125 Jahre ALSCO Nach den Prinzipien des Gründers

Der textile Dienstleister ALSCO feiert in diesem Jahr 125. Geburtstag. Gegründet in Amerika wuchs das Serviceunternehmen weltweit. Die „American Linen Supply Company“ lebt auch nach mehr als einem Jahrhundert nach den Prinzipien des Unternehmensgründers, George A. Steiner.

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    Martin Swierzy, Geschäftsführer der ALSCO Berufskleidungs-Service GmbH Deutschland. Fotos: ALSCO
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    Die „American Linen Company“ in den 1920er Jahren.
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    Heute ist ALSCO ein modernes Textilserviceunternehmen.

Nach den Prinzipien des Gründers

Als Pionier gründete George A. Steiner im Jahr 1889 in Nebraska einen Handtuchservice und ging von Haus zu Haus. Die Idee wurde zu einem Erfolg, zudem übernahm Steiner die Pflege von Schürzen für seine Kunden. Die „American Linen Supply Company“ wuchs von da an stetig und expandierte in die ganze Welt. Heute ist ALSCO auf fünf Kontinenten vertreten.

Im Jahr 1951 wagte die Familie Steiner den Schritt nach Deutschland und eröffnete in Frankfurt am Main ein Papiergeschäft. 1956 weitete man das Geschäft mit einem ersten unabhängigen Wäschereibetrieb in Köln aus. Erster Auftraggeber waren die Bayer-Werke in Leverkusen, die ihre Mitarbeiter mit Berufsbekleidung von ALSCO ausstatten ließen. Leasing war damals in diesem Bereich noch eher unbekannt, konnte sich jedoch dank des umfassenden Services und der übersichtlichen Kosten rasch durchsetzen. Die Expansion nahm ihren Lauf. Mittlerweile verfügt ALSCO über 20 Standorte in Deutschland. 1.135 Mitarbeiter sind im Einsatz und circa 335 weiß-grüne Service-Fahrzeuge beliefern täglich um die 35.000 Kunden. Tagtäglich durchlaufen bis zu 100.000 Berufskleidungsteile, rund 60.000 Glattwäscheteile sowie bis zu 5.000 Stoffhandtuchrollen und mehr als 6.000 Schmutzfangmatten die Großwäschereien von ALSCO in Deutschland.

Weltweit tätig, lokal verbunden

Der Gründungsidee der individuellen Kundenbetreuung vor Ort ist man dabei immer treu geblieben. Martin Swierzy, Geschäftsführer der ALSCO Berufskleidungs-Service GmbH Deutschland, sieht darin einen der Erfolgsfaktoren: „Durch dieses dezentrale Managementprinzip mit flachen Hierarchien sind wir kundennah und geben den Mitarbeitern in den einzelnen Niederlassungen Verantwortung und die Möglichkeit zum eigenständigen Arbeiten. Nach unserer Erfahrung bringt diese Eigenverantwortung auch mit sich, dass die Mitarbeiter motiviert sind, ihre Arbeit fachgerecht zu erledigen.“ Aus- und Weiterbildung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Mit momentan 30 Azubis in sieben Ausbildungsbereichen - vom Ser-
vicefahrer bis zum Textilreiniger - tut ALSCO etwas für den Nachwuchs. Mit dem Angebot eines dualen Studiums im Bereich Dienstleistungsmarketing will man in diesem Jahr das Ausbildungsspektrum erweitern. Interne und externe Fortbildungen sollen den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, im Unternehmen weiterzukommen. „Führungspositionen werden möglichst immer intern besetzt“, erläutert Swierzy. Durch Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzprogramme sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Mitarbeiter lange im Unternehmen halten zu können. Das Engagement für Kunden und Mitarbeiter wurde im letzten Jahr mit der Nominierung für den CSR-Preis der Bundesregierung anerkannt.

Langfristige Geschäftsbeziehungen

Das Fördern und Fordern der Mitarbeiter ist nur ein Teil der Firmenphilosophie, die schon der ALSCO-Gründer vertrat. George A. Steiner war davon überzeugt, dass langfristige Geschäfts- und Kundenbeziehungen nur durch gegenseitigen Respekt, stetige Prozessverbesserungen und in der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und der Gesellschaft erfolgen können. So wurden beispielsweise seit dem Jahr 2000 über 64 Millionen Euro in Gebäude, Maschinen und Anlagen investiert. Das lebt ALSCO nach wie vor. Es werden regelmäßig Modernisierungen und Investitionen durchgeführt, um langfristig und somit auch nachhaltig erfolgreich sein zu können. Man ist außerdem der Überzeugung: „Es hilft beim Wachstum, wenn ein Unternehmen die Interessen der Gesellschaft beachtet“, erläutert Swierzy. So versucht man bei allen Entscheidungen, die Interessen der Stakeholder einzubeziehen. Der Respekt gegenüber Kunden und Lieferanten äußert sich nicht nur in persönlichem Service und Fairness, sondern auch in Transparenz. „Dabei ist der Nutzen für unsere Kunden stets Antrieb und Maßstab für unsere Arbeit“, meint Swierzy. Wichtig bei allem sei eine langfristige, nachhaltige Ausrichtung. Dazu gehört auch, die textile Dienstleistung als „wertvollen“ Service darzustellen und anzubieten. „Ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis ist uns wichtig“, sagt Swierzy. Auch in Zukunft sieht er großes Potenzial für den Textilservice und möchte sich weiterhin zusammen mit Kollegen für die Branche engagieren. Das tut das Unternehmen ALSCO u.a. in den Verbänden WIRTEX und intex.

Die Mitarbeiter der 20 deutschen ALSCO-Standorte und Martin Swierzy freuen sich in jedem Fall sehr über das Jubiläum, welches u.a. mit Aktionen für die Kunden sowie Festen für die Mitarbeiter entsprechend zelebriert wird. „ALSCO ist schließlich ein seltener Vertreter seiner Art: Seit seiner Gründung, und damit seit vier Generationen, ist das Unternehmen immer noch in Familienhand.“ sel