Wäscheschwund – ein allzu bekanntes Problem für Textilserviceunternehmen. Gerade bei Hotelwäsche oder Textilien aus hygienesensiblen Bereichen herrscht oft mangelnde Transparenz zu Wäscheumlaufmengen. Moderne Identifikationstechnologie kann hier eine Lösung sein. An welchen Stellen in der Wäscherei eine Erfassung der Ware sinnvoll ist, zeigt der folgende Beitrag.
3 Der Wäscherücklauf ist für manchen Wäschereibetrieb Glückssache, der Inhalt der angelieferten Container gleicht einer Blackbox. Er bleibt im Verborgenen und offenbart sich erst nach mühevollem Zählen oder zeigt sich nach dem halbem Weg durch die Prozesse. Für ein Textilserviceunternehmen ist die mangelnde Transparenz ein Kostenfaktor: Ineffiziente Betriebsabläufe, unvollständige Bestandszahlen oder nicht nachweisbarer Warenschwund auf Kundenseite zehren am Gewinn. Moderne Identifikationstechnologie kann Abhilfe schaffen. Sie stellt in jedem Betriebsbereich alle wäscherelevanten Informationen in Echtzeit bereit und liefert die Grundlage für eine gesicherte Kalkulation.
Hotelwäsche oder Textilien aus hygienesensiblen Bereichen gehören im Wareneingang einer Wäscherei zu den schwierigeren Patienten. Sie entziehen sich einer genauen Mengenerfassung. Zwar ergeben Gewichtskontrollen Annäherungswerte über den Inhalt eines Postens. Die exakten Rückgabemengen bleiben aber dennoch im Dunkeln. Im Fall von Schwund bleibt der waschende Betrieb aber den Beweis über den Verbleib der Ware ab der Haustür des Kunden schuldig. Stattdessen gleicht er oftmals die Fehlmenge aus seinem Wäschepool aus, um die Versorgungssicherheit beim Kunden zu erhalten. Spätestens nach einem halben Jahr hat die Wäschewanderung unbekannte Ausmaße angenommen und würde eine personalintensive Inventur beim Kunden erforderlich machen, um den tatsächlichen Wäscheschwund zu offenbaren.
Wissen, wo was läuft
Durch Wäscheschwund verursachte Zusatzlasten und -kosten müssen in einer Wäscherei nicht sein. Moderne, modular aufgebaute Identifikationstechnologien erlauben eine vollständige Bestandskontrolle von Hotelwäsche, Reinigungstextilien und Bekleidung in sämtlichen Betriebsteilen.
Alle notwendigen Komponenten liefert Deister Electronic. Flexible, dünne Ultrahochfrequenz(UHF)-Transponder für jede Wäscheart werden mit allen wäschereirelevanten Informationen versehen. Sie werden an strategisch wichtigen Stellen des Betriebs an ein Lesegerät übertragen. Alle Informationen werden mithilfe eines intelligenten Datenverarbeitungssystems in Echtzeit ausgewertet. Dadurch entsteht zu jeder Zeit ein
lückenloser Überblick über den tatsächlichen Warenbestand in einem Betrieb – und zwar vom Wareneingang bis zur Tourenbereitstellung. Eine zusätzliche Visualisierung der Wäschemenge erleichtert Unternehmen mit Just-in-time-Lieferung zusätzlich, die Mengenverteilung im Auge zu behalten. Metallische Transponder – ebenfalls von Deister Electronic – erlauben eine reibungslose Disposition der für die Transportvorgänge unabkömmlichen Wäschecontainer. Sie zeichnen die Wege der Container durch den Betrieb auf, weshalb auch Hygienenachweise über deren Desinfektion erbracht werden können.
Das Tor zur Erkenntnis
Ein Wareneingangsgate schafft von Anfang an Durchblick im Wäschedurcheinander der vom Kunden angelieferten Säcke und Container und erlaubt dadurch eine genaue Warendisposition und Produktionsplanung. Einem Fußballtor ähnlich erfasst es beim Durchfahren sämtliche mit einem Transponder versehenen Wäschestücke. Die Ware wird automatisch auf dem Kundenkonto oder dem eigenen Pool verbucht und dem nächsten Prozess zugeordnet.
Stück für Stück
Die Erfassung von Einzelteilen kann statt über ein Gate mittels Einzelreader erfolgen. Dieser wird in einen Vereinzelungsprozess auf der unreinen Seite integriert, also in eine Sortierstation, eine Sackfüllanlage oder über dem Förderband im Zulauf einer Waschstraße. Dort liest er die auf den Transpondern jedes einzelnen Wäschestücks abgespeicherten Daten ein und überträgt sie in den Bestand. Dadurch lassen sich auch „Ausreißer“ der bereits erfolgten Wareneingangskontrolle identifizieren. Die Datenerfassung dient außerdem der Zuordnung der Wäsche zum jeweiligen Folgeprozess, den das Textil durchlaufen soll.
Meldung an passender Position
Einzelreader übernehmen auch im weiteren Verlauf die Mengenkontrolle in einer Wäscherei. Für die Erfassung hängender Ware können sie beispielsweise am Warenauslauf eines Tunnelfinishers oder an einem Näharbeitsplatz montiert werden. Für gelegte Ware eignet sich eine Platzierung an der Faltmaschine, um eine punktgenaue Zuordnung der Ware zum verfügbaren Bestand oder dem Lager vorzunehmen. Unter dem Kontrolltisch montierte Einzelreader erfassen jedes Wäschestück und buchen es dem Lieferschein zu. Auch ein Warenausgangsgate kann für Klarheit sorgen. Die Identifikationstechnologie führt also, unabhängig von ihrer Ausgestaltung, genau Buch über das gesamte Geschehen – und schafft den großen Durchblick im Betrieb.
Infos: www.deister.com