A+A 2011 Endspurt für EU-Ziel

Vom 18. bis 21. Oktober 2011 dreht sich in den Messehallen Düsseldorf wieder alles rund um die Themen persönlicher Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Im Mittelpunkt der internationalen Fachveranstaltung A+A stehen unter anderem wieder Neuheiten aus dem PSA-Bereich. Partnerland der Messe wird in diesem Jahr Polen sein.

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    ObenSchutzbekleidung speziell für Frauen wird es auf der A+A 2011 nicht nur bei der Modenschau in Halle 5 zu sehen geben.
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    RechtsDas Thema Katastrophenschutz wurde als fester Bestandteil in das Messeangebot aufgenommen. Kooperationspartner ist unter anderem das Technische Hilfswerk (THW).Fotos: Rene Tillmann/Messe Düsseldorf

Endspurt für EU-Ziel

Das Ziel ist klar gesteckt: Mit ihrer seit 2007 greifenden Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz möchte die Europäische Union bis zum Jahr 2012 einen Rückgang der Arbeitsunfälle um ein Viertel erreichen. „Wenngleich in der Vergangenheit schon Fortschritte realisiert werden konnten, ereignen sich europaweit immer noch jedes Jahr vier Millionen Unfälle am Arbeitsplatz“, sagt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH. Vom 18. bis 21. Oktober 2011 soll demnach bei der A+A in Düsseldorf, der internationalen Leitmesse für persönlichen Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, der Endspurt eingeläutet werden im Hinblick auf die ehrgeizige Zielsetzung der EU. Die international bekannte Fachveranstaltung bietet bereits zum 29. Mal einen Branchentreffpunkt für die Fachszene des betrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsmanagements.

Mit Spannung wird der A+A 2011 entgegengeblickt, denn unabhängig von den EU-Zielen stehen die Bereiche Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliche Sicherheit vor weiteren Herausforderungen. Die demografische Entwicklung in den Industrienationen führt zu einer Alterung der Erwerbsbevölkerung. Beschäftigungsverhältnisse ändern sich durch den Ausbau der selbständigen Tätigkeit, der Weitervergabe von Aufträgen an nachgelagerte Unternehmen oder auch durch den Anstieg der Beschäftigtenzahlen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Arbeit wird darüber hinaus weiblicher. Aus dem gestiegenen Anteil an Frauen in Bezug auf die Erwerbstätigenquote folgt, dass geschlechterbezogene Sicherheits- und Gesundheitsaspekte stärker zu berücksichtigen sind. Um Tätigkeiten in Industrie und Handwerk mit vollem Einsatz nachgehen zu können, sollten die Frauen entsprechend gekleidet sein. Diesem Anspruch wollen die Anbieter von Schutz- und Berufsbekleidung gerecht werden und gehen deshalb auch auf der A+A mit speziellen Angeboten auf das vermeintlich „zarte“ Geschlecht ein. Die Vielfalt des Angebotes und eine Themenauswahl, die veränderte Bedingungen im Arbeitsumfeld berücksichtigt, sind laut Veranstalter entscheidende Gründe, warum die A+A auch in Zeiten der Wirtschaftskrise ihre Erfolgsgeschichte 2009 fortschreiben konnte - nach Angaben der Messe Düsseldorf mit mehr als 1.500 Ausstellern aus 62 Nationen und mehr als 55.000 Fachbesuchern. Unter Berücksichtigung des guten Anmeldeverlaufs zeichnet sich laut Veranstalter auch für 2011 wieder eine Beteiligung von mindestens 1.500 Ausstellern aus vielen Ländern der Welt ab. Hauptangebotsbereiche der Fachmesse A+A in den Hallen 3 bis 10 sind folgende:

-Persönlicher Schutz (u.a. Persönliche Schutzausrüstungen, Corporate Fashion, sichere Geräte und Einrichtungen).

-Gesundheit bei der Arbeit (z.B. Arbeits-, Umwelt- und Reisemedizin, Prävention, Arbeitsgestaltung/Ergonomie).

-Betriebliche Sicherheit (u.a. Brandschutz, betrieblicher Umweltschutz/Fokus ENVITEC, Mess- und Regeltechnik).

-Katastrophenschutz (z.B. Notfallmedizin, technische Hilfsmittel, ABC-Schutz, Dekontamination).

Während der Messetage findet zum 32. Mal der Internationale Kongress der A+A im Kongresszentrum Düsseldorf statt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) e. V. lädt als Veranstalterin alle Fachleute ein, sich an den vier Kongresstagen über die Themen Sicherheit, Gesundheit und Ergonomie zu informieren und mitzudiskutieren. In 60 Veranstaltungsreihen referieren 350 Experten aus Politik, Forschung und Praxis des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, Reformvorhaben der nationalen und europäischen Politik, technischen und organisatorischen Innovationen sowie neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Auch in diesem Jahr werden sich die International Labour Organization (ILO) sowie die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) wieder mit einer internationalen Programmreihe in den Kongress einbringen.

Neue Entwicklungen bei persönlichen Schutzausrüstungen bilden 2011 wieder einen herausgehobenen Schwerpunkt, auch in den internationalen Veranstaltungsreihen des Kongresses. Dieser korrespondiert laut Veranstalter mit den großen Ausstellungsbereichen der Fachmesse der A+A.

„Persönlicher Schutz ist die beste Garantie für den Schutz der Mitarbeiter, sichert gesunde Arbeit und ein hohes Leistungsvermögen der Belegschaft. Dieser Themenbereich steht deshalb schon traditionell besonders im Blickpunkt bei der A+A“, sagt Joachim Schäfer. 69 Prozent der Besucher der A+A 2009 interessierten sich laut Messe Düsseldorf für den „Klassiker“ im Programm von Fachmesse und Kongress. Zu den Produkthighlights zählten z.B. Businessanzüge ausgerüstet mit Windschutz-Membranen, stylische und zugleich funktionelle Schutzbekleidung speziell für den Außeneinsatz oder auch voll recycelbare Arbeitsschutzjacken.

Ein Blick auf die Marktzahlen zeigt dem Veranstalter zufolge, dass die A+A zentrale Plattform eines Milliardenmarktes ist. Das Marktvolumen für persönliche Schutzausrüstungen (PSA) liege weltweit bei mehr als 17 Milliarden Euro, wovon gut ein Drittel auf die EU-Staaten entfällt. Neben einem gesteigerten Sicherheitsbewusstsein und Produktinnovationen treibt auch „neues Denken“ den Markt. Die Hersteller von PSA sorgen nicht nur dafür, dass ihre Schutzartikel dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Sie fühlen sich verstärkt auch verantwortlich dafür, dass ihre Produkte dem individuellen Bedarf der Anwender gerecht werden. Ein Rundgang über die A+A 2011 soll wieder zeigen, in welchem Maße die Hersteller praktikable Lösungen entwickeln, um die bessere Nutzung von Schutzausrüstungen zu realisieren. Beispielhaft anzuführen sind orthopädisch angepasste Einlagen für Schutzschuhe, Schutzbekleidung und -schuhe speziell für Frauen oder auch Korrektionsschutzbrillen. Ansprechendes Design, intelligente Funktionslösungen und neue Materialien für Schutzbekleidungen thematisiert bei der A+A 2011 neben dem Bereich Corporate Fashion auch die Modenschau in Halle 5.

Zum Rahmenprogramm der Messe zählt zudem ein neues Element: Die Präsentation innovativer Praxislösungen steht im Zentrum des „WorkPlace Design“. Es geht vor allem um die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsprozessen in Produktion und Büro. Zum zweiten Mal findet der „Innovationspark Gefahrstoffe“ statt. Schwerpunkte sind Arbeitsschutz und Anlagensicherheit, Gesundheitsmanagement, effiziente notfallmedizinische Versorgung bei Unfällen mit Chemikalien sowie Präsentationen.

Auf ein positives Echo des internationalen Publikums stieß nach Angaben der Messe Düsseldorf bei der A+A 2009 eine Informationsveranstaltung zur Entwicklung des Marktes für persönliche Schutzausrüstungen in Russland. Daran anknüpfend wird 2011 ein Land mit vergleichbar hohem Marktpotenzial als Partnerland „offiziell“ ausgeflaggt: Polen. Neben einem Gemeinschaftsstand polnischer Aussteller und dem Besuch einer politischen Delegation ist darüber hinaus eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum polnischen Markt für persönliche Schutzausrüstungen geplant.sel