Ein neuer Lösungsansatz für die Aufbereitung von stark verschmutztem Material aus Industrie und Gewerbe liegt, wie das wfk-Forschungsinstitut mitteilt, im Einsatz spezieller mineralöl- bzw. fettabbauender Bakterien.
Berufsbekleidung, textile persönliche Schutzausrüstung, Schmutzfangmatten und Putztücher für Industrie und Gewerbe sind nicht selten stark verunreinigt. Öl- und fettartiger Schmutz ist in wässrigen Systemen derzeit nur unter Einsatz spezieller, hochdosierter Waschmittel- bzw. Tensidsysteme sowie hohen Temperaturen, pH-Werten und starker Mechanik entfernbar.
Diese Verfahren können eine hohe Textilschädigung verursachen. Außerdem bedingen wirtschaftliche Zwänge sowie abwasserrechtliche Vorschriften in immer stärkerem Maße den Einsatz von Niedrigtemperaturwaschverfahren. Bei niedrigen Temperaturen besteht jedoch die Gefahr, den Industrieschmutz nicht vollständig zu entfernen.
wfk: So bekämpfen Bakterien Schmutz
Ein neuer Lösungsansatz liegt, wie das wfk-Forschungsinstitut mitteilt, im Einsatz spezieller mineralöl- bzw. fettabbauender Bakterien zur Vorbehandlung stark verschmutzter Textilien vor dem eigentlichen Waschprozess während der ohnehin vorhandenen Lagerzeiten. Inzwischen wurden nach Angaben des Instituts zahlreiche Bakterienstämme identifiziert, die Schmutzkomponenten abbauen können und der Risikoklasse 1 angehören. das bedeutet, dass diese Bakterien nicht humanpathogen sind.
Außerdem haben einige dieser Bakterien ihr Temperaturoptimum bei Umgebungstemperatur, so dass kein zusätzlicher Energieaufwand erforderlich ist. In der Waschphase werden die Bakterien laut Forschungsinstitut auch ohne Einsatz von Desinfektionsmitteln bereits bei Temperaturen ab ca. 45 °C vollständig abgetötet.
Die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus. Durch eine Vorbehandlung mit Bakterien wurden in 24 Stunden bis zu 60 Prozent Mineralöl von den Schmutzmonitoren entfernt.