Ein gut funktionierendes innerbetriebliches Sortier- und Transportsystem ist ein wichtiger Teil des Wäschereiprozesses. Dabei kommt es nicht nur auf die Technik an, auch die Mitarbeiter können zur reibungslosen Logistik beitragen. Das weiß auch das niederländische Unternehmen WSP. Es entwickelt komplette Logistiklösungen für Wäschereien.
In Fluss bleiben
Wenn die schmutzige Wäsche im Textilpflegebetrieb angeliefert wird, muss sie irgendwie zu ihren nächsten Stationen gelangen - und das auch noch möglichst geordnet und effizient. Die interne Logistik mit Sortier- und Transportsystemen ist ein wichtiger Baustein für die Produktivität und Wirtschaftlichkeit einer Wäscherei. Weist z.B. ein Teil des Fördersystems einen Mangel auf oder verursacht eine Störung, kann es dazu kommen, dass der gesamte Prozess stillsteht oder zumindest nur eingeschränkt funktioniert. Zuverlässigkeit ist also gefordert.
„Optimierte interne Logistik kann sogar dafür sorgen, dass die Produktivität der Mitarbeiter steigt“, sagt Redmer Aarnink, der im Verkauf von Wäschereilogistikspezialist WSP tätig ist. Denn wenn die Arbeitsumstände passen, wirkt sich das auf die Mitarbeiterleistung aus. Ein Stichwort ist hier beispielsweise die Ergonomie: „Wenn Sortier- und Transportvorrichtungen auf der richtigen Höhe sind, tun sich die Mitarbeiter leichter - und es schont den Rücken“, sagt Aarnink. Mitarbeiter sollten außerdem einen kontinuierlichen Fluss an Arbeit haben - nicht zu viel und nicht zu wenig.
Ausgeklügeltes System
Um das steuern zu können, ist ein ausgeklügeltes System notwendig. WSP bietet entsprechende Lösungen. Das niederländische Unternehmen wurde 1993 gegründet und hat sich auf Logistiklösungen für industrielle Wäschereien spezialisiert. Es bietet nicht nur die entsprechende Hardware von Hänge- und Rollbahnen bis zu Sortier- und Förderbändern, sondern auch Software. „Eine Software, die Sortier- und Transportsysteme kontrolliert und steuert, ist ebenso wichtig wie die Hardware“, meint Aarnink. Nur so könne man die richtige Menge Wäsche zum richtigen Zeitpunkt zu den richtigen Mitarbeitern bringen. „So nimmt man auch den Zeitdruck von den Mitarbeitern, sie sind motivierter und machen weniger Fehler.“
Die Software „WinWash“ von WSP hilft bei der Beherrschung der Prozesse in der Wäscherei. Das Programm zur Prozessvisualisierung und Steuerung besteht aus folgenden Modulen:
-Track & Trace: für die Visualisierung des Waschguts vom Eintreffen bis zur Auslieferung.
-Logistik: für die intelligente Steuerung des Logistikprozesses, ganz auf die Maschinenkapazität und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Finishabteilung abgestimmt.
-Taktwaschanlage: für die komplette Besteuerung einer Waschstraße.
-Trockner: für die komplette Besteuerung der Trockner.
-Arbeitsanweisungen und Planung: für die Anweisung der Produktionsmitarbeiter.
Um das System möglichst flexibel zu halten, verknüpft „WinWash“ zwei gesonderte Parameter mit einem Produkt, nämlich die Produktgruppe und Kategorie. Das Programm ermöglicht so auch die sogenannte „Lean Production“, also schlanke Produktion. Hierbei sollen Arbeitsfluss, Prozesse und Ergebnisse optimiert werden. In der Textilpflege heißt das z.B., nur so viel Wäsche anzuliefern, wie sie von der Produktion auf der Seite der Reinwäsche auch wirklich verarbeitet werden kann.
Blockweises Waschen
Bei der Sortierung der Schmutzwäsche wird durch „WinWash“ angewiesen, in welcher Reihenfolge die Beladung erfolgen muss. Beim Abruf der Hängebahnen können Präferenzen berücksichtigt werden, z.B. ein blockweises Waschen bestimmter Arten Waschgut, die Trocknerkapazität, das Prinzip „First in, first out“ oder auch die Zeit, die das Waschgut nach einer Verarbeitungseinheit höchstens unterwegs sein darf. Auch die Wäschewagen können visualisiert und gesteuert werden.
Die Produkte und Systeme passt WSP an die Gegebenheiten der einzelnen Betriebe an. So gehören zu den Kunden Wäschereien mit 160 t bearbeiteter Wäsche pro Tag, aber auch kleinere mit 1 t Wäsche.