Leasing für Wäschereien Flexible Finanzierungslösung

Als Wäscherei können Sie nicht nur Textilien verleasen, sondern auch selbst Objekte durch Leasing finanzieren. Als Finanzierungsalternative zur Hausbank kann Leasing Liquidität sichern und die Kreditlinien schonen. Wie, das erläutert Marcus Wissgott von der IFL Industrie Leasing GmbH.

Marcus Wissgott von der IFL Industrie Leasing GmbH.Foto: IFL Industrie Leasing GmbH

Flexible Finanzierungslösung

Was bedeutet Leasing eigentlich und welche Möglichkeiten und Vorteile können sich für Wäschereien daraus ergeben? Marcus Wissgott von der IFL Industrie Leasing GmbH liefert Antworten.

RWTextilservice: Was bedeutet Leasing generell?

Marcus Wissgott: Der Begriff stammt von Englisch „to lease = mieten, pachten“ und beschreibt eine entgeltliche Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern, ähnlich wie bei einem Mietvertrag.

RWTextilservice: Was unterscheidet das Leasing von der Miete?

Marcus Wissgott: Gegenüber der klassischen Miete bietet Leasing den besonderen Vorteil für den Leasingnehmer, dass er sich das Leasingobjekt, individuell und auf seine Bedürfnisse zugeschnitten, bei beliebigen Herstellern oder Lieferanten aussuchen kann. Die Leasinggesellschaft beschafft das Leasingobjekt und verleast (vermietet) es an den Leasingnehmer.

RWTextilservice: Welche Objekte eignen sich für das Leasing?

Marcus Wissgott: Gerade für Wäschereien dürfte interessant sein, dass als Leasingobjekt nicht nur die „klassischen“ Leasingobjekte wie Fahrzeuge, Maschinen oder EDV-Anlagen geeignet sind. Insbesondere die Mietwäsche (Bett- und Tischwäsche, Frotteewäsche sowie Berufsbekleidung) kann über Leasingverträge finanziert werden. Hier bedarf es aber einer Leasinggesellschaft, die sich mit den Gegebenheiten von Wäschereibetrieben auskennt.

RWTextilservice: Wie sieht ein entsprechender Leasingvertrag aus?

Marcus Wissgott: Die Verträge zwischen der Leasinggesellschaft und dem Leasingnehmer sind nicht starr festgelegt, sondern werden individuell und flexibel gestaltet. Im Einzelnen betrifft es die Vertragslaufzeit, Vertragsart (Leasing oder Mietkauf), Anzahlung und Restwerte. Besonders interessant sind Rahmenverträge. Hierbei wird für verschiedene Investitionen ein gesamter Finanzrahmen zu Verfügung gestellt. Dieser kann dann in Teilbeträgen in Höhe der jeweils benötigten Summe abgerufen werden, beispielsweise um einen neuen Kunden mit Mietwäsche auszustatten.

RWTextilservice: Was hat Leasing mit Kreditwürdigkeit zu tun?

Marcus Wissgott: Um die eigene Liquidität nicht zu belasten, können oder wollen viele Wäschereien nötige Investitionen nicht aus Eigenmitteln finanzieren. Der erste Weg führt daher meist zur Hausbank, um dort ein Darlehen oder die Erhöhung der Kontokorrentlinie zu beantragen. Dies belastet jedoch den Kreditspielraum und könnte dadurch künftige, dringende Investitionen erschweren. Eine Finanzierung über Kontokorrent ist zudem teuer und blockiert wertvolle Liquidität. Natürlich wäre es möglich, die Leasinggesellschaft der Hausbank zu wählen. Entscheidend ist jedoch, dass Leasingverträge mit der Leasinggesellschaft der Hausbank in der Regel mit auf den Kreditrahmen der Wäscherei angerechnet werden und somit den Kreditspielraum nicht erweitern, sondern einschränken.

RWTextilservice: Ich sollte mich bei der Finanzierung also nicht nur auf meine Hausbank konzentrieren?

Marcus Wissgott: Eine Abhängigkeit von der Hausbank als einziger Kapitalgeber ist für viele Wäschereibetriebe nicht von der Hand zu weisen. Nicht nur „harmlose“ Begebenheiten, wie Betreuerwechsel, Umstrukturierung oder Fusionen bei der Hausbank, sondern auch Finanzmarktentwicklungen, wie jüngst die Finanzkrise, können sich mitunter negativ, mit unabsehbaren Folgen für das gesamte Unternehmen, auswirken. Daher gilt: Risikostreuung auch auf der Finanzierungsseite. Bankenunabhängige Leasinggesellschaften sind daher erste Wahl, um sich Unabhängigkeit und Flexibilität zu bewahren.

RWTextilservice: Ab welchem Anschaffungsbetrag und für welche Produkte lohnt sich Leasing?

Marcus Wissgott: „Das kostet doch nur 3.000 Euro. Das bezahle ich mal eben so.“ Viele Wäschereien denken und handeln so. Nur können sich viele kleine Beträge schnell zu einem großen Betrag summieren und belasten „schleichend“ immer mehr die Liquidität. Ganz egal, ob beispielsweise Fußmatten, Transportsäcke oder Wäschewagen - kleinere Anschaffungssummen sind bestens für Leasing geeignet.

RWTextilservice: Fallen Ihnen noch weitere Vorteile von Leasing ein?

Marcus Wissgott: Leasingunternehmen liefern auch gute Gründe zur Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten. Der Hersteller nutzt Leasing als willkommenes Instrument zur Absatzförderung, indem er dieses als Finanzierungsmöglichkeit in den Verkaufsgesprächen mit seinen Kunden einfließen lässt. Nach Abschluss des Vertrags erhält der Lieferant den vollen Kaufpreis über die Leasinggesellschaft und der Kunde wird über die gesamte Vertragslaufzeit betreut. Somit besteht ein ständiger Informationsfluss zwischen Leasinggesellschaft, Kunde und Händler, was in Bezug auf Zusatz- und Anschlussgeschäfte für alle Seiten vorteilhaft ist.

RWTextilservice: Herr Wissgott, vielen Dank für das Gespräch.

www.ifl-leasing.de