Werbung schalten Sich von anderen abheben

Möchten Textilpflegebetriebe mit einer Anzeige werben, stehen ihnen diverse Printmedien zur Auswahl. Die Zeitungsannonce ist trotz der neuen Werbemöglichkeiten im Internet beliebt. Eine ansprechende Gestaltung, die Platzierung und der Erscheinungstag sind ausschlaggebend für den Erfolg.

Mit Anzeigen in einer Tages- oder Lokalzeitung zu werben, ist keinesfalls out. Befindet sich die Anzeige am richtigen Platz, wird sie gelesen und lockt Kunden. Foto: Torbz, Fotolia.com - © Torbz, Fotolia.com

Sich von anderen abheben

Zeitungswerbung ist Kommunikation mit bestehenden und zukünftigen Kunden. Textilreiniger sollten nicht erst an Werbung denken, wenn der Umsatz rückläufig ist. Effiziente Werbung wirkt sich zwar nicht sofort auf den Umsatz aus, macht sich aber mittelfristig bemerkbar. So wie Sie monatlich Ihre Ladenmiete überweisen, sollten Sie auch einen festen Betrag für Inserate planen.
Diese zählen zu den klassischen Werbemedien.

Selbst im Internetzeitalter sind die Zeitungsanzeigen immer noch aktuell. Für ein Inserat brauchen Sie keine Agentur und keinen Texter. Sie kaufen den Anzeigenraum und liefern die Textvorlage; Fragen beantwortet die Anzeigenredaktion. Für den Werbeerfolg sollte allerdings eine selbstgestaltete Anzeige unbedingt professionell sein und aus Headline, Fließtext, Slogan, Satz und Grafik bestehen.

Die Tipps eines Experten kosten zwar Geld, bringen aber einen
höheren Aufmerksamkeitswert. Anzeigen können beispielsweise in den folgenden Printmedien geschaltet werden.

Die Tageszeitung: Ab einem Alter von 30 Jahren steigt die Lesequote der Tageszeitung deutlich an; die Menschen lesen länger und gründlicher und möchten auf ihre Zeitung nicht verzichten. Trotz Konkurrenz im Internet: Inserate werden beachtet. Sie erreichen in der Tageszeitung Ihre potenziellen Kunden aus der Region. Die Tageszeitung hat meist eine Gesamtausgabe und Nebenausgaben, in denen Sie benachbarte Regionen erreichen können. Nebenausgaben erhalten den gleichen redaktionellen Mantelteil wie die Gesamtausgabe. Nur der Lokalteil unterscheidet sich. Sie können also mit Ihrer Anzeige die Teilauflage oder die Gesamtausgabe belegen.

Die Anzeigenblätter: Werbung im Anzeigenblatt ist preisgünstiger als in der Tageszeitung. Anzeigenblätter erscheinen in hoher Auflage, sind kostenlos und werden an jeden Haushalt geliefert, sofern das nicht durch einen Aufkleber am Briefkasten verboten ist. Die Auflage kann noch so hoch sein, die Zahl der Leser, die Ihr Angebot lesen, ist meist geringer als in einer Tageszeitung. Dennoch berichten viele Inserenten über gute Erfolge mit ihrer Werbung in Anzeigenblättern, mit denen man eine bestimmte Zielgruppe erreichen kann.

Die Gemeindenachrichten: Früher als Amtsblätter bezeichnet, wirken Gemeindenachrichten zwar seriös, aber für manch potentiellen Kunden eher langweilig und altmodisch, vor allem im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten. Der Inseratepreis ist ausgesprochen günstig. Amtsblätter erreichen aber nur die Bürger einer bestimmten Gemeinde; der Verbreitungskreis ist daher eng und die Leser sind meist älter. Dieser Werbeträger kommt nur in Frage, wenn Kunden in einem nahen Umfeld angesprochen werden sollen. Viele Inserenten wechseln daher zwischen Tageszeitung und Gemeindenachrichten.

Eine einmalige Anzeige ist nicht genug

Weil Anzeigen meist oberflächlich gelesen werden, können Sie Texte längere Zeit wiederholen. Vielen Lesern wird das Inserat erst nach einiger Zeit bewusst. Anzeigenrahmen und Firmenlogo gehören zu den Konstanten und sollten nicht verändert werden, sonst wird die Wiedererkennung beeinträchtigt. Bei Kleinanzeigen (ein- oder zweispaltig bis 40 mm hoch) ist häufiges Wiederholen beinahe obligatorisch. Ein einzelnes Kleininserat bewirkt kaum etwas. Es ist so, als wollte man einen Nagel mit einem Schlag in die Wand bringen. Wiederholung erhöht die Wirksamkeit. Denn der Leser prägt sich Ihre Firma so langfristig ein und kann sich im Bedarfsfall schnell an den Namen erinnern. Es genügt, wenn Sie die Adresse angeben und ein einprägsamer Slogan die Anzeige ziert. Einfache Werbebotschaften haben meist einen schnellen Anfangserfolg.

Ein interessanter Schrifttyp und ein passender Rahmen machen die Anzeige lesenswert. Leser verbinden mit einem modern wirkenden
Inserat einen modern geführten Betrieb. Die Gedankenverbindung fördert das Erscheinungsbild Ihrer Firma. Wenn Sie Ihre Anzeige selbst gestalten, schauen Sie sich vorher die Werbung Ihrer Kollegen an. Sie sollen andere nicht kopieren, sondern sich von Ihnen abheben. Übrigens: Unterstreichungen und Großbuchstaben sind von gestern. Mit Kursivschrift oder Fettdruck wirkt man aktuell. Wenn Sie sich Zeit für die Gestaltung der Anzeige nehmen, kommen Sie auf gute Ideen.

Anzeigenplatzierungen im Lokalteil sind im Vergleich zum Anzeigenteil teuer. Bei einem kleinem Werbebudget sollte man daher davon absehen, direkt im Lokalteil zu inserieren.

Logenplätze garantieren keine Leser

Immer wieder entsteht die Frage: Wo ist meine Anzeige richtig platziert: Rechts oder links? Die „Rechts-oben-Platzierung“ ist nicht unbedingt ein Logenplatz. Der Beachtungswert hängt nur gering von der Platzierung ab, sondern mehr von der Gestaltung der Anzeige, vom Umfeld und von den Nachbarinseraten. Die meisten Menschen lesen eine Zeitung von vorne nach hinten, so wird zuerst die linke, dann die rechte Seite gelesen. Genau umgekehrt ist es bei den Lesern, die eine Zeitung von hinten nach vorne lesen. Es gibt keine Untersuchung, die belegen könnte, wie viele Leser so und wie viele anders lesen. Die dicken Zeitungsausgaben am Wochenende werden unsystematisch gelesen.

Die Wirkung Ihrer Anzeige hängt von den Nachbaranzeigen ab. Eine auffällige Anzeige kann Ihr Inserat erschlagen. Ist das Umfeld ruhig, fallen Sie stärker auf und das Inserat wird zum Eyecatcher.

Eines ist allerdings sicher: Je kleiner die Anzeige, desto wichtiger der Platz. Melden Sie auf jeden Fall Ihre Wünsche an, auch wenn die Anzeigenredaktion keine verbindliche Zusage macht. Gute Kontaktpflege zur Anzeigenredaktion Ihrer Tageszeitung sorgt für die Erfüllung Ihrer speziellen Wünsche.

Auf den Tag kommt es an

Ob Ihre Anzeige wirkt, hängt auch vom Wochentag ab. Am Montag oder Mittwoch, wenn der Anzeigenteil dünn ist, fallen Inserate grundsätzlich stärker auf.

Im „Anzeigenfriedhof“ der Samstagsausgabe, wird Ihre Werbung zwar länger gelesen, aber bei der großen Anzahl an Anzeigen besteht die Gefahr, übersehen zu werden.

Auch für den richtigen Tag gibt es kein Patentrezept, Umfragen bestätigen aber, dass der Wechsel zwischen den Wochentagen günstig ist. Inserieren Sie daher abwechselnd am Montag, dann am Freitag und ein anderes Mal in der Wochenmitte. So erreichen Sie Kunden mit unterschiedlichen Lesegewohnheiten. Rolf Leicher