Konferenz des Bundesinstituts für Risikobewertung Nanobeschichtung ist sicher

Nanobeschichtung ist sicher

Auf einer wissenschaftlichen Konferenz zum Thema „Bewertung gesundheitlicher Risiken durch Nanosilber“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Anfang Februar in Berlin stellten Forscher der Hohenstein Institute ihre Ergebnisse vor. Auf Einladung des BfR präsentierte Prof. Dr. Dirk Höfer, Leiter des Fachbereichs Hygiene, Umwelt und Medizin, aktuelle Daten aus dem Forschungsprojekt „TechnoTox“, das sich mit Fragen der Nanotoxikologie von Textilien beschäftigt. In dem Projekt arbeiten die Hohenstein Institute eng mit dem Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) in Denkendorf zusammen.

Bei Textilien kommen derzeit in erster Linie Silber-Nanopartikel zum Einsatz. Diese sorgen beispielsweise bei OP-Textilien für eine antimikrobielle Wirkung, um Infektionen vorzubeugen. Die Nanopartikel sind dabei fester Bestandteil der Faser oder über Bindersysteme auf die Faser aufgebracht. Die Forscher des ITV untersuchten unter anderem, welche Mengen von Nanoteilchen sich unter typischer und starker Beanspruchung aus dem textilen Material herauslösen lassen. Anschließend untersuchte das Hohenstein-Forscherteam, ob die abgegebene Partikelmenge zum Beispiel beim Einatmen Schäden an Lungenzellen verursachen könnte.

Zu beiden Punkten konnten die Experten Entwarnung geben: Zum einen war die Menge der vom Textil abgelösten Nanopartikel gering. Zum anderen zeigte die Partikelmenge in einem Lungenmodell keinerlei Auswirkung auf menschliche Lungenzellen.

Viel diskutiert wurde auch eine Studie der Hohenstein-Forscher zur Frage, ob antimikrobielle Textilien beim Tragen die menschliche Hautflora beeinträchtigen könnten. Bei dieser Studie, für die 60 Personen über fünf Wochen antibakteriell ausgerüstete Bekleidung direkt auf der Haut trugen, zeigte sich ebenfalls kein Einfluss auf die Zusammensetzung der natürlichen Hautflora. Ebenso wenig veränderten sich der Haut-pH-Wert der Probanden sowie deren Hautfeuchtigkeit. Weder konnten eine Veränderung der Gesamtkeimzahl auf der Haut noch eine Verschiebung im Keimspektrum festgestellt werden. Die Testpersonen zeigten auch keine dermatologischen Veränderungen wie zum Beispiel zunehmende Trockenheit. Aufgrund dieser Datenlage sehen die Forscher bislang keine gesundheitlichen Gefahren beim Tragen antimikrobieller Textilien auf Silberbasis.F

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