Der Mannheimer Adam Preuß hat einen effektiven und rentablen Hol- und Bringservice für Businessbekleidung aufgebaut. Das Herz des Geschäftsmodells ist eine leistungsfähige Software. Mit dem Gesamtkonzept hat Shirtrunner 2010 den „RWin“ gewonnen - und seitdem weiterhin Erfolg.
Software hilft bei der Abrechnung
Der Gründer Adam Preuß bietet mit Shirtrunner eine webbasierte Software für Textilreiniger mit Hol- und Lieferservice an. Das System ermöglicht es, Touren zu managen, hat u.a. einen automatischen Rechnungsversand an die Endkunden und soll so den Textilreiniger bei der monatlichen Abrechung über eine automatische Sammellastschrift sowie viele weitere Funktionen für den professionellen Betrieb eines Hol- und Lieferservices entlasten. „Ein besonderer Aspekt ist, dass Endkunden über einen eigenen Zugang ihre Hol- und Liefertermine selbst verwalten sowie auch ihre Aufträge einsehen können“, sagt Preuß.
Mit der Gründung im Jahr 2008 war Shirtrunner in der Rhein-Neckar-Metropole (Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen) im Rhein-Main-Gebiet, in Leipzig sowie in der Schweiz vertreten. Seit dem Gewinn des „RWin“-Awards im Jahr 2010 haben sich neue Partner in Stuttgart, Wuppertal, Düsseldorf und München dem Shirtrunner-System angeschlossen. Darunter sind laut Preuß Textilreinigungsprofis wie der traditionelle Familienbetrieb Trieb oder die Firma Drycleaners. „Gemeinsam konnten in diesen Städten Großkunden gewonnen werden, deren Mitarbeiter nun in den Genuss sauberer Hemden, Anzüge, Blusen usw. kommen. Alles ist einfach zu bedienen, koordiniert und abgerechnet über das Shirtrunner-System“, berichtet Preuß. Für Hamburg, Berlin und Köln ist er auf der Suche nach neuen Partnern. Auch im Shirtrunner-System selbst wurden einige Neuerungen realisiert. Neben einem Server mit besserer Performance gehört zu den neuen Entwicklungen eine Anbindung zum Bondrucker, um Tickets direkt aus dem Onlinesystem drucken zu können. Besonders stolz ist Preuß, dass nun auch dünne Einzeltickets (für das Hemdknopfloch) möglich sind. „Das war bei diesen Bondruckern technisch oft problematisch zu realisieren“, weiß der Unternehmensgründer.
Zukünftige Herausforderungen meistern
Und er denkt auch an zukünftige Herausforderungen: Das Lastschriftverfahren wird auf das neue SEPA-Verfahren umgestellt (SEPA = Single Euro Payments Area; einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum). Dieses ist für alle Unternehmen ab 1. Februar 2014 Pflicht. Zur Umstellung auf das SEPA-Verfahren müssen in jedem Unternehmen einige Vorkehrungen getroffen werden, wie z.B. das Beantragen der Gläubigeridentifikationsnummer. Was ein Textilreinigungsbetrieb speziell beachten und tun muss, um ab Februar 2014 über SEPA Geld bei seinen Kunden einzuziehen, beschreibt Adam Preuß in der nächsten Ausgabe von RWTextilservice .