Trans-Textil GmbH Perfektes Zusammenspiel

Leasingfähige Textilien müssen allerhand leisten und sind oft bei textilen Spezialfällen im Einsatz. Ob Warnbekleidung, Hitzeschutz- oder OP-Bekleidung - ganz spezielle Membranen, Beschichtungen etc. sind dann notwendig. Hier müssen nicht nur alle Komponenten zusammenspielen, sondern auch Hersteller und Aufbereiter.

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    Mit hochabsorbierenden Oberflächen optimiert Trans-Textil das Flüssigkeitsmanagement von OP-Abdecktüchern durch beschleunigte Trocknung und gehemmtes Bakterienwachstum.
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    Matthias Krings, Produktmanager für medizinische Textilien bei Trans-Textil. Fotos: Trans-Textil
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    Trans-Textil legt in der Fertigung von Funktionstextilien großen Wert auf hochqualifizierte Mitarbeiter und Anlagen auf dem modernsten Stand der Technik.

Perfektes Zusammenspiel

Textilien dienen dem Wohlbefinden und Schutz des Menschen. Deshalb ist das Leitbild der Trans-Textil GmbH geprägt durch die Begriffe Schutz und Sicherheit als den wichtigsten Funktionen der angebotenen Produkte. Das bayerische Unternehmen ist einer der technologisch führenden Hersteller von Funktionstextilien für die persönliche Schutzausrüstung, medizinische und technische Anwendungen. Als Experten für Membrantechnologie,Lamination, Ausrüstung, Beschichtung und Textildruck arbeiten 60 Mitarbeiter am Standort Freilassing im Berchtesgadener Land an der Weiterentwicklung des Portfolios von leasingtauglichen Membranlaminaten. Neben kundenbezogenen Produkten umfasst das Angebot Textilverbünde für OP-Mäntel und Abdecktücher sowie für hochsichtbare Warnbekleidung (EN 471), Feuerwehreinsatzbekleidung (EN 469/HuPF), Hitzeschutzbekleidung (EN11612), Bekleidung zum Schutz gegen schlechtes Wetter (EN 343) und Kälte (EN 342) sowie antistatische Schutzbekleidung (EN 1149) oder Sicherheitsschuhe (EN 344).

RWTextilservice hat mit Matthias Krings, Produktmanager für medizinische Textilien und Mitglied der Geschäftsleitung bei Trans-Textil, gesprochen, um zu erfahren, was die Besonderheiten der Funktionstextilien sind und was textile Dienstleister über die Aufbereitung wissen sollten.

RWTextilservice: Auf welche Eigenschaften kommt es bei Membranen, Fasern und Geweben für leasingfähige Textilien an? Welche Anforderungen müssen sie erfüllen?

Matthias Krings: Die von der Trans-Textil GmbH gefertigten Funktionstextilien beinhalten mindestens eine textile Komponente und mindestens eine Funktionsschicht, also eine Membran und/oder Beschichtung. Letztendlich entscheidend sind die Eigenschaften des fertigen Textilverbundes, beispielweise von Dreilagenlaminaten für OP-Mäntel oder -Abdecktücher. Der Erhalt von Schutzeigenschaften in der Anwendung und Wiederaufbereitung spielt die wichtigste Rolle. Vor allem im Hochleistungsbereich der medizinischen Membranlaminate müssen die Produkte eine zuverlässige Barriere gegenüber Flüssigkeiten, Bakterien und Viren bieten, gleichzeitig aber auf Tragekomfort und hohe Beanspruchung in einem langen Lebenszyklus abgestimmt sein. Dies beginnt bei der Auswahl der Rohstoffe. Trans-Textil erreicht seinen hohen Qualitätsstandard unter anderem durch den Einsatz robuster atmungsaktiver Membransysteme. Dabei greifen wir auf ein breites Portfolio zurück, veredeln die Membranen selbst oder entwickeln sie weiter.

Erfolg haben wir aber erst durch die gezielte Abstimmung bewährter und innovativer Membranen mit Textilien und Verarbeitungstechnologien. Unser Ziel ist das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten. Bei einem flexiblen Portfolio kommt uns zum Beispiel unsere exklusive Laminationstechnologie „Point in Point“ entgegen, die eine hohe Belastbarkeit des Textilverbundes bei besonders hoher Atmungsaktivität gewährleistet.

RWTextilservice: Was müssen Wäscher und Textildienstleister Ihrer Meinung nach über die Textilverbünde wissen, die sie bearbeiten? Wo liegen gerade bei leasingfähigen Textilien die Knackpunkte?

Matthias Krings: Wir halten einen konstruktiven Informationsaustausch für sehr wichtig. Als Hersteller arbeiten wir genau wie unsere Partner in dieselbe Richtung: Die jeweiligen Anforderungen unserer gemeinsamen Kunden, den Anwendern, optimal zu erfüllen. Daraus ergibt sich das Ziel für die Gestaltung der Membranlaminate.

Im nächsten Schritt stimmen wir uns mit unseren Partnern bis hin zur Wiederaufbereitung ab, klären technische Eigenschaften und kommen Anforderungen an Waschprozesse und Lebenszyklen entgegen. Um gemeinsam das Optimum zu erreichen, braucht es gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Anforderungen und professionellen Abläufe. Mit diesem Informationsfluss und Kundennähe in der gesamten Kette haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. So entstehen anspruchsvolle Produkte, die den Alltag im OP, die Bedingungen der Wiederaufbereitung und der Fertigung von medizinischen Funktionstextilien berücksichtigen.

RWTextilservice: Was sind häufige Fehler, die von Wäschern und Textildienstleistern mit Ihren Produkten gemacht werden?

Matthias Krings: Funktionstextilien sind komplexe Produkte, die insbesondere im Laufe eines langen Lebenszyklus vielen Einflüssen in der Praxis und in der Wiederaufbereitung ausgesetzt sind. Auf der anderen Seite sind auch die Verunreinigungsmöglichkeiten vielfältig und komplex. Die schwierige Aufgabe, für Sauberkeit und zugleich die Erhaltung des Lebenszyklus zu sorgen, obliegt dem Textildienstleister.

Die Abstimmung mit der textilen Lieferkette, ausführliche Testreihen in standardisierten Prozessen, aber auch mit Sonderbehandlungen, die bei besonderen Verschmutzungen erforderlich sein können, Schulungen und Reproduzierbarkeit - all dies sind Voraussetzungen für die Erfüllung der Aufgabe. Funktioniert dies in guter Partnerschaft, so ist die Fehlerhäufigkeit minimiert und Problemlösungen können schnell gefunden werden.

RWTextilservice: Die Rohstoffmärkte sind in Bewegung. Inwiefern machen sich Preissteigerungen bei Ihnen bemerkbar?

Matthias Krings: Besonders, wenn der Preisdruck steigt, sind kreative Lösungen gefragt, die nicht gleichzeitig auf Kosten der Qualität gehen. Dabei hilft es, das Endprodukt in seiner gesamten Lieferkette zu betrachten und nach Ansatzpunkten zu suchen. Im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung ist uns das zum Beispiel mit der neuen Ausrüstung „Topaz dualguard“ gelungen. Neben einer guten Schmutzabweisung bietet diese Veredelung ausgezeichnete Werte in der Auswaschbarkeit von Verunreinigungen. So können Waschzyklen und Reinigungsmittel eingespart werden und die Lebensdauer der Schutzbekleidung verlängert sich, weil etwa hochsichtbare Eigenschaften deutlich länger erhalten bleiben.

RWTextilservice: Was sind die neuesten Entwicklungen Ihres Unternehmens?

Matthias Krings: Da wir sehr stark kundenbezogen arbeiten, gibt es bei Trans-Textil laufend Neuentwicklungen, die verschiedene Anforderungen am internationalen Markt für OP-Textilien und Schutzbekleidung abdecken.

Im OP-Bereich besteht großes Interesse an unserer Produktlinie High Performance Plus. Diese Membranlaminate übertreffen die Standardanforderungen der Norm EN 13795, insbesondere bezüglich der Dichtheit gegenüber Flüssigkeiten und Mikroorganismen.

Dabei sind ganz klar Zusatzfunktionen gefordert, bei denen wir uns stark an den Rückmeldungen unserer Partner aus der Praxis orientieren. So punkten diese OP-Laminate der höchsten Leistungsstufe überall dort, wo im OP große Mengen an Flüssigkeit anfallen. Hohes Absorptionsvermögen, beschleunigte Trocknung, Bakterienhemmung und Gewichtsreduzierung sind Themen, zu denen laufend verbesserte Produkte entwickelt werden.

In eine andere Richtung geht das europäische Projekt „Prosys-Laser“, in dem bis Ende 2012 der Laserschutz für die persönliche Schutzausrüstung optimiert wird.

RWTextilservice: Wenn Sie in die Zukunft blicken, welche Entwicklungen erwarten Sie im Bereich der Funktionstextilien?

Matthias Krings: Natürlich beschäftigen wir uns gemeinsam mit Kunden und Projektpartnern mit Zukunftsthemen wie Laserschutz oder Additiven auf natürlicher Basis. Denn die Anforderungen an Funktionstextilien wachsen und Multifunktionalität ist heute schon Standard. Erweiterte Eigenschaften sind auch bei dem Thema Smart Textiles gefordert: Konfektionstechnische Lösungen in der Bekleidung müssen in die Flächenware übertragen, erweitert oder sogar ersetzt werden.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit werden auf dem wachsenden und sich verändernden Markt aus unserer Sicht eine verstärkte Rolle spielen. In erster Linie geht es dabei immer um stabile und im Praxiseinsatz bewährte Materialien, die funktionieren. Wir setzen auf starke Partnerschaften sowohl im Bereich der Rohstoffe als auch mit unseren Kunden. Erweiterte Fertigungsprozesse und technische Möglichkeiten auf modernster Basis sind für unser Unternehmen dabei die Grundlage, sich den Herausforderungen des Marktes gezielt zu stellen.

RWTextilservice: Vielen Dank für das Gespräch.sel

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