Im Gespräch mit Claudia Pollauf von Fintec Textilpflegesysteme Tradition pflegen, Erfolge teilen

Sie ist eine Frau der Tat: Claudia Pollauf. Als Verantwortliche für das Marketing der Fintec Textilpflegesysteme GmbH pflegt sie die Unternehmensphilosphie und den Erfindergeist der Fintec-Gründergeneration. Sie vereint fachliches Know-how und die „Hard Facts“ der Branche mit Menschlichkeit.

Für Claudia Pollauf ist Nähe ein Weg zu unternehmerischem Erfolg. Foto: Fintec - © Fintec

Tradition pflegen, Erfolge teilen

Erfolge werden nicht von Unternehmen gemacht, sondern von Menschen. Nach diesem Motto arbeitet und leitet Claudia Pollauf von der Fintec Textilpflegesysteme GmbH. Sie ist nach einem Architekturstudium und dem Master in Projektmanagement in das Familienunternehmen ihres Vaters Heribert Ortlof eingestiegen. Dieser hat es 1991 zusammen mit Robert Schenk, unter dem Namen Ortlof & Schenk GbR, gegründet. Zusammen mit ihrem Bruder Andreas Ortlof ist sie die Nachfolge für die Leitung des Maschinenunternehmens. Warum Claudia Pollauf als Unternehmerin auf menschliche Nähe setzt und mit Kundenwünschen wachsen möchte, erzählt sie im Gespräch mit RWTextilservice .

RWTextilservice: Frau Pollauf, was ist Ihr Leitsatz für die Unternehmensführung?

Claudia Pollauf: Ein Zitat von Lee Iacocca: „Business ist nichts anderes als ein Knäuel menschlicher Beziehungen.“

RWTextilservice: Was bedeutet das für Sie?

Claudia Pollauf: Dass der zwischenmenschliche Umgang letztendlich darüber entscheidet, wie erfolgreich wir mit unserem Unternehmen sind. Erfolg sind für mich vor allem solide und ehrliche Kundenbeziehungen als Grundlage für eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Verlässlichkeit und Ehrlichkeit sind die Voraussetzung für jede gute Beziehung. Das gilt auch im Geschäftsleben. Und so praktizieren wir es im Hause Fintec: Unsere Kunden können uns beim Wort nehmen. Was wir heute sagen, gilt auch morgen noch. Außerdem versprechen wir nichts, wenn wir nicht davon überzeugt sind, dass wir es halten können.

RWTextilservice: Was treibt Sie unternehmerisch an?

Claudia Pollauf: Neben den engen familiären Bindungen der Blick auf die Chronik unseres Unternehmens, die enorme Entwicklung der letzten 20 Jahre und zu sehen und zu erleben, dass sich Fintec neben den anderen großen Marken auf dem Weltmarkt durchsetzt. Uns ist es gelungen, als vergleichsweise kleines Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig zu sein. Ich bin mit der Entwicklung von Wäschereimaschinen aufgewachsen, wobei es nicht von Anfang an mein Ziel war, gemeinsam mit meinem Bruder die Firma zu übernehmen. Zunächst studierte ich Architektur und sammelte viele Jahre Berufserfahrungen. Dann absolvierte ich noch einmal ein Masterstudium mit dem Schwerpunkt Projektmanagement.

Als ich zum ersten Mal aktiv unser Team auf der Texcare in Frankfurt unterstützte, stellte sich konkret die Frage: Warum sollte ich mein Wissen und meine Energie in eine andere Firma stecken, wo doch mein Vater und Robert Schenk ein tolles und vor allem aufstrebendes Unternehmen aufgebaut hatten? Seit 2003 gehöre ich zum Fintec-Team. Und ich freue mich darauf, unser Maschinenunternehmen gemeinsam erfolgreich weiterzuführen.

RWTextilservice: Was machen Sie - was macht Fintec - anders?

Claudia Pollauf: Die Leidenschaft meines Vaters für Maschinen und Technik hat unsere Kindheit geprägt. Auch mein Bruder Andreas war schon immer ein Tüftler; unser Keller zu Hause war voll mit irgendwelchen technischen Geräten. Der Erfindergeist meines Vaters und seines Mitstreiters Robert Schenk haben auch unsere Unternehmenskultur geprägt. Ich glaube, das ist die besondere Fintec-Energie: Wir werden nicht müde, Lösungen zu finden, um auch den ausgefallensten Kundenwunsch zu erfüllen. So sind wir mit den Ansprüchen unserer Kunden gewachsen. Sie spornen uns zu Bestleistungen an. Unsere Stärke ist die Fähigkeit, Einzellösungen zu finden. So sind wir Spezialisten für Systemtechnik im Finishbereich geworden.

RWTextilservice: Welche drei Anliegen sind Ihnen als Unternehmerin wichtig?

Claudia Pollauf: Zunächst, unsere Produktion am Standort Deutschland weiter zu sichern, um Arbeitplätze in der Region zu erhalten und langfristig Technikqualität „made in Germany“ bieten zu können. Es ist mir wichtig, zu den Menschen, die für uns arbeiten, eine direkte, persönliche Beziehung zu haben. Viele sind schon lange bei Fintec; wir sind ein Familienunternehmen. Jeder gibt sein Bestes und kann sich auf den anderen verlassen. So wachsen wir gemeinsam mit unseren Herausforderungen.

Wir müssen auch Umwelt und Ressourcen schonen. Wenn ich durch halb Europa fahren muss, um Teile zu erhalten, die irgendwo im Ausland gefertigt wurden, geht das für mich am ökologischen Gedanken vorbei. Unsere Zulieferer sitzen quasi vor der Haustür. Damit werden wir nicht die Welt retten, aber wir fangen im Kleinen an.

Außerdem ist es wichtig, die menschliche Nähe zu unseren Partnern zu pflegen sowie die Qualität unserer Kundenbeziehungen. Das erreichen wir durch überschaubare Strukturen und den direkten Draht, den unsere Kunden z.B. zur Geschäftsleitung haben. Ich möchte erreichbar sein, nicht unnahbar, keine graue Eminenz im Hintergrund. Vor allem nicht für unsere Mitarbeiter.

RWTextilservice: Frau Pollauf, vielen Dank für das Gespräch.

Gabriele Rejschek-Wehmeyer

www.fintec-gmbh.de