Das Prinzip „First in, first washed“ hat ausgedient. Moderne Wäschereien können ihre Maschinen vernetzen und so ihre Produktion an die Nachfrage anpassen. Das optimiert Lieferzeiten und schafft Kapazitäten. In der Praxis gelingt das, wenn die innerbetriebliche Logistik und ihre einzelnen Stationen aufeinander abgestimmt werden.
In modernen Wäschereien ist die Produktionssteuerung komplexer denn je. Höhere Volumina, unterschiedliche Kunden, mehrere Produkttypen und separate Systeme, die nicht automatisch zusammenarbeiten. Da Maschinen unabhängig voneinander gesteuert werden, entstehen leicht Verzögerungen, Stillstände oder Ineffizienzen. Wer alle Maschinen und logistischen Systeme auf einer integrierten Plattform verwaltet, behält den Überblick und kann die gesamte Kette optimal zusammenarbeiten lassen.
Ein zentrales Steuerungssystem, wie WinWash von WSP Systems, macht dies möglich, indem es alle Maschinen und Systeme markenunabhängig verbindet. Das System plant die Waschreihenfolge präzise. Es verfolgt den Fortschritt in Echtzeit und sorgt dafür, dass die Zuführung zu den Maschinen nahtlos und kontinuierlich erfolgt.
Wäscherei auf Kundennachfrage anpassen
Traditionell arbeiten Wäschereien nach dem Prinzip „First in, first washed“: Die Wäsche die zuerst reinkommt, wird zuerst gewaschen. Neue Entwicklungen setzen hingegen auf einen kundenorientierten Prozess: Die Reihenfolge wird danach bestimmt, welche Wäsche zuerst für den Kunden bereit stehen muss. So lässt sich die Produktion an die Nachfrage anpassen, statt an zufällige Eingänge; das führt zu zuverlässigeren Lieferzeiten und nutzt die verfügbare Kapazität effizienter.
Wenn der ideale Wäschefluss einmal klar ist, kann die Einrichtung der Wäscherei darauf abgestimmt werden – und zwar in jeder Phase des Prozesses, vom Eingang bis zur Auslieferung.
Laufwege für Mitarbeiter mit Wäschewagen lassen sich beispielsweise mit strategisch platzierten Hängebahnen, Transportbändern und Sortiersystemen reduzieren. So fließt die Wäsche effizient durch die Wäscherei. Das minimiert Still-stände und die Mitarbeitenden wissen genau, wann und wo sie tätig werden müssen. Das Ergebnis ist eine optimal organisierte Produktionsumgebung, in der Maschinen und Logistik für maximale Produktivität und Zuverlässigkeit zusammenarbeiten.

Maßgeschneiderte Sortiersysteme
Das Sortieren der Wäsche bildet eine wichtige Schnittstelle in der internen Logistik und bestimmt maßgeblich, wie reibungslos Chargen durch den Rest der Wäscherei fließen. Maßgeschneiderte Sortiersysteme passen sich an die Arbeitsweise und die physische Einrichtung der Wäscherei an, sodass Chargen kontinuierlich und zum richtigen Zeitpunkt zu den Waschstraßen weitergeleitet werden und der Waschprozess ohne Unterbrechungen ablaufen kann.
Hängebahn: Zentrales logistisches System
Die sortierte Wäsche wird idealerweise in Wäschesäcken in einem Hängebahnsystem mit Speichersystem gepuffert, das eine automatische Beladung der Waschstraßen erlaubt. Dies sorgt für eine konstante Zuführung, eine effiziente Beladung der Waschstraßen und einen vorhersehbaren Prozess. Die Pufferfunktion ermöglicht es, die Waschreihenfolge während des Prozesses nach Bedarf anzupassen.
Eine Hängebahn mit geschlossenem Hutschienensystem hat den Vorteil, dass sich kaum Staub oder Schmutz ansammelt. Selbst schwerere Wäschesäcke bewegen sich dank des Doppel-Trolleys reibungslos durch das System, wodurch es zuverlässig und wartungsarm bleibt. Die Hängebahn entlädt die Wäsche automatisch in die Waschstraßen, sodass der Fluss kontinuierlich aufrechterhalten wird und der Prozess planbar bleibt.
Transportbänder und Batch-Separatoren
Von den Waschstraßen aus wird die Wäsche über verschiedene Transportbänder weiter durch den Prozess transportiert. Verschiedene Kuchentransport-Systeme können die Wäsche automatisch zu Trocknern transportieren, während Batch-Separatoren große Chargen in Einzelstücke aufteilen und zu Mangelstraßen oder Faltmaschinen weiterleiten. Wichtig bei diesen Transportbändern ist, dass sie robust und langlebig ausgeführt sind, um den Belastungen einer industriellen Wäscherei problemlos standzuhalten.
Durch die Anbindung dieser physischen Infrastruktur an ein zentrales Steuerungssystem können Chargen präzise geplant, nachverfolgt und die Produktion in Echtzeit überwacht werden. So bleibt der Überblick erhalten und der gesamte Prozess kann effizient und kontinuierlich funktionieren.
Vorhersehbarer, effizienter, stabiler Produktionsfluss in der Wäscherei
Das Ergebnis dieser integralen, flussorientierten Herangehensweise, unterstützt durch die richtigen Sortierinstallationen und Förderbänder, ist ein vorhersehbarer, effizienter und stabiler Produktionsfluss, ein Fluss, der sowohl Kapazität als auch Qualität erhöht. Durch die Kombination physischer Systeme und digitaler Steuerung entsteht ein klar strukturierter und reibungsloser Prozess, in dem alle Schritte optimal zusammenarbeiten. Auf diese Weise können Wäschereien auf Kundenwünsche reagieren, Produktionsprozesse optimieren und verfügbare Ressourcen effektiv einsetzen, alles bei gleichzeitig übersichtlichem und beherrschbarem Prozess.
