RFID und Hygiene Schutz bei der Textilannahme

„Mitarbeiter sind das wertvollste Betriebskapital“, findet Horst Kolender, Geschäftsführer von Rohde Consulting und Entwickler und Anbieter des Texkol-Systems. Mittels RFID-Technik bei der Annahme von Bekleidung in Textilreinigungen soll das System helfen, Mitarbeiter vor Krankheitserregern zu schützen.

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    Der Kunde gibt seine per RFID gekennzeichnete Jacke in den Annahmeautomaten. Foto: Rohde Consulting
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    Beispiel für einen fest angebrachten Chip für einen Exklusivkunden.

3 In gewerblichen Wäschereien mit hygienesensibler Wäsche wird nach dem Prinzip der getrennten reinen und unreinen Seite gearbeitet sowie mit entsprechenden Hygienewaschverfahren, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Wie sieht es aber mit Textilien aus, die in Lösungsmittel gepflegt werden müssen und die vielfach in Ladengeschäften direkt vom Endverbraucher entgegengenommen werden? Mitarbeiter an der Theke in Textilreinigungen müssen täglich hunderte schmutzige Bekleidungsstücke annehmen, meist mit bloßen Händen. Das weiß auch Horst Kolender, Geschäftsführer der Rohde Consulting GmbH in Moers. Er sagt: „Zeit, um nach jedem Kontakt mit schmutziger Garderobe sofort die Hände hygienisch einwandfrei zu waschen (dauert immerhin 2 bis 3 min), ist meist nicht vorhanden.“ Ebenso fragwürdig sei die Variante, die Mitarbeiter an der Theke mit Handschuhen arbeiten zu lassen – wie wäre wohl die Akzeptanz im Sommer bei 30 °C? Die Mitarbeiter müssen nicht nur die Bekleidungsteile annehmen, sondern auch kassieren und somit mit Geldscheinen und Münzen hantieren. Hierfür müssten jedes Mal die Handschuhe ausgezogen oder gewechselt werden. „Die Hygiene bei der Annahme in der Textilreinigung ist also eine nicht zu unterschätzende Aufgabe“, sagt Kolender. Dabei können vorbildlich hygienische Zustände auch Kosten einsparen: „Ein Mitarbeiter, der erkrankt, kostet pro Monat circa 3.000 Euro“, weiß Kolender. So wurde bei der Entwicklung des Texkol-Systems mit RFID-Chips die Lösung für dieses Problem mit eingeplant. Bei dem System wird folgendermaßen gearbeitet: Die Bekleidungsstücke werden sofort bei der Annahme mit RFID-Chips gekennzeichnet. Diese Transponder können laut Kolender mehrere hundertmal eingesetzt werden. Jeder Chip enthält fest verankerte Informationen für das Texkol-System. „Der Unternehmer kann in sechs verschiedenen Programmen jederzeit die Informationen nach seinem Bedarf modifizieren“, erläutert Kolender. Das Besondere sei außerdem, dass der Kunde seine Bekleidungsstücke in hängender Form bereits mit RFID-Transponder gekennzeichnet in der Reinigung abgibt. Das Bekleidungsstück wird registriert bzw. fotografiert; wichtige Daten werden auf die Abholkarte des Reinigungskunden übertragen. „Ein Mitarbeiter im Ladengeschäft ist nur zur Beratung erforderlich und braucht die verschmutzten Bekleidungstücke nicht in die Hand nehmen“, sagt Kolender.

Sobald der Kunde sämtliche Bekleidungsstücke abgegeben hat, erhält er seine Abholkarte. Mit dieser kann er nun seine Teile am Automaten wieder abholen, natürlich komplett, so Kolender. Und das auch noch sieben Tage in der Woche rund um die Uhr dank der automatischen Ausgabe. Eines ist dem Texkol-Entwickler wichtig zu erwähnen: „Die angenommenen Bekleidungsstücke sind sofort fertig gekennzeichnet, da dies schon bei der Abgabe durch den Kunden erfolgt. Ein zusätzliches Kennzeichnen, wie es bei anderen Systemen erforderlich ist, entfällt.“ Auch die „Vier-Augen-Methode“ wird durch das Erfassen mittels Kamera ersetzt. 7

Infos: www.texkol.de