Norwegisches Textilserviceunternehmen Nor Tekstil Hier wird die Wäsche durchleuchtet

Mit 16 Wäschereien im ganzen Land gehört Nor Tekstil zu den führenden Textilserviceunternehmen in Norwegen. Auch im hohen Norden ist man immer auf der Suche nach Innovationen, die die Prozesse effizienter machen. Mit Maschinen von Inwatec ist dies bei Nor Tekstil gelungen.

Ove Belsvik ist Mitinhaber von Nor Tekstil und von der Inwatec- Technik überzeugt. Foto: Simon Christopher Kubasch/Inwatec - © Simon Christopher Kubasc/Inwatec

3 „Meiner Einschätzung nach wird bezüglich der Maschinen für Waschprozesse einiges passieren in den nächsten fünf Jahren. Das Waschen und Trocknen von Bekleidung ist nicht das Thema – das haben die meisten perfekt im Griff. Aber es gibt noch viel Raum bei der Automatisierung der Logistik und Verpackung.“ Ove Belsvik ist überzeugt, dass auf die Branche des professionellen Textilservices weiterhin zahlreiche Innovationen zukommen. Er ist Entwicklungschef und Mitinhaber von Nor Tekstil, einer der führenden Wäschereien in Norwegen. Das Unternehmen wäscht nach eigenen Angaben für einen erheblichen Anteil der norwegischen Hotelbranche, für Krankenhäuser und Pflegeheime. Dazu kommen zahlreiche Kunden aus der Offshore- und anderen Industrien. Insgesamt 16 Wäschereien betreibt das Unternehmen über fast ganz Norwegen verteilt.

Nor Tekstil entwickelt sich ständig weiter, investiert in neue Maschinen und Technik, um seine Position als einer der norwegischen Marktführer zu halten. Als Teil dieses Prozesses kam die dänische Firma Inwatec ins Spiel. Inwatec ApS ist ein Maschinenbauunternehmen mit Spezialisierung auf die Entwicklung und den Bau hochwertiger Maschinen für Industriewäschereien. Nach eigenen Angaben ist Inwatec Marktführer bei der Herstellung von Mattenrollmaschinen. Außerdem im Produktportfolio enthalten sind Maschinen für die Lagerung und den Transport von Schmutzfangmatten sowie das Packen und Sortieren von Wäschereiartikeln.

Was zunächst als kleine Zusammenarbeit zwischen Inwatec und Nor Tekstil begann, wurde mit der Zeit zu einer bedeutenden Kooperation. Das freut Mads Andresen, Geschäftsführer von Inwatec: „Wir fingen vor einigen Jahren mit der Installation von Mattenrollern bei Nor Tekstil an, weil ich Ove Belsvik überzeugen konnte, dass dies eine gute Idee und profitable Lösung wäre.“ Belsvik betont: „Ich kenne Mads An­dresen gut. Ich weiß, dass wenn wir vereinbart haben, dass ein Roboter 2.000 Bekleidungsstücke pro Stunde aufnehmen soll, er dies auch kann, wenn er ausgeliefert wird. Ich weiß auch, dass Inwatec seine Maschinen speziell im Hinblick auf unsere Bedürfnisse und Herausforderungen entwickelt.“ Das mache es einfacher, in neue Maschinen zu investieren. Nicht zuletzt punktete auch die Profitabilität: „Bei Nor Tekstil glauben wir, dass Maschinen eine Amortisationszeit von unter drei Jahren haben sollten, um eine gute Lösung für uns zu sein. Tatsächlich war die Inwatec-Maschine bereits nach weniger als zwei Jahren amortisiert”, erzählt Belsvik.

Röntgenmaschine für sichere Sortierung

Kürzlich hat er den Firmensitz von Inwatec im Hvidkærvej in Odense besucht, um seinen letzten Kauf zu besichtigen: Eine Röntgenmaschine, die in Nor Tekstils Hightech-Wäscherei in Trondheim zur Verringerung der Kosten für Ersatztextilien installiert werden soll. Nor Tekstil hat bereits eine ähnliche Maschine in Betrieb. Belsvik berichtet: „Die Röntgenmaschine von Inwatec löst ein Problem, das selbst die großen Unternehmen der Wäschereibranche nicht alleine bewältigen können: Menschen machen Fehler, das lässt sich nicht vermeiden.“ Und so lässt schon mal ein Krankenhausangestellter einen Kugelschreiber in der Tasche seines Kittels oder ein Mitarbeiter der Offshoreindustrie einen Schraubenzieher in seiner Jacke. Die Textilien landen in der Wäscherei und ihre ungewollten „Begleiter“ können hier großen Schaden anrichten. Die Röntgenmaschine soll genau das verhindern, indem sie die Wäsche durchleuchtet und Fremdkörper entdeckt.

„Ein Großteil der Wirtschaftlichkeit der Röntgenmaschine besteht darin, dass wir nicht im selben Umfang neue Textilien kaufen müssen wie zuvor. Bei unserer Maschine in Drammen, die seit mehr als sechs Monaten läuft, hat das System einwandfrei funktioniert. Deshalb kaufen wir jetzt Maschine Nummer zwei “, sagt Ove Belsvik und erklärt weiter: „Wir können in den Sammelkisten für die Fremdkörper sehen, dass die Erkennungsrate der Röntgenmaschine hoch ist. Obwohl natürlich immer noch etwas durchschlüpfen kann, passiert dies in komplett anderen Dimensionen als ohne Durchleuchtung.“ Diese Sicherheit bedeute einen immensen finanziellen Unterschied. Denn wenn eine Wäscheladung von einem Stift oder einem anderen Fremdkörper zerstört wird, betrifft das nicht nur die 70 bis 80 kg Bekleidung, die ersetzt werden muss, macht Belsvik klar: „Es kostet auch richtig viel Geld in der Verwaltung, Etikettierung und so weiter.“

Ove Belsvik erwartet, dass die Zusammenarbeit zwischen Inwatec und Nor Tekstil langfristig Potenzial hat. „Wir arbeiten mit einigen der weltweit größten Wäschereitechnikhersteller zusammen. Inwatec ist für uns ein kleiner Partner – aber ein wichtiger.“ Trotz moderner Maschinentechnik gebe es immer noch Lücken in den Prozessen. „Diese Lücken kann Inwatec schließen”, sagt Belsvik. Bei Nor Tekstil stehe die Optimierung von körperlich anstrengenden und personalintensiven Prozessen im Fokus. Arbeitskräfte sind in Norwegen Mangelware. Ergonomie und Automatisierung werden also auch in Zukunft Themen der norwegischen Wäscherei sein.

Infos: www.inwatec.dk

www.inwatec.dk