Im Gespräch mit dem DTV-Team in Bonn Im Team für die Mitglieder

Veränderung bringt neuen Schwung. Bewährtes schafft Stabilität. Die Mischung macht’s. So sieht es auch Andreas Schumacher. Der Geschäftsführer des Deutschen Textilreinigungs-Verbands hat die DTV-Zentrale in Bonn personell neu aufgestellt. So sieht das Team jetzt aus.

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    Das aktuelle DTV-Team in Bonn (v.li.n.re.): Mara Sola, Claudia Falk, Alexandra Lapuse, Daniel Fuchs, Marco Seifen, Daniel Dalkowski und Andreas Schumacher. Fotos: DTV
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    Winfried Maier, DTV-Justiziar, arbeitet von Stuttgart aus.

3 DTV-Verbandstag 2015 in Leipzig. Neben der Organisation punktete das Serviceteam aus Bonn mit Kompetenz, Herz und Hilfsbereitschaft. Grund genug, die Aktiven hinter den Kulissen einmal persönlich ins Licht zu rücken. Zur gelungenen Mischung des derzeitigen DTV-Teams tragen nicht zuletzt diejenigen bei, die schon vor ihm dabei waren, betont Geschäftsführer Andreas Schumacher. Einer von ihnen ist Rechtsanwalt Winfried Maier. Von Stuttgart aus leitet er seit 2005 die Rechtsabteilung der DTV-Geschäftsstelle. Bevor er im Jahr 1991 in das Büro von Dr. Volker Schmid einstieg, hatte er als Prozessanwalt und in einem Indus­triearbeitgeberverband Erfahrungen gesammelt, bereits hier vorzugsweise im Arbeits-, Tarif- und Umweltrecht. Heute bündelt Maier umfassendes Rechtswissen mit Branchenkompetenz. Wie ausgelastet er sei, könne keine ernsthafte Frage sein, betont der Rechtsexperte mit einem Faible für trockenen Humor. Er stehe für mehr als 1.000 Mitgliedsfirmen bundesweit beratend zur Verfügung. Seit vielen Jahren begleitet er die tarifrechtliche Weiterentwicklung der Branche und gibt sein Know-how in Beratungen, Seminaren und in DTV-Rundschreiben weiter. Zum Glück seien seine Kinder erwachsen, denn den Begriff Freizeit finde er in seinem Duden nicht. Damit er dennoch locker bleibt, nimmt sich Winfried Maier Zeit, um sich mit seiner Frau und Freunden gut zu unterhalten oder Musik zu hören.

Wenn das Expertentelefon klingelt, dann ist Siegfried Lange gefragt. Seit 2010 steht er Mitgliedern und Verbrauchern Rede und Antwort: vermittelnd und ausgewogen. 40 Jahre lang führte der Textilreinigermeister eine klassische Reinigung in Köln, in besten Zeiten mit bis zu 100 Mitarbeitern. Von seinem Sach- und Fachverstand profitieren Kollegen, Verbraucher und die Presse. Als Technikfreak mit Liebe zur EDV bleibt er am Puls der Zeit und im Handwerk verwurzelt. Textilreiniger seien nur für 30 Prozent aller Reklamationen verantwortlich, würden jedoch zu 100 Prozent von Verbrauchern verantwortlich gemacht. Zwischen Verbrauchern, Herstellern und Textilreinigern im Schadensfall eine Lösung zu finden, betrachtet er als seine Aufgabe als Experte am Telefon. Bei allem Engagement ist es ihm wichtig, die Kirche im Dorf zu lassen und seinem Lebensmotto treu zu bleiben. „Alles, was man anfängt, sollte man zu einem guten Ende bringen.“ Seine Vita beweist: Es ist ihm gelungen.

Spannende Branche

Seit drei Jahren arbeitet Daniel Fuchs mit dem „alten Hasen“ zusammen. Auch er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn das Telefon in der Geschäftsstelle unerbittlich Sturm klingelt. Die Mitgliederbetreuung sei umfangreich und zeitintensiv, erklärt der gelernte Bürokaufmann mit Studienerfahrung in Informationswirtschaft an der FH Köln. Er erledigt administrative Aufgaben im Rahmen der Tarifanfragen, der Organisation des Ausschusses „Technik und Umweltschutz“ oder Büroarbeiten für den Hessischen Textilreinigungsverband. Wer einen DTV-Meisterkurs belegen möchte oder erste Infos zur Verbandszertifizierung sucht, ist bei Daniel Fuchs richtig. Was dazugehört, Textilreinigermeister zu werden, ist für ihn kein Rätsel mehr. Vor seiner Bewerbung beim DTV habe er so gut wie nichts über die Branche gewusst, die er inzwischen spannend findet. In seiner Freizeit entspannt sich der aktive Fußballer beim Sport, um am nächsten Tag wieder alle Wünsche der Mitglieder so schnell wie möglich zu bearbeiten.

So wird Kommunikation lebendig

Daniel Dalkowski setzt alle Medien in Bewegung. Seit September 2014 ist die Kommunikation des DTV sein Ressort und die erste berufliche Station nach seinem Studium in Politikwissenschaft und VWL an den Unis Marburg, Köln, Helsinki und Moskau. Als Studierender absolvierte er Praktika im Bereich PR und Public
Affairs. Seine Tätigkeit bei dem Verband, als Schnittstelle von Wirtschaft und Politik, passe perfekt zu seinem Studienprofil.
Als überzeugter Teamplayer kooperiert er mit internen und externen Kommunikationspartnern des DTV. Neben dem Verfassen von Texten arbeitet er in erster Linie konzeptionell, derzeit an einem Projekt für Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung, einem Fotowettbewerb und an neuen Webseiten. Seine Vielseitigkeit ist gefragt, denn die Themen sind breit gefächert: Energiedienst­leistungsgesetz, Hygienemanagement, Arbeitsrecht, Mindestlohn, Nachwuchswerbung und natürlich die klassische PR für den Verband. Weltoffen und reisebegeistert netzwerkt Dalkowski auch privat und pflegt die während des Studiums geknüpften Kontakte.

In enger Zusammenarbeit mit seinen Kollegen stellt Marco Seifen, Leiter der Informationsstelle für Unternehmensführung, seit dem 1. März 2015 einen reibungslosen Informationsfluss sicher. Neu in der Branche ist der ehemalige Anwendungstechniker der Firma Christeyns nicht. Marco Seifen hatte sich bereits während seines Studiums auf das Fachgebiet Wasch- und Reinigungstechnik spezialisiert und während eines Praktikums bei der MEWA in Lauenburg das Segment Textilservice kennengelernt. Im DTV sorgt er nun unter anderem dafür, dass die Mitglieder über Gesetzesänderungen auf dem Laufenden bleiben. Zu seinen Kernkompetenzen gehören die Verbandszertifizierung und die Koordination der Ausschüsse „Technik und Umwelt“ sowie „Aus- und Weiterbildung“. Freie Zeit bleibe momentan wenig, um das zu tun, was ihm privat am Herzen liegt: Partnerschaft, Sport, Reisen, Kochen und drei Katzen. Seifen schätzt ehrliche Begegnungen und will auch im beruflichen Kontext authentisch bleiben.

Damit alles rundläuft

Alexandra Lapuse gehört seit rund 1,5 Jahren zum Team. Mit langjährigen Erfahrungen als Leiterin des Kundenservices eines Internet- und Telefonanbieters war sie prädestiniert, gemeinsam mit Daniel Fuchs sämtliche Sekretariatsaufgaben zu übernehmen. Dank ihres Organisationstalents sind alle DTV-Events bei ihr in
sicheren Händen: Messen, Seminare, Tagungen, der Bundesleistungswettbewerb oder Reisen zur Clean Show 2015 in Atlanta. Für den DTV-Verbandstag in Leipzig hat sie das Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Bereits jetzt hat sie die Texcare International 2016 im Visier. Im täglichen Geschäft kümmert sie sich um die Koordination von Terminen des Präsidiums, um administrative Aufgaben der Ausschüsse oder des DTV med. Ihr ist wichtig, dass alles rundläuft und am Ende alle zufrieden sind. Als Familienmensch legt sie Wert auf ein harmonisches Miteinander, aber auch auf die Freiheit, eigenständig und kreativ arbeiten zu können.

Ihre Kollegin Claudia Falk möchte auch an dieser Stelle eher im Hintergrund wirken. Als erfahrene Buchhalterin trat sie bereits am 15. November 2013 in die Fußstapfen von Doris Loebach, die nach fast 35 Jahren Einsatz für den DTV in den Ruhestand ging. Mit langjähriger Berufserfahrung in der Finanz-, Lohn- und Personalbuchhaltung in einem Verband sowie in mittelständischen Unternehmen war und ist Claudia Falk eine Idealbesetzung. Wer Fragen zu Mitgliedsbeiträgen oder Rechnungen hat, darf sich vertrauensvoll an sie wenden.

Auch Mara Sola gehört seit Januar 2015 als Fachkraft hinter den Kulissen erneut zum aktiven Team. Sie unterstützt Claudia Falk in der Buchhaltung. In der Geschäftsstelle beschäftigt ist sie bereits seit August 2006. Hier konnte sie von Anfang an ihren Wunsch nach der Vereinbarung von Beruf und Familie realisieren. Ihr Sohn Ante ist inzwischen sechs Jahre alt, ihre Tochter Ana drei. Nach einer weiteren Elternzeit von zwei Jahren stieg sie wieder ein, um fachlich am Ball zu ­bleiben.

DTV-Geschäftsführer Andreas Schumacher ist stolz auf das spürbar stimmige Miteinander. Wir wollten von ihm wissen:

RWTextilservice: Herr Schumacher, warum ist Ihnen kooperative Führung wichtig?

Andreas Schumacher: Ich schätze die Motivation, das Engagement und die Fähigkeiten des gesamten Teams und glaube, dass der Verband und seine Mitglieder davon profitieren. Deshalb gebe ich jedem in seinem Aufgabengebiet so viel Gestaltungsspielraum wie möglich. Das halte ich für den stärksten Antreiber für Weiterentwicklung. Auch ich lerne von den anderen, vor allem aber entstehen neue Ideen und Chancen zur Verbesserung. Führung hat sehr viel mit Wertschätzung und Menschlichkeit zu tun. Mir ist wichtig, ansprechbar und authentisch zu bleiben.

RWT: Harmonie klingt für viele weichgespült. Sie sehen das ­anders.

Schumacher: Richtig. Wir sind ein kleines Team mit unterschiedlichen Erfahrungen, Persönlichkeiten und Potenzialen. Genau diese Mischung macht es. Jeder ist auf den anderen angewiesen, denn die meisten Aufgaben sind nur in der Teamarbeit zu bewältigen. Daher ist mir das „Wir-Gefühl“ extrem wichtig. Harmonie schafft eine positive Grundstimmung. Und die ist für eine Geschäftsstelle, die als Dienstleister für ihre Mitglieder auftritt, auch in der Außenwirkung enorm wichtig. Wer sich im Team wohlfühlt, wird dies auch die Kollegen und Mitglieder spüren lassen.

RWT: Was hat sich im DTV strukturell verändert?

Schumacher: Intern haben wir einige Strukturen in der Geschäftsstelle verschlankt, Prozesse umgestellt, in EDV und Software investiert, die Buchhaltung modernisiert. Das ist nichts Außergewöhnliches und gehört zu unseren Aufgaben für unsere Mitglieder. Bei allem, was wir tun, versuchen wir, deren Interessen noch stärker in den Fokus zu stellen und offen zu kommunizieren. Ob das nun die Verbandszertifizierung des DTV ist, der Tarifvertrag, den wir mit der TATEX in diesem Jahr erzielen konnten, oder der stärkere politische Einfluss unserer Branche in Berlin. Wir messen unsere Leistungen an der Zufriedenheit unserer Mitglieder. Letztendlich ist Erfolg immer das Ergebnis stimmiger Teamarbeit.