Wäscherei & Mangeldienst Kramps, Bad Wünnenberg Waschen mit eigener Energie

Ein Mini-Blockheizkraftwerk liefert im Wäschereibetrieb von Werner Kramps den benötigten Strom und sorgt für warmes Wasser. Seit März 2012 nutzt die Wäscherei die günstige und umweltschonendeVariante der eigenen Stromerzeugung. Die Rentabilität ist gut, der Geschäftsleiter zufrieden.

Waschen mit eigener Energie

Zu den Hauptproduktionszeiten nutzt die Wäscherei Kramps die von ihrem Blockheizkraftwerk (BHKW) produzierte Energie zu 100 Prozent. „Unser BHKW liefert eine elektrische Leistung von 15 kW und eine thermische Leistung von 30 kW“, erklärt Werner Kramps, Geschäftsführer von Wäscherei & Mangeldienst Kramps in Bad Wünnenberg.

Seit März 2012 läuft die motorbetriebene Anlage; bereitgestellt hat sie der Energiedienstleister E.ON Westfalen Weser Energie-Service GmbH. „Das BHKW gehört E.ON, wir bezahlen lediglich einen monatlichen Mietpreis“, erklärt Kramps das Prinzip, „Installation und die mehrmals jährliche Wartung übernimmt der Vermieter. Durch einen von uns bezahlten Bonus pro Betriebsstunden decken wir die Kosten der Wartungsarbeiten ab.“ Dafür garantiere E.ON dem Betrieb, dass das Gerät 24 Stunden am Tag einsatzbereit ist.

Ein Kunde mit einem Gastronomiebetrieb hat Kramps die Idee für das BHKW geliefert. Kramps war schnell überzeugt, vor allem nachdem er die von E.ON vorgelegte Rentabilitätsberechnung sah. „Bisher haben sich alle Vorhersagen daraus bewahrheitet“, sagt der Geschäftsführer. Besonders für Textilpflegebetriebe mit überdurchschnittlichem Wasserverbrauch würde sich ein BHKW lohnen. „Ich spare jetzt Strom, brauche weniger Gas und kann das verwendete Wasser effizient nutzen“, resümiert der Wäscher.

So funktioniert das Mini-BHKW: Unter einer Leistung von 50 kW spricht man von einem Mini-BHKW, wie es bei Kramps im Einsatz ist. Die modular aufgebaute Anlage erzeugt elektrische Energie und Wärme und ist vorzugsweise am Ort des Verbrauchs installiert. Überproduzierter Strom kann ins Netz eingespeist, die Wärme zu Heizzwecken oder zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden.

Den Antrieb der Anlage leistet in der Wäscherei Kramps ein Gasmotor, der mit Erdgas betrieben wird. Dieser treibt durch den Verbrennungsvorgang einen Generator an, der wiederum Strom erzeugt. Gleichzeitig muss beim Verbrennungsvorgang mit Wasser gekühlt werden. „Das Kühlwasser erhitzt sich auf rund 80 °C. Es läuft über einen Wärmetauscher und wird zum Waschen in unseren zehn Waschmaschinen verwendet“, erläutert Kramps.

Das Besondere an der Funktionsweise eines BHKW ist der hohe Gesamtnutzungsgrad und, dass die Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung genutzt werden kann.

Was übrig bleibt, wird weiter verwendet

Das Prinzip des BHKW ermöglicht es, nicht genutzten Strom gegen Vergütung ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. So wird weniger Strom aus herkömmlichen Kraftwerken verbraucht; die beinahe vollständige Energienutzung schont die Umwelt. Zu Produktionszeiten zwischen sieben und 18 Uhr braucht Kramps den erzeugten Strom selbst, er wäscht monatlich rund 6 t Wäsche.

Die erzeugte Wärme setzt Kramps auch für seine Trockner ein. Ebenfalls über einen Wärmetauscher wird das Wasser in warme Luft verwandelt, die die Wäsche trocknet. Übrige Wärme leitet er über ein Rücklauftemperaturerhöhungssystem in einen nahegelegenen Pufferspeicher mit 1.000 l Fassungsvermögen in einem Bürokomplex. So kann er seine Leitung entlasten.

„Ich kann Wäschereien ein BHKW empfehlen. Es eignet sich ideal zum Kostensparen, verschwendet keine Energie und schont die Umwelt“, sagt Kramps. Eine rundum perfekte Lösung für den Wäscher, der bisher keine Nachteile am BHKW entdeckt hat. bf

www.waescherei-kramps.de

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