17. Jahrhundert entstand, erklang beim Reiben und Klopfen der Wäsche nun das namensgebende Geräusch: Rumpel.

Von Alu bis Marmor

Zu dem Brett aus verschiedenen Hölzern kamen im Laufe der Zeit viele Materialien hinzu: Blech aus Aluminium, Kupfer, Messing oder Zink, Glas, Porzellan, Marmor – und mittlerweile Kunststoff.

Voss, der in Bünde, Ostwestfalen Waschbretter sogar selbst fertigt, stellt 175 Exemplare seiner Sammlung und die Entwicklung des vermeintlich unscheinbaren Gegenstandes nun im Buch "Geschichten zwischen den Rillen. Waschbretter aus aller Welt" auf 164 Seiten vor.

Noch mehr Waschbretter

Wer neugierig geworden ist auf die Waschbrett-Sammlung und den musikalischen Sammler Wolfgang Voss, kann sich auf seiner Webseite unter www.waschbrett-museum.de weiter informieren.

Auch die YouTube-Videos (siehe unten) geben einen Einblick in Voss' Handwerk.

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