Südasiatische Bekleidungsfirmen Kritik an Konsumenten von Billigprodukten

Kritik an Konsumenten von Billigprodukten

Immer wieder kommt es in Bekleidungsfabriken in Bangladesch, Indien und Pakistan zu Katastrophen, welche oft hunderte Todesopfer fordern. Ursachen sind meist Fabrikbrände oder Gebäudeeinstürze.

Aus diesem Anlass hebt KommR Ing. Wolfgang Sima, der Vorsitzende der Berufsgruppe Bekleidungsindustrie im Fachverband Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie (TBSL), hervor, dass sowohl der Fachhandel als auch die Konsumenten mit dem Kauf von Markenprodukten der österreichischen Bekleidungsindustrie die Gewähr für eine verantwortungsvolle Herstellung der Waren hätten. „Produkte der österreichischen Bekleidungsindustrie werden nicht in Bekleidungsfabriken in Indien, Pakistan oder Bangladesch hergestellt, welche zum Beispiel bei Bränden oder Gebäudeeinsturz durch Baumängel wie unlängst im Bangladesch immer wieder zu tödlichen Käfigen für oft hunderte Näher werden“, betont er.

Darüber hinaus appelliert Wolfgang Sima vor diesem tragischen Hintergrund an die österreichischen Konsumenten, ihr Einkaufsverhalten verstärkt an sozialen Produktionsbedingungen zu orientieren und daher österreichische Mode vermehrt nachzufragen. „Die Konsumenten von Billigprodukten sind oftmals mitschuldig an den unsozialen Produktionsbedingungen in einigen Lieferländern. Die Konsumentennachfrage nach Billigprodukten wird oft durch unsoziale und unverantwortliche Produktionsbedingungen abgedeckt.“

Aus diesem Grund ruft der Vorsitzende des TBSL die Konsumenten dazu auf, die gegebenen Tatsachen in ihre Einkaufsüberlegungen einzubeziehen.

Dr. Franz J. Pitnik im Fachverband TBSL verweist darauf, dass die Produktionspartner der österreichischen Bekleidungsindustrie sich in Europa befinden. Hauptproduktionsländer sind Ungarn, Bulgarien, Rumänien sowie andere EU-Mitgliedsstaaten und das zukünftige EU-Mitglied Kroatien. Infos: www.tbsl.at

www.tbsl.at