Bioland-Siegel Sieben Prinzipien für Ökotextilien

Sieben Prinzipien für Ökotextilien

Der Erzeugerverband Bioland hat zusammen mit dem Ökomodelabel „manomama“ aus Augsburg ein neues Biotextilsiegel hervorgebracht. Es soll zum deutschen und europäischen Standard werden.

Textilsiegel wie GOTS (Global Organic Textile Standard) oder IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.) genügen nicht mehr, um Ökotextilien aus heimischen Bioprodukten entlang der regionalen Wertschöpfungskette herzustellen. Das meint Sina Trinkwalder, Inhaberin des bayerischen Ökomodelabels „manomama“. Deshalb schloss sich die Unternehmerin Mitte Februar 2013 mit dem Erzeugerverband Bioland Bayern e.V. zusammen. Gemeinsam haben sie einen neuen, umfassenden Standard für Ökotextilien entwickelt: das Bioland-Siegel für Bekleidung. Es richtet sich nach den „Sieben Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft“. Dazu gehören Regeln wie „im Kreislauf wirtschaften“ oder „Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern“. Diese Richtlinien sollen strenger sein als die der bisherigen Biosiegel für die Bekleidungsbranche. „Wir wollen die Standards für Ökotextilien in die EU-Öko-Verordnung implementieren und damit zum internationalen Standard machen“, erklärt Bioland-Präsident Jan Plagge.

Mit dieser Kooperation gehe Bioland erstmals in seiner 40 Jahre langen Geschichte über den Biolebensmittelbereich hinaus.

Produkte, die mit dem Logo „Empfohlen von Bioland“ verkauft werden, dürfen ausschließlich aus Naturmaterialien und soweit verfügbar aus regionalen Erzeugnissen bestehen.

www.bioland.de/bioland/startseite.html