Walkfrottier ist gewebte Frottierware, meist aus ungezwirnten, hochgedrehten Polgarnen. Die Schlingen verwerfen sich bei einer Nass-Koch-Behandlung, wodurch der Walkeffekt entsteht. Es handelt sich jedoch nicht um einen echten Walkprozess, denn beim Walken werden Textilien (meist aus Wolle) einer mechanischen Bearbeitung wie Drücken, Stauchen und Schieben in schwach alkalischen Bädern unterzogen.
Zwirnfrottier ist durch die hohe Garndrehung und zusätzliche Verzwirnung relativ fest im Griff. Durch die gezwirnten Schlingenfäden erzielt man einen hohen Massageeffekt. Die Saugfähigkeit ist allerdings niedriger als beim Walkfrottier.
Ein besonders angenehmes Körpergefühl und guten Saugeffekt bietet Veloursfrottier. Die Schlingenoberfläche wird gezielt aufgeraut. Bei besonders hochwertigem Velours werden die Schlingenbögen mit der Schere abgeschnitten. Dadurch entsteht der angenehme Velours- oder Pinseleffekt. Nachteil bei Veloursfrottier ist, dass es durch häufiges Waschen und Abtrocknen mit der Zeit seinen Flor verliert.
Wie wird Frottierware hergestellt? Frottiergewebe (Schlingengewebe) wird auf besonders konstruierten Frottierweb-maschinen in Schaft- oder Jacquardtechnik hergestellt. Das Gewebe besteht aus drei Fadensystemen: einer straff gespannten Grundkette, einer lockeren Florkette, auch Pol-, Schlingen- oder Frottierkette genannt, und dem Schuss. Je nach Qualität der Ware werden Schussgruppen mit drei oder vier Schüssen in einer der Schlingenhöhe entsprechenden Entfernung angeschlagen. Beim Anschlag nimmt die Schussgruppe die Florkette mit, die dabei im Wechsel nach oben und unten Schlingen bildet. Die Schlingenköpfe werden auf einer Schermaschine an der Oberseite aufgeschnitten, so entsteht Webveloursfrottier.
Infos: www.erwinmueller.de
