Desinfektion und Hygiene ist für einen Textildienstleister auch ein Aushängeschild zur Kundenakquise. Bei Buchholz Textilpflege in Baden-Baden ist Hygienebeauftragte Alexandra Nestler für die Überwachung und Umsetzung der Hygienmaßnahmen zuständig. In Fragen der Desinfektion wird sie von Orochemie, einem Hersteller und Spezialisten für Desinfektionsmittel, unterstützt.
Mehr als ein Sicherheitsaspekt
Als moderne Großwäscherei legt Buchholz Textilpflege in Baden-Baden besonderen Wert auf ein vorbildliches Hygienemanagement. Täglich werden hier rund 30 Tonnen Wäsche in zwei Schichten verarbeitet. Dazu gehört auch infektiöse und infektionsverdächtige Wäsche aus Krankenhäusern und Pflegeheimen.
Wie Geschäftsführer Marc Buchholz erklärt, ist die Wäscherei bereits in der vierten Generation in Familienhand. Das Unternehmen ist Mitglied der „Gütegemeinschaft für sachgemäße Wäschepflege e.V.“ und mit dem RAL-Gütezeichen 992/1-3 ausgezeichnet. Dazu gehört ein umfassendes Hygienemanagement, streng überwacht durch die Hohenstein Institute. „Gerade bei Ausschreibungen potenzieller Kunden ist das Gütezeichen unverzichtbar“, berichtet Marc Buchholz. Aus diesem Grund hat die Position der Hygienebeauftragten Alexandra Nestler eine besondere Bedeutung im Unternehmen. Sie ist verantwortlich für die Überwachung und Einhaltung aller Hygienemaßnahmen. Die Ausbildung dazu erhielt sie am wfk-Forschungsinstitut in Krefeld, wo sie auch weiterhin an Fortbildungsseminaren teilnimmt, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Eine ihrer Aufgaben ist die Erstellung der Hygienepläne, die in jeder Abteilung des Unternehmens aushängen. Daraus entnehmen die Mitarbeiter, welche Hygienemaßnahmen an ihren Arbeitsplätzen einzuhalten sind. Die Pläne bilden das Herzstück des Hygienemanagements und sind auch im Qualitätsmanagement verankert.
Zum Schutz vor Infektionen werden ausreichend Händedesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt - griffbereit an jedem Arbeitsplatz, in der Schleuse zwischen unreinem und reinem Bereich, in Transportfahrzeugen, Pausen- und Sanitärräumen. Beim Einsatz der passenden Desinfektionspräparate wird Alexandra Nestler beratend von Orochemie, Hersteller und Spezialist für Desinfektionsmittel aus Kornwestheim, unterstützt. Dabei stehen vor allem Wirksamkeit und Hautverträglichkeit im Mittelpunkt. Eine solche Unterstützung ist laut Geschäftsführer Buchholz unverzichtbar. Es komme immer wieder vor, dass man Fragen an den Desinfektionsmittel-Experten habe. Die Schmutzwäsche wird durch firmeneigene Fahrzeuge im unreinen Bereich angeliefert. Sofort nach Entladen werden die Innenflächen der Lkws mit Dampfstrahlern gereinigt und desinfiziert. Dabei muss es sehr schnell gehen, um die Fahrzeuge nach kurzer Zeit wieder mit sauberer Wäsche zum Abtransport beladen zu können. Hier unterstützt Orochemie die Wäscherei mit besonders schnell wirksamen Desinfektionsmitteln. Auch die Transportcontainer für Schmutzwäsche werden nach Entleerung gereinigt und desinfiziert. In den Produktionsbereichen werden vor allem Förder- und Sortierbänder, Arbeitsflächen und Regale desinfiziert. Regelmäßig überwacht Alexandra Nestler den Desinfektionserfolg. Monatlich werden von ihr Abklatschproben durchgeführt. Zur Überprüfung und Dokumentation steht ihr ein eigenes Labor zur Verfügung, in dem sie vorbildliche Arbeitsbedingungen von ihrem Arbeitgeber gestellt bekommt.
Fallen Abklatschergebnisse negativ aus, so folgen daraus auch Konsequenzen. Mitarbeiter werden zum Einhalten der Hygienemaßnahmen angemahnt, Schulungsfrequenzen erhöht und bei Wiederholungen erfolgt eine Meldung an die Produktions- und Geschäftsleitung. Die Kunden selbst führen bei Buchholz Hygieneaudits durch. Dazu gehört auch die Entnahme von Abklatschproben in den Buchholz-Lkws - eine Maßnahme, die vor allem seit der Schweinegrippe-Welle ergriffen wird. Doch angesichts des vorbildlichen Hygienemanagements bei Buchholz gab es bisher kaum Beanstandungen. Um die Hygienestandards im Unternehmen hoch zu halten, wird jeder Mitarbeiter einmal jährlich von Alexandra Nestler geschult. Die Teilnahme wird in den Personalakten dokumentiert, um diese bei Verleihungen der Gütezeichen oder bei Dekra-Zertifizierungen vorlegen zu können. „Aber auch zur Steigerung der Mitarbeitermotivation sind die Schulungen durchaus sinnvoll“, erklärt Alexandra Nestler. Denn wer mehr wisse, halte die Hygienebestimmungen gewissenhafter ein. So bestünde eher die Bereitschaft, sich bei Kontakt mit infektionsverdächtiger Wäsche die Hände zu desinfizieren oder Mundschutz und Schutzhandschuhe zu tragen.
Infos: www.orochemie.de und www.buchholz-textil.de