Schon gewusst? Das ist ein geflügeltes Wort im Hause Hohn in Oberriexingen. Denn: Die Wäscherei und Textilreinigung macht ihre Kunden schlau. Bei jeder passenden Gelegenheit klären Chefs und Mitarbeiter über die Vorzüge der professionellen Textilpflege auf. In RWTextilservice verrät die Geschäftsleitung, warum unternehmerische Flexibilität und Finishtechnik eng ineinandergreifen, wenn es darum geht, den Mehrwert textiler Dienstleistung erfahrbar zu machen.
3 Ob auf der Website, im persönlichen Kontakt oder im konkreten Verkaufsgespräch: Die Hohn GmbH setzt auf Akquise durch Kommunikation und Leistungstransparenz. Schlüssig argumentieren: das schafft Vertrauen! So lautet das Erfolgsrezept seit nunmehr 55 Jahren. Bis heute sind – bei aller Flexibilität – solide Geschäftsbeziehungen die Basis für den Erfolg des textilen Dienstleisters mit Stammsitz in Oberriexingen, sieben Filialen und etwa 40 Annahmestellen bis nach Stuttgart. Der Generationswechsel in dem 1961 von Willi Hohn gegründeten Betrieb ist gelungen, bis heute gehört er zur Geschäftsleitung, in erster Linie beratend. Leichter geworden sei es in den letzten 55 Jahren grundsätzlich nicht, darüber sind sich beide Generationen einig. Der Preisdruck im Wirtschaftsfeld Textilservice ist immens hoch. Jammern bringt aber nichts. Silke und Peter Seitz sind sich einig und von Natur aus optimistisch. „Wer das in unserer Branche nicht ist, dürfte es schwer haben“, sagt Peter Seitz. Seine Frau Silke, seit 1988 Juniorchefin, führt den vom Vater aufgebauten Familienbetrieb weiter.
„Wir sind nach wie vor ein vergleichsweise kleines Unternehmen und als solches am Markt und in unserer Region bestens positioniert“, sagt Silke Seitz. Rund um die Enz, in einem Wirkungskreis von rund 35 km, ist die Hohn GmbH Dienstleistungspartner für Privatkunden und rund 70 Unternehmen. Von den insgesamt 2,5 t Textilien, die täglich im Zentralbetrieb in Oberriexingen gewaschen und gereinigt werden, stammt jeweils rund ein Drittel aus privaten Haushalten, der Hotellerie und Gastronomie sowie Pflege- und Seniorenheimen. Rund 80 Mitarbeiter bilden ein Team von Fachkräften, das sich in nahezu allen Bereichen der professionellen Textilpflege auskennt. Flexibilität, Qualität, Termintreue und Individualität sind die vier Säulen, die das Unternehmen als Firmenphilosophie aufgestellt hat. „Wir sind nicht nur in der Lage, so gut wie sämtliche Textilien schnell, gut und je nach Kundenwunsch zu bearbeiten“, erklärt Peter Seitz. „Dank unserer Flexibilität können wir eilige Aufträge von heute auf morgen erledigen.“ Diese Bereitschaft habe sich insbesondere in der Zusammenarbeit mit der Hotellerie und Gastronomie bewährt. „Wir springen bei akutem Bedarf ein und haben die Erfahrung gemacht, dass daraus langfristige Partnerschaften entstehen können.“
Proaktiv und nah am Kunden
Silke und Peter Seitz orientieren sich stets am tatsächlichen und aktuellen Bedarf des Marktes und ihrer Kunden. Sie warten nicht, bis sie gefunden werden. „Wir suchen immer wieder Nischen, die die Großen nicht abdecken können“, kommentiert Silke Seitz. „Um das möglich zu machen, brauchen wir die richtigen Partner in der Maschinen- und Hilfsmittelindustrie. Wenn wir mit Qualität und Flexibilität punkten wollen, geht das nur mit Wäschereitechnik, die diesem Anspruch ebenfalls gerecht wird.“ Nicht lange suchen mussten sie, um den Technikspezialisten ihrer Wahl für die Modernisierung ihres Finishbereichs zu finden. Senior Willi Hohn hatte bereits gute Erfahrungen mit der Gründergeneration der Fintec Textilpflegesysteme GmbH, Gersthofen, gemacht und vor 13 Jahren in einen seinerzeit hochmodernen Tunnelfinisher der Marke Fintec investiert. Als Herzstück einer Systemanlage, bestehend aus der automatischen Eingabestation (VarioLoad) und Transporttechnik (VarioTrans), funktionierte dieser all die Jahre reibungslos und zuverlässig. Der Stand der Technik habe sich natürlich längst geändert, so Peter Seitz: „Es war einfach an der Zeit, in neue wirtschaftlich und energetisch effiziente Technik zu investieren.“
Finishqualität hatte Priorität
Der Warenausfall, sprich das eigentliche Finish, hatte bei der Entscheidung für den VarioJet FTS 106 Priorität. Eine weitere, wesentliche Anforderung, die Hohn an einen neuen Tunnelfinisher stellte, war darüber hinaus größtmögliche Einsatzfähigkeit. „Für uns war es wichtig, dass wir damit nicht nur Formteile bearbeiten können, sondern alle denkbaren anderen Textilien, vom Blaumann bis zur Gardine.“ Mit dem neuen, dampfbetriebenen VarioJet FTS 106 wurden laut Unternehmen alle Erwartungen erfüllt. Im leistungsstarken Finisher kann Hohn nun unterschiedliche Warenarten nacheinander bearbeiten: selbst empfindliche oder bügelintensive textile Dekorationen. „Ob Gardinen oder Hussen für Stühle, Stehtische und Biertische, wenn es die Textilqualität und Verarbeitung zulässt, läuft bei uns alles durch den Finisher. Das ist für uns extrem zeit-, energie- und somit kostensparend und bietet uns die Chance, wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Natürlich seien nicht alle Textilien und Warenarten finishergeeignet. „Daher erklären wir unseren Kunden genau, welche Produkte wir wie bearbeiten können.“ Wer seine Textilien wie von Hand gebügelt haben möchte, zahle entsprechend mehr. Das sei fair, nachvollziehbar und mache leidige Preiskämpfe überflüssig. „Im Gegenteil, wir sorgen meist für das positive Überraschungsmoment, speziell bei unseren gewerblichen Kunden, wenn wir die Aufbereitung ihrer Textilien zu einem überzeugenden Preis anbieten können. Jeder Kunde kauft die von ihm gewünschte Qualität. Wenn wir die Ware kosten- und energieeffizient mit dem Tunnelfinisher bearbeiten können, bekommt auch er sein Bonbon. Das heißt: Wir sparen gemeinsam.“
Neben den variablen Einsatzmöglichkeiten und der Energieeffizienz waren sowohl Bedienerfreundlichkeit als auch Betriebskosten Kriterien für die Kaufentscheidung. „Im Laufe der letzten 15 Jahre haben wir unsere Tunnelfinisher komplett modernisiert und den Marktanforderungen angepasst“, erläutert Fintec-Geschäftsführerin Claudia Pollauf dazu. „Eine optimale Luftführung und Energierückgewinnung sind für die neue Generation VarioJet FTS längst Standard. Ergonomische Verbesserungen und damit Arbeitserleichterung für die Menschen an den Maschinen haben wir mit jeder Weiterentwicklung erreicht. Die neuen digitalen Steuerungssysteme machen die Bedienung nun noch verständlicher und einfacher. Alle Programme lassen sich einfach und exakt einstellen – auf Wunsch sogar mobil über ein Tablet.“ Silke und Peter Seitz bestätigen: „Von der Bedienbarkeit sind wir in der Tat begeistert. Die frei wählbare Programmierung ermöglicht eine bedarfsgerechte, exakte Steuerung je nach Warenart. Ob Latzhose, Arztkittel oder Husse, die Mitarbeiter finden schnell und sicher die richtige Einstellung.“
Direkter Draht nach Gersthofen
Die Zusammenarbeit funktionierte reibungslos, betonen beide Seiten: von der Beratung über die Installation bis zur Inbetriebnahme inklusive Schulung der Mitarbeiter. „Auch anschließend wurden wir rundherum optimal versorgt“, so auch die Betriebsleitung. „Denn selbst nach der besten Schulung bleiben Fragen offen. Wenn wir Hilfe brauchen, wählen wir nun nach wie vor den direkten Draht nach Gersthofen und wissen: Es ist kein Anruf zu viel. Wir werden von jedem im Hause Fintec freundlich und kompetent beraten.“
Seit zehn Monaten ist der neue VarioJet FTS 105 im Betrieb, lückenlos integriert in das vorhandene System VarioLoad und VarioTrans. Der neue Finisher ist mit 4,30 m länger als der Vorgänger. Dank des modularen Vario-Systems ließ er sich dennoch problemlos und unter Berücksichtigung der gegebenen Platzverhältnisse des 1.000 m2 großen Produktionsbetriebes installieren. Eine Erweiterung der Kapazitäten war mit der Neuanschaffung nicht vorgesehen. Denn bis heute setzt die Hohn GmbH auf Kontinuität statt auf schnelles Wachstum und sieht sich eher im Miteinander mit Marktpartnern als im Gegeneinander.
Bei Großaufträgen kooperiert sie mit renommierten Dienstleistungspartnern. Im Gegenzug übernimmt sie Sonderaufgaben und Spezialaufträge, insbesondere im Bereich der klassischen Textilreinigung. „Da wir nicht nur waschen, sondern auch reinigen, sind wir unter anderem prädestiniert für die vielfältigen Anforderungen bei der Bearbeitung von Bewohnerwäsche aus Pflegeeinrichtungen.“ Dieses Segment hatte die Firma Hohn bereits 1985 für sich entdeckt und diesen Unternehmensschwerpunkt gezielt etabliert. Nicht steil bergauf, sondern kontinuierlich stabil soll es weitergehen. So wünscht es sich die zweite Generation Hohn für ihre Zukunft im Wirtschaftsfeld Textilservice.
Infos: www.waescherei-hohn.de, www.fintec-gmbh.de