Personenbezogene Wäsche zu sortieren, stellt Großwäschereien immer wieder vor eine Herausforderung. Schnell kommt es zu Verwechslungen, Verlusten und Reklamationen. Der Einsatz eines Umlaufregals kann helfen, das zu vermeiden.
3 Besonders Wäschereien, die Altenheime als Kunden haben, kennen das Problem: Das Sortieren der Bewohnerwäsche ist eine Herausforderung. Immer wieder kann es zu Irrungen kommen, welches Bekleidungsstück welchem Bewohner gehört. Entsprechend hoch sind die Reklamationen und Verlustraten. Das wiederum zieht Mehrarbeit in der Verwaltung mit sich und falsch sortierte Wäsche muss erneut sortiert oder bei Verlust ersetzt werden. Mit möglichen Lösungen für diese Situation hat sich auch Brian Saitowitz, Gründer und Geschäftsführer von Saitex e.K., während seines zurückliegenden 30-jährigen Berufslebens befasst. So entwickelte er ein selbstgebautes Sortierkarussell, in das personenbezogene Wäsche für amerikanische Kasernen einsortiert wurde. Weiterentwicklungen dieses Systems sind durch Folgeaufträge von Heimen angestoßen worden. Durch eine eigens dafür entwickelte Software und Strichcodekennzeichnung der Wäschestücke sei erstmals eine „Einzelteilverfolgung“ möglich gewesen. Der Strichcode wurde ausgelesen, der Besitzer identifiziert und das Bekleidungsstück in das entsprechende Fach einsortiert. Dabei legte die sortierende Person jedoch immer einen Weg zwischen dem Computer und dem Regalfach zurück. Und auch das Problem der Verwechslungen sei weiterhin bestehen geblieben.
Auf der weiteren Suche nach Lösungen kaufte Saitowitz Anfang der 90er Jahre einen gebrauchten Büropaternoster, ein Umlaufregal, das zu dieser Zeit in vielen Ämtern oder Apotheken im Einsatz war. Auch Wäschestücke ließen sich damit sortieren. Allerdings sei der Prozess viel zu langsam gewesen, um damit konkurrenzfähig arbeiten zu können. Infolge weiterer Recherchen stieß Saitowitz auf den Niederländer Nico Remundt von Technico Automatisering, der einen Paternoster für Wäschereien entwickelt hatte, den „TechniKit“. Dieser besteht aus je zehn Fächern auf zwölf Ebenen, so dass auf einem geringen Platz von 3,75 m² personenbezogene Wäsche für 120 Menschen gleichzeitig sortiert werden könne. Geliefert wird das System mit einer eigenen Software, kann aber auch an die betriebseigene Software angebunden werden. In Betrieb sind laut Saitex mehrere Systeme mit Schnittstellen zu Tikos, AdvanTex, LASO, SAP und Hesse.
Der Arbeitsablauf mit einem solchen Gerät sei einfach: Die Kennzeichnung eines Wäschestücks werde direkt am Paternoster eingescannt. Während das Bekleidungsstück auf dem angebrachten Tisch gefaltet wird, dreht der Paternoster das richtige Fach zum Bediener und zeigt dieses mittels einer eingebauten Leuchte an. Legen, Zuordnen und Sortieren könnten so in einem Arbeitsschritt erledigt, der Ablauf effizienter organisiert und die Stückkosten gesenkt werden.
In Deutschland gibt es dem Anbieter zufolge heute mehr als 100 dieser „TechniKit“-Geräte. In den Benelux-Ländern seien es knapp 250. Laut Saitex gelingt die richtige Sortierung hierbei mit einer Sicherheit von 99 Prozent. So könnten die Reklamationszahlen gesenkt und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden. Die Investitionen sollen sich in zwölf bis 18 Monaten amortisieren.
Infos: www.saitex.de/sortierpaternoster