Primus/Holzfuss Trockenschrank für PSA

Der Trockenschrank FDC 6 kann als ­Alternative für ­einen Wäschetrockner speziell für PSA zum Einsatz kommen. Foto: Primus

3 Als Alternative für herkömmliche Wäschetrockner hat Primus neue Trockenschränke auf den Markt gebracht. In diesen Trockenschränken wird die Wäsche nicht „herumgewirbelt“, so dass es laut Hersteller nicht zur Belastung der Gewebefaser kommt. Die Trockenschränke können in der speziellen Ausführung für persönliche Schutzausstattung (PSA) auch für die Aufbereitung von Uniformen der Rettungssanitäter, der Feuerwehr oder Polizei genutzt werden; insbesondere dann, wenn die Wäsche zuvor in einem speziellen Waschverfahren gewaschen und mit einer Imprägnierung versehen wurde, so der Anbieter. Die Imprägnierung erfordere zur Fixierung auf dem Gewebe eine ausreichende Temperatur. Durch die Nutzung von Trockenschränken könne die PSA schonender imprägniert werden als in herkömmlichen Trocknern, da keine mechanische Einwirkung auf die Fasern erfolge. Die Standzeiten der Wäsche sollen sich verlängern, da aufgrund der fehlenden mechanischen Einwirkung kein Bruch und Abrieb der Fasern stattfinde. Dies sei insbesondere bei den Reflektoren an der PSA zu sehen. Weiterhin wird die zu trocknende Wäsche im Trockenschrank FDC 6 gleichzeitig von innen und außen getrocknet. Das Umkehren der schweren Uniformteile und ein weiterer Trockenvorgang, wie es im Trommeltrockner notwendig ist, entfällt. Die Trockenschränke gibt es mit 4, 8 und 16 kg Fassungsvermögen sowie den speziellen Trockenschrank FDC 6 für Uniformen.

Die Feuerwachen einer deutschen Großstadt wurden bereits alle mit Trockenschränken des Typs FDC 6 ausgestattet. Beweggrund war vor allem die schonende Behandlung der Schutzbekleidung, aber auch die Zeitersparnis. Durch die kürzeren Trockenzeiten des Trockenschranks im Gegensatz zur freien Lufttrocknung steht die Wäsche schnell wieder zur Verfügung. Nach einem Einsatz im Regen kann die nass gewordene Bekleidung des Personal ebenfalls in den Schränken getrocknet werden und steht somit für den nächsten Außeneinsatz kurzfristig wieder zur Verfügung.

Die Vorteile von Trockenschränken sind laut Primus folgende:

  • Reduzierung der Trockenzyklen durch gleichzeitiges Trocknen von bis zu sechs Einsatzkombinationen (Hose und Jacke).
  • Verkürzung der Trocknungszeit, da nur ein Trocknungsvorgang (ab circa 2 h, abhängig von der Restfeuchte in der Bekleidung) für maximal sechs Einsatzkombinationen erforderlich ist.
  • Verbesserung der Energieeffizienz durch kürzere Trocknungszeiten im Vergleich zu herkömmlichen Wäschetrocknern und automatische Abschaltung durch Messung der Luftfeuchte im Schrank.
  • Einsparungen bei der Erneuerung bzw. Wiederbeschaffung der Einsatzbekleidung durch die schonende Trocknung. Längere Haltbarkeit vor allem der Signalstreifen sowie Reiß- und Klettverschlüsse. Testreihen ergaben bei Uniformen eine Verlängerung der Tragezeiten von bis zu drei Jahren.
  • Kosteneinsparung durch Reduzierung der Imprägniermittel, da die Imprägnierung ohne mechanische Einwirkung (im Gegensatz zum Reibeffekt in einer Trocknertrommel) länger erhalten und wirksam bleibt.
  • Reduzierung der Folgekosten, da Trockenschränke außer des Lüfters keine beweglichen Komponenten aufweisen und somit die Reparaturanfälligkeit minimalisiert ist.
  • Service- und Wartungszeiten entfallen, mit Ausnahme der VDE-Prüfung. Da kein Abrieb am Textil stattfindet, entfällt auch die Reinigung des Flusensiebes nach jedem Trockenvorgang. Daraus folgt eine erhöhte Einsatzbereitschaft. 7

Infos: www.holzfuss-waeschereitechnik.de

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