In Wäschereien gibt es Stellen im Bearbeitungsprozess, die schwierig sauber bzw. keimfrei zu halten sind – z.B. der Pressenbereich. Hier braucht es eine chemische oder physikalische Desinfektion. Greif Nordbayern und die Zöllner GmbH aus Altheim haben die beiden Methoden in einem Pilotprojekt verglichen. Das Ergebnis: UVC-Technik bringt konstantere Werte und weitere Vorteile.
3 Rund 32 t Wäsche bearbeitet die Wäscherei Greif Nordbayern GmbH mit Sitz in Cadolzburg täglich in zwei Schichten. Es handelt sich um Flachwäsche aus Hotellerie und Gastronomie, die mit etwa 120 Mitarbeitern bewältigt wird. Zur Philosophie des Unternehmens gehört der effektive Einsatz von Chemie – nicht nur beim Waschen, sondern auch bei der Entkeimung von harten Oberflächen.
Deshalb hat Greif Nordbayern zusammen mit der Zöllner GmbH ein Pilotprojekt gestartet. Hierbei sollten Unterschiede in der Praxis zwischen der chemischen und der physikalischen Desinfektion im Pressenbereich einer Taktwaschanlage untersucht und bewertet werden. Desinfiziert werden sollte der gesamte Pressenbereich (Pressenrutsche, Pressenboden, Pressenstempel und Pressenausgang). Die Projektleitung der Praxisstudie hatten Marco Kunze von Greif Nordbayern und Jennifer Stevens von der Zöllner GmbH inne.
Die Installation der physikalischen Desinfektion mittels UVC-Technik erfolgte insgesamt mit vier speziell konzipierten UVC-Modulen von sterilAir, verteilt jeweils auf Pressenrutsche, Pressenstempel links und rechts sowie oberhalb des Pressenausgangs mit einer kontinuierlichen und genau abgestimmten Strahlungsintensität.
Die chemische Desinfektion erfolgte mit einem hochwirksamen Flächendesinfektionsmittel auf Basis von MMPP einmal am Tag vor Produktionsbeginn.
Das Ergebnis: Nach zehn Tagen Projektlauf mit zahlreichen täglichen Abklatschproben auf zwei Waschstraßen, konnte man nach Angaben der beteiligten Unternehmen eindeutig feststellen, dass durch die „kontinuierliche“ Entkeimung mit der UVC-Technik exzellente und konstante Werte (nach KBE = koloniebilde Einheiten) erreicht worden sind. Bei der chemischen Desinfektion hingegen traten starke Schwankungen der KBE-Werte im Laufe der Produktionszeit auf und es konnte keine konstante Entkeimung nachgewiesen werden, so die Untersuchungsergebnisse. Unmittelbar nach der chemischen Desinfektion bauten sich die KBE-Werte im Laufe der Betriebszeit nach und nach wieder auf.
Jennifer Stevens berichtet: „Mit dem Zöllner-UVC-System erreichten wir eine chemiefreie, kontinuierliche Desinfektion, ganz ohne Personalaufwand und Ausfallzeiten.“ Verklebungen, Rückstände, falsche Konzentrationen und lange Einwirkzeiten, die bei der chemischen Desinfektion möglich sind, könne man durch die UVC-Technik ausschließen. Die Technik sei zudem an fast jede hygienerelevante Stelle individuell anpassbar. Da die Röhren lange haltbar seien, amortisiere sich die UVC-Technik auch in relativ kurzer Zeit. Marco Kunze ist ebenfalls überzeugt: „Das Projekt zeigte im Praxistest eindeutig die Vorteile der UVC-Technik auf.“ Die Testanlage bleibt bei Greif Nordbayern weiterhin in Betrieb.
Infos: www.mietwaesche.de, www.zoellner-clean.de